Ins Netz gegangen

Postcrossing.com

Wer schreibt heute denn noch Postkarten und Briefe? Total überholt in Zeiten von Facebook und WhatsApp, oder? Postcrossing.com verbindet Menschen weltweit durch „echte Post“. SPIESSER-Autorin Sabrina stellt euch die Seite vor.

11. Mai 2015 - 14:10
SPIESSER-Redakteurin Onlineredaktion.
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Onlineredaktion Offline
Beigetreten: 25.04.2009

Was erwartet dich?

Viele bunte Karten im Briefkasten. Vom zehnjährigen Domantas aus Litauen, der in seiner Viert-Klässler-Handschrift auf die Postkarte krakelt „Sorry For my English Language“. Oder von Bonnie, die in Taiwan studiert und eine Karte vom höchsten Wolkenkratzer in Taipei schickt.

Manchmal findest du die typische Ansichtskarte, manchmal künstlerische Collagen oder selbst gebastelte Karten.

Worum geht’s?

Postkarten aus aller Welt bekommen. Und natürlich welche in alle Welt verschicken. Postcrossing.com will Menschen durch „echte Post“ verbinden – das heißt handschriftlich, nicht digital. Man bekommt immer so viele Postkarten, wie man selbst verschickt. Von wem, weiß man vorher nicht.

Was steckt dahinter?

Eine bunte Community. Alle sind dabei: vom 60-jährigen Briefmarkensammler aus den USA, über die 20-jähringen Studentin aus China, bis hin zum 10-jährigen Schüler aus Litauen. Ganz allgemein: Neugierige, weltoffene Menschen, die ein Stück ihres Lebens mit dir teilen wollen – durch eine Postkarte.
Das Coole daran: Alter, Geschlecht und Herkunft sind egal. Wichtig ist nur, ein paar nette Worte für jemanden übrig zu haben.

Was musst du mitbringen?

1. Die Bereitschaft noch ein soziales Netzwerk mit deinen Daten zu füttern. Keine Angst, deine Adresse wird vertraulich behandelt und kann nur von den Personen gesehen werden, die dir eine Postkarte schicken.
2. Englischkenntnisse: Damit sich alle verständigen können, wird auf Englisch geschrieben. Aber niemand muss fließend Englisch können. Zur Not reicht „Hallo. Wie geht’s? Ich heiße…“ und ein Bildchen auf die Karte kritzeln.
3. Solltest du auch ein paar Cent für Postkarten und Briefmarken übrig haben.


Sabrina macht selbst seit Jahren mit und hat schon
eine ganze Wan mit den Postkarten aus aller Welt
tapeziert
. Foto: Sabrina Winter
Wie lange bleibst du?

Adresse vom Zufallsgenerator erfragen, Profil lesen, schöne Postkarte raussuchen. Jetzt ein paar Worte an den Empfänger. Vielleicht doch das eine Wort auf Englisch nachschlagen. Postkarten-ID drauf, damit der Empfänger sie registrieren kann. Briefmarke anlecken, auf die Karte kleben und ab damit zum Briefkasten. Oder vielleicht gleich noch eine Karte schreiben?

Wohin ziehst du weiter?

Entweder direkt zur Postfiliale, weil die Briefmarken alle sind. Oder zunächst zu Google Maps, weil du wissen willst, wo genau in Russland dieses „Volkhov“ liegt.

Was erzählst du am nächsten Tag deinen Freunden?

„Gestern habe ich Geld geschickt bekommen!“
„Echt?“
„Ja, ich habe eine Brief aus den USA bekommen, da waren eine Karte und zwei Quarter (25 Cent Stücke) drin. Wusstest du, dass jeder Staat ein anderes Bild auf der Rückseite hat?“

 

Text: Sabrina Winter
Teaser-Bild: Anja Nier

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