Kinofeeling

The Founder

„McDonald’s“ ist uns allen ein Begriff – die einen lieben es, die anderen verachten es. Aber wie ist die Kette eigentlich entstanden? „The Founder“ erzählt die interessante Geschichte leider nicht ohne einige Längen.

26. April 2017 - 11:23
SPIESSER-Autorin judith.itright.
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judith.itright Offline
Beigetreten: 15.05.2015

Worum geht's?

Ray Kroc ist ein eher mittelmäßiger Vertreter, der Artikel verschiedenster Art verkauft. Mit 52 hat er noch immer keine große Karriere vorzuweisen, wünscht sich aber eigentlich nichts sehnlicher als endlich Erfolg zu haben. Doch dies könnte sich ändern, als er zu Beginn der 1950er Jahre einen interessanten Anruf von zwei Brüdern bekommt, die gleich mehrere seiner Milch-Shake-Maschinen kaufen möchten. Kurz entschlossen stattet Ray dem Lokal einen Besuch ab und lernt so das revolutionäre Burgerrestaurant „McDonald‘s“ kennen. Er ist so begeistert von der Idee und dem sogenannten „SpeeDee“-System, dass er „McDonald‘s“ gerne in den gesamten USA bekannt machen möchte. Entgegen anfänglicher Einwände und Scheu der Gründer Mac und Dick MacDonald, schafft es Ray, die beiden dazu zu überzeugen ihm die Expansion des Geschäftes zu überlassen. Doch als es zu finanziellen Schwierigkeiten kommt, werden die Werte und Prinzipien der Brüder auf die Probe gestellt.


Mac und Dick MacDonald sind stolz auf ihr Werk.
Wer spielt mit?

Der Cast des Films ist durch und durch hochkarätig. Selbst in den kleineren Rollen sieht man bekannte Hollywood-Gesichter. Die Hauptfigur, Ray Kroc, wird vom Oscar-Nominierten Michael Keaton gespielt, den man entweder als Batman oder aus Filmen wie „Birdman“ oder „Spotlight“ kennt. Seine Ehefrau Ethel wird von der für Filme wie „Die Lust der schönen Rose“ und „Der große Trip – Wild“ ebenfalls Oscar-nominierten Schauspielerin Laura Dern verkörpert. Nick Offerman („Parks and Recreation”, „Fargo”) und John Carroll Lynch („Shutter Island, „Crazy Supid Love”) spielen die beiden McDonald’s-Brüder. In den Nebenrollen sieht man unter anderem Patrick Wilson („Conjuring“, „Batman vs. Superman“) und Linda Cardellini („Freaks and Geeks“, „Avengers: Age of Ultron“) als Ehepaar Smith.

Auf einen Blick
Action:
Romantik: ✪
Humor: ✪ ✪
Niveau: ✪ ✪ ✪ ✪ ✪
Bildungsfaktor: ✪ ✪ ✪ ✪ ✪
Filmischer Augenschmaus?

Filmisch ist der Streifen gut gemacht, wie von einer Hollywood-Produktion zu erwarten, aber auch nicht herausragend. Das Szenenbild beschränkt sich hauptsächlich auf verschiedene ländliche Orte in den USA.

Gibt's was zu meckern?

Bei fast zwei Stunden Laufzeit und seiner allgemein ruhigen Wirkung hat der Film ab und zu seine Längen und schafft es nicht konstant den Zuschauer zu fesseln.

Braucht man Taschentücher?

Nein. Ich lehne mich mal etwas aus dem Fenster und behaupte, dass bei diesem Film jedes Auge trocken bleibt.

Mit wem angucken?

Mit jedem, der gerne biografische und geschichtliche Filme sieht und nicht nur die leichte Unterhaltung sucht. Freunden von „The Social Network“ könnte der Film auch gefallen.

Was macht man danach?

Mit seinem neugewonnenen Wissen über McDonalds prahlen. Außerdem bietet Ray Krocs Aussage, dass Beharrlichkeit der Schlüssel zum Erfolg ist, eine gute Grundlage für Diskussionen.


McDonald's war schon damals beliebt.
In 3 Worten:

Interessant, informativ, Biopic

Große Leinwand oder kleiner Bildschirm?

Den Film muss man nicht im Kino gesehen haben, der heimische Bildschirm reicht aus.

Mainstream oder Independent?

Von der Produktion und Besetzung her ist der Film Mainstream, dennoch wird er wohl eher nur ein Nischenpublikum ansprechen.

Free Fire

Regie: John Lee Hancock
Schauspieler: Michael Keaton, Laura Dern, Nick Offerman, John Caroll Lynch, Linda Cardellini, Patrick Wilson
Kinostart: 20. April 2017
Länge: 115 Minuten
Genre: Biografie, Drama
FSK: 0

 

 

Text: Johanna Höckner
Bildmaterial: © 2000-2017 Muschalik Digitale Medien

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