Kinofeeling

Mortal Engines:
Krieg der Städte

Eine düstere Dystopie, in der die Rettung der Welt in den Händen eines launischen Teenagers liegt – Schnarch! Muss man solche Handlungen denn wirklich nochmal sehen? Ja, man muss, findet unsere SPIESSER-Autorin Stephanie und verrät euch, warum das Fantasy-Epos eure Zeit wert ist.

20. Dezember 2018 - 14:08
SPIESSER-Autorin Kirschblütenrot.
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Kirschblütenrot Offline
Beigetreten: 18.06.2015

Worum geht's?

Die Menschheit steht kurz vor dem Abgrund, die Ressourcen sind aufgebraucht und der vermeintlich gutmütige Valentine (Hugo Weaving), Herrscher von London, möchte die Weltherrschaft an sich reißen – wirklich neu klingt das ja nicht. Zudem stehen die launige Überlebende Hester Shaw (Hera Hilmer) und der schicke Stadtbewohner Tom Natsworthy (Robert Sheehan) im Mittelpunkt der Geschichte, zwei auf den ersten Blick gegensätzliche Charaktere, die dann doch sehr gut miteinander auskommen. Die beiden schließen sich gezwungenermaßen zusammen, um den Frieden der Welt zu gewährleisten.

Was die Handlung dann letztlich doch so einzigartig und sehenswert macht, ist die riesige, detaillierte Welt sowie das Leben der Menschen in den Städten, welche auf riesigen Maschinen durch diese Welt rollen und andere Städte verschlingen. Denn nur von dem Tod der kleineren Städte können die riesigen Stadt-Kolosse, wie es London eines ist, überleben. Nur wenige Menschen wagen es, sich außerhalb der Stadtmauern aufzuhalten. Eine von ihnen ist die Pilotin Fang (Jihae Kim), welche den beiden Überlebenskämpfern zur Seite steht. Dabei ist es vorerst unklar, welche Absichten sich hinter ihrem schönen Gesicht verstecken.

Wer spielt mit?

Der Hauptdarsteller Robert Sheehan ist fast ein unbeschriebenes Blatt, lediglich Misfits-Fans dürften ihn in der Rolle des Nathan Young kennen. Auch Hera Hilmer hat hier ihre erste große Filmbesetzung. Der Bösewicht wird von Hugo Weaving verkörpert, welcher als Elf in Herr der Ringe bereits seine schauspielerischen Fähigkeiten gekonnt unter Beweis stellte. Die Darstellerin von Fang, Jihae Kim, ist hauptberuflich Musikerin und spielte bereits mit Lenny Kravitz zusammen.

Filmischer Augenschmaus?

Mit dem Drehbuchautor Peter Jackson („Herr der Ringe“) macht man definitiv nichts falsch, das beweist auch „Mortal Engines“. Der Film ist gespickt mit unglaublichen Details, sodass er selbst ohne Ton sehenswert wäre.

Auf einen Blick
Action: ✪ ✪ ✪ ✪ ✪
Romantik: ✪ ✪ ✪
Humor: ✪ ✪ ✪
Niveau: ✪ ✪ ✪
Bildungsfaktor: ✪ ✪
Gibt’s was zu meckern?

Wer sich den Film im Kino ansieht, dürfte aufgrund der Laustärke und einiger Szenen mehr Schreckmomente erleben als in Horrorfilmen. Zudem gibt’s einige logische Handlungslücken, ohne die der Film aber gewiss nicht so schön inszeniert worden wäre.

Mit wem angucken?

Ihr habt die volle Auswahl. Ob beim romantischen Kuscheln, mit der Familie oder mit euren Freunden, dieser Film eignet sich grundsätzlich für jeden. Allerdings solltet ihr aufpassen, dass euer Begleiter auch mindestens zwei Stunden stillsitzen kann, so lange dauert der Fantasy-Film nämlich.

Was macht man danach?

Rührselig durch die kalte (und eventuell verschneite) Landschaft auf dem Nachhauseweg stapfen. Und darüber nachdenken, ob eine zukünftige Menschheit – oder Teile davon – wirklich kleine, süße Comicfiguren als Gottheiten verehren könnten. Denn keine geringeren als die Minions haben einen Cameo-Auftritt im Film – und zwar als „amerikanische Gottheiten“.

In 3 Worten:

Episch inszenierte Buchverfilmung.

Große Leinwand oder kleiner Bildschirm?

Wer Angst vor 3D oder großen Bildschirmen hat, der sollte sich den Film wirklich zu Hause ansehen. Für alle anderen lohnt es sich definitiv, ins Kino zu gehen.

Mainstream oder Independent?

So schön wie der Film auch ist, leider fällt er mehr unter die Kategorie Mainstream. Obwohl die beweglichen Städte eine schöne Idee sind, fehlt einfach ein gewisser Kniff, der den Film unvergesslich macht und an einzelstehende Meisterwerke heranbringt.

MORTAL ENGINES: KRIEG DER STÄDTE

Regie: Christian Rivers
Darsteller: Hera Hilmar, Robert Sheehan, Hugo Weaving u.v.m.
Kinostart:.13.12.2018
Filmlänge: 128 Minuen
Genre: Action, Fantasy
FSK: ab 12 Jahren
 

 

Text: Stephanie Schulze
Bildmaterial: © 2018 Universal Pictures and MRC. All Rights Reserved.

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