Kinofeeling

Royal Corgi – Der Liebling der Queen

Ein Animationsfilm über eine royale Hunderasse? SPIESSER-Autorin Sarah hat er als kurzweiliger, niedlicher Zeitvertreib gut gefallen, mehr aber auch nicht – für die Kleinsten ist der Film aber definitiv ein Hit.

06. Mai 2019 - 08:43
SPIESSER-Autorin Miss little P.
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Miss little P Offline
Beigetreten: 17.10.2018

Worum geht's?

Who let the dogs out? Die Queen schon mal nicht. Ihre heißgeliebten Corgis führen ein royal-verwöhntes, gut behütetes Leben im Buckingham Palast. Die Welt „draußen“ kennen sie nicht. Der Liebling der Queen ist dabei der jüngste der Corgi-Gang: Rex. Der führt ein Leben in Saus und Braus – bis es zu einem Zwischenfall beim Staatsbankett kommt, bei dem der US-Präsident Opfer einer, sagen wir mal nicht ganz unverdienten, schmerzhaften Attacke wird. Durch diese fällt allerdings auch Rex in die Ungnade der Queen und gepaart mit höfischen Intrigen der Corgi-Konkurrenz landet das verwöhnte Kerlchen unzeremoniell auf der Straße. Doch damit beginnt das Abenteuer seines Lebens! Rex landet im Londoner Tierheim unter zahllosen Streunern, die auf der Straße ums Überleben kämpfen müssen. So schnell gibt der Vierbeiner aber nicht auf. Er will beweisen, dass er verdientermaßen der Lieblingshund der Queen war. Der Weg zurück in den Palast entpuppt sich als wahre Odyssee voller Abenteuer und Gefahren inklusive tierischer Liebesgeschichte.

Die Animations-Komödie ist eher leichtverdauliche Kost, dafür aber abwechslungsreich und geht als Familienunterhaltung klar – weil sie wirklich rasant und berührend zugleich ist.

Wer spielt mit?

Die Stars bestehen hier aus dem tierisch-guten Cast und ihren dazugehörigen Stimmen. Einige von ihnen dürften euch definitiv bekannt vorkommen.

Auf einen Blick
Action: ✪ ✪
Romantik: ✪
Humor: ✪✪
Niveau:
Bildungsfaktor:
Filmischer Augenschmaus?

Die belgische Produktion kann optisch leider nicht mit Pixar, Disney oder Dreamworks mithalten, bei denen z. B. Landschaften schon fast realitätsnah wirken. Dafür sind die Figuren, menschliche als auch tierische, wirklich liebevoll in Szene gesetzt und haben ihren ganz eigenen Charme.


Eine Liebesgeschichte ist natürlich auch dabei.
Gibt’s was zu meckern?

Leider hat die Lovestory nicht ganz so viel Charme und wirkt recht konstruiert. Damit kommt sie nicht annähernd an „Susi und Strolch“ ran. Ein paar Trump- und Brexit-Jokes sowie Anspielungen auf „Fight Club“ und „Rocky“ sind auch dabei, aber nicht alle reißen vom Hocker. Der Film bietet storytechnisch keine allzu großen Überraschungen, dafür wird Action mit hohem Tempo geboten und es wird zu keiner Zeit langweilig. Für die älteren Zuschauer ein eher kurzweiliges Vergnügen, das trotzdem Spaß bereitet – Kids werden hier aber definitiv richtig mitfiebern.

Braucht man Taschentücher?

Nö, der Film ist an keiner Stelle so traurig, dass das notwendig wäre. Und auch wenn es für Rex mal brenzlig und gefährlich wird, wird es nie zu gruselig oder verängstigend.

Mit wem angucken?

Wenn ihr kleine Geschwister, Nichten und Neffen oder Cousins und Cousinen habt, dann sind das die Auserwählten, die sich über eine Kinokarte definitiv am meisten freuen werden. Und natürlich Hundeliebhaber oder Fans der Royals.

Was macht man danach?

Bei (hoffentlich) herrlichem Wetter die angenehme, gute Laune genießen, die der Film im Abgang für euch bereithält – am besten mit einem Eis in der Hand.

In 3 Worten:

tierisch, liebevoll, wau

Große Leinwand oder kleiner Bildschirm?

Den Film kann man sich natürlich auch ganz gemütlich zuhause anschauen. Im Kino läuft er allerdings auch in 3D, was für die große Leinwand spricht!

Mainstream oder Independent?

Das ist offensichtlich kein Independent-Film.

Royal Corgi - Der Liebling der Queen

 

Regie/Produktion: Ben Stassen und Vincent Kesteloot
Kinostart:.01.05.2019
Filmlänge: 82 Minuten
Genre: Animations-Familienkomödie
FSK: ab 0 Jahren
 

 

Text: Sarah Plobner
Bildmaterial: © nWave Pictures

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