Titelverteidiger

Titelverteidiger: Adesse

Viel Gefühl, ganz viel Liebe und Rapper Sido: Passt nicht? Passt doch, und zwar hervorragend! Wo? Auf dem Debütalbum „Fechnerstraße“ von Sänger Adesse, mit dem sich SPIESSER-Praktikantin Pauline über die Liebe zum Essen, das Reisen und vor allem über Musik unterhalten hat.

01. April 2016 - 10:12
SPIESSER-Autorin p.at.ponyhof.
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p.at.ponyhof Offline
Beigetreten: 03.03.2016

Pauline: Hast du viele Geheimnisse? (Anruf 333)

Adesse: Nein, eigentlich habe ich nicht so viele Geheimnisse. Ich hab sehr gute Freundschaften und auch das Gefühl, meinen Freunden alles erzählen zu können.

Bleibst du lieber länger an einem Ort oder brauchst du die Abwechslung? (Ich bleibe)

Ich habe gerne eine Heimat und ich fühle mich in Berlin auch total zu Hause. Es ist immer wieder schön, nach Hause zu kommen. Aber ich bin ein großer Fan davon zu reisen, neue Orte zu entdecken, auf Tour zu sein. Ich steh total darauf, neue Eindrücke zu bekommen und das Gefühl zu haben, dass sich mein Horizont erweitert.

Du hast ja mal Fußball gespielt: Wenn du deine Fußballkarriere weitergeführt hättest, wo würdest du jetzt am liebsten spielen? (Ich bleibe)

Ich hätte am liebsten bei Bayern gespielt. Oder bei Chelsea London. Ich bin seit Kindestagen ein großer Bayern-Supporter.

Ist die Liebe für dich mehr rosarot als schwarz? (Rosarot zu schwarz)

Also die Liebe hat mir schon viel Schmerz bereitet. Aber ich geh immer mit einem hoffnungsvollen, positiven Gefühl durch's Leben. Und so trete ich der Liebe auch entgegen und glaube, dass ganz tolle Dinge auf mich warten.

Reparierst du eher die Dinge oder kaufst du schnell einfach etwas neu? (Sekundenkleber)

Wenn es jetzt menschliche Beziehungen sind, versuche ich sie zu reparieren. Es nochmal zu probieren, daran festzuhalten, dem Ganzen nochmal eine Chance zu geben. Aber bei technischen Geräten bin ich jetzt nicht so der Typ, der sie repariert.

Wie hast du Sido kennengelernt? (Männer weinen nicht feat. Sido)

Er hat mich über YouTube entdeckt, weil ein Kumpel von ihm meine Musik gehört hat. Wir haben uns dann erst mal im Studio getroffen, Mucke gemacht und ein gewisses Vertrauen zueinander bekommen. Ich hab meine erste EP dann ganz alleine rausgebracht. Darauf hat er mich auch schon unterstützt mit einem Feature. Einfach so, um mir zu helfen. Ich hab daraufhin viele Angebote bekommen von großen Labels, worauf ich lange gewartet habe. Und ein Angebot darunter war von ihm und „Four Music“. Und da war wieder mein Bauchgefühl. Für mich war klar: Ich möchte den Weg mit ihm und „Four Music“ gehen.

Hast du Sido schon mal weinen sehen? (Männer weinen nicht feat. Sido)

Nein (lacht), Sido hat wirklich ein großes Herz für seine Freunde und Familie, aber er ist nicht nah am Wasser gebaut. Ich weiß auch nicht, ob ich ihn nochmal in meinem Leben weinen sehen werde.

Kannst du besser verzeihen oder dich besser entschuldigen? (Sorry)

(überlegt) Ich glaube, mir fällt es ein bisschen leichter, mich zu entschuldigen. Verzeihen kann ich manchmal gut und manchmal nicht so gut. Ich wünsche mir aber immer, verzeihen zu können.

Bist du eher der „All-inclusive“-oder „Do-it-yourself“-Reisetyp? (Lo-Fi-Jetset)

„All-inclusive“ hab ich auch schon gemacht, aber davon bin ich kein Fan. Wenn ich irgendwo hinreise, möchte ich die „Locals“ treffen und nicht mit irgendwelchen Touristen in einem abgeschotteten Ressort sein. Mir ist es lieber, das selbst zu planen, Geheimtipps nachzugehen und etwas von dem Land mitzubekommen.

Wann fühlst du dich schwerelos? (Unter uns Himmel)

Beim Blick auf das Meer. Wenn du diesen endlosen Horizont hast, der nicht aufhört. Das hat so etwas von Größe und, dass man alles schaffen kann, sich leicht fühlt und kurz eins mit der Natur ist. Aber auch bei Musik. Es gibt da einen Part beim Outro vom Lied „Chaos“, da ist kein Gesang, sondern es wird nur Musik gespielt. Keine Ahnung warum, aber diese Stelle hat für mich so eine Energie, da denk ich: „Alles ist gerade möglich!“

 

„Fechnerstraße“ von Adesse
VÖ: 25.03.2016
Label: Four Music

 

 

Text: Pauline Kaboth
Teaser-Foto: Robert Wunsch, bearbeitet

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