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Steffen und Informatik

 Steffen, 20, studiert Informatik mit Anwendungsfach Medizin an der TU München. Bei "Jugend forscht" hat er den Preis für die originellste Arbeit bekommen: Eine Infrarot-Venen-Kamera.

11. November 2009 - 17:51
SPIESSER-Redakteur Onlineredaktion.
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Beigetreten: 25.04.2009

 

Die neuen Superhelden: IT-Steffen LVL7 mit Turbo-Web und Nitro-Netz mit Heavy-Hardware und 011101010 Informationen

Als mir einmal eine Arzthelferin Blut abnehmen wollte, hat sie die Vene nicht gefunden und musste mehrmals ansetzen. Da begann ich darüber nachzudenken, wie man das verhindern kann. Ich wollte eine Kamera entwickeln, die die Venen in Echtzeit zeigt.

"Bei welchen Wellenlängen absorbiert Blut das Licht?"

Durch mein Praktikum in der neunten Klasse an der Uni Stuttgart habe ich schon damals wissenschaftliche Internetportale kennen gelernt und jetzt zur Recherche genutzt. Eine wichtige Frage war zum Beispiel: Bei welchen Wellenlängen absorbiert Blut das Licht, während das restliche Gewebe es durchlässt? Also habe ich im Internet Absorbtionskurven ausgewertet, dann aus einer alten Webcam einen Prototypen gebastelt und mich erfolgreich bei der Jugend forscht Stiftung um Sponsorengelder beworben. Damit konnte ich eine bessere Version bauen und einen Softwarefilter entwickeln, der aus den aufgenommenen Daten klare Bilder macht.

SPIESSER verlost 20 "Berufs- und Karriereplaner MINT" mit vielen Informationen über Studium und Ausbildung in den MINT- Berufen, vielen Übersichten und Erfahrungsberichten.
Tour de MINT: SPIESSER-Autoren sind quer durch Deutschland unterwegs und treffen Ingenieure, Forscher, Chefs, Azubis und Studenten

 

"Ein paar Erfindungen beim Europäischen Patentamt angemeldet"

Ich bin jetzt im dritten Semester. Im Studiengang Medizinische Informatik lernen wir sowohl die Arbeitsabläufe in einem Computer als auch medizinische Grundkenntnisse und Bildgebung. Ich mag es, dass man sofort die praktischen Verknüpfungen sieht.

Als ich zwischen Abi und Semesterbeginn Zeit hatte, habe ich ein dreimonatiges Praktikum bei einer großen Pharmafirma gemacht. Heute arbeite ich dort neben meinem Studium. Seitdem habe ich auch schon ein paar „Erfindungen“ beim Europäischen Patentamt angemeldet.

I wie Informatik
Fast jeder dritte Jugendliche kann sich vorstellen, einen IT-Beruf zu ergreifen. Informatiker arbeiten nicht nur an Computern, sondern auch an Videorekordern, Spülmaschinen und Autos. Damit diese Geräte uns verstehen, schreiben Informatiker Programme und entwickeln neue Hardware. Ein Teilgebiet der Informatik ist die künstliche Intelligenz. 88 Prozent der Informatiker finden nach dem Studium sofort einen Job.
Informatik-Berufe

Systemwissenschaftler – untersuchen Wechselwirkungen und Zusammenhänge in komplexen Systemen von Geografie bis Psychologie und machen daraus mathematische Modelle

ERP-Organisatoren – ERP-Programme (Enterprise Resource Planning) helfen Unternehmen, Bestellungen oder Produktionspläne zu verwalten, ERP-Organisatoren entwickeln solche Programme

Informationsbroker – recherchieren Informationen, die für Unternehmen wichtig sind wie Marktanalysen und Firmenprofile

Fraud Analysten – spüren Hackern, Viren und Raubkopien nach und entwickeln Gegenstrategien. Fraud Analysten arbeiten aber auch an Maut-Systemen oder überwachen das Netzwerk aus Firmen-Computern

Noch mehr InformatikberufeBioinformatiker, CAM-Organisator, Contentmanager, Datenbankentwickler, E-Mail-Agent, Fachberater für integrierte Systeme, Game-Designer, Geoinformatiker, Informatikkaufmann, Internettechnologe, IT-Sicherheitskoordinator, Verwaltungsinformatiker, Web-Designer

Ausführliche Berufsportraits findet ihr unter www.berufenet.arbeitsagentur.de

Redaktion: Jörg Flachowsky, Robert Kaak, Claudia Flach
Fotos: Said Burg, Frank Grätz, Torsten Hönig, Matthias Popp, Jan Wilken
Grafische Umsetzung: Ronny Pietsch, Maik Wankmüller

@mint
 

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