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AnnenMayKantereit

Christopher Annen, Henning May, Severin Kantereit und Malte Huck, besser bekannt als AnnenMayKantereit, gehören zu den heißesten Newcomern der vergangenen Jahre. Nun starten sie mit ihrem Debütalbum so richtig durch. Sänger und Texter Henning hat mit SPIESSER-Autorin Jelena über seinen Gemütszustand, Hirsche und die Zeit zwischen 21 und 23 geredet.

24. März 2016 - 14:16
SPIESSER-AutorIn Jelly.
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Jelly Offline
Beigetreten: 10.09.2012

In welchen Situationen bist du am liebsten barfuß? (Barfuß am Klavier)

Eigentlich immer. Ich trage selten zu Hause Schuhe und laufe lieber mit nackten Füßen auf unserem selbst verlegten Parkett. Nur ans Klavier setze ich mich nicht barfuß.

Was ist gleich geblieben seit ihr mit eurer Musik bekannter geworden seid? (Bitte bleib)

Das Leben in Köln ist immer noch das gleiche: Wir sind noch befreundet, unterhalten uns wie früher und ich spiele nach wie vor Fußball.

Wie geht es dir wirklich? (Es geht mir gut)

Jetzt gerade geht’s mir ziemlich gut – wenn ich mit der Band unterwegs bin, ist alles super. Aber oft gibt es Sachen, die bei der klassischen Frage „Wie geht’s?“ nie rauskommen. Mich nervt diese Frage, weil man sie in unserer Arbeit sehr oft aus einer Art pflichtbewusster Höflichkeit heraus gestellt kriegt. Die Bandbetreuer fragen dich das zehnmal am Tag. Natürlich sagt man dann „gut“.

Welches Tier wärst du gerne? (Krokodil)

Ein Hirsch. Das ist der stärkste Vegetarier in unserem europäischen Tierreich, das fand ich immer cool.

An welchem Ort würdest du gern länger bleiben? (Länger bleiben)

Wenn ich daheim in Köln bin und wir dann wieder auf Tour gehen, würde ich immer gerne eine Woche oder wenigstens ein Tag länger bleiben. Aber nicht nur dort – ich fühle mich häufig irgendwo so wohl, dass ich gern länger bleiben würde als ich es kann.

Was machst du, wenn du traurig bist? (Mir wär lieber du weinst)

Um mich abzulenken, spiele ich Playstation oder Fußball und mache was mit meinen Leuten. Ich kann aber auch einfach mal ein bisschen traurig sein, ohne dass es gleich das Schlimmste ist. Dann spiele ich Klavier oder übertrage die Emotionen in einen Text.

Bist du oft umgezogen? (Neues Zimmer)

Nein, wir wohnen noch immer in unseren ursprünglichen WGs, teilweise mit Leuten aus der Band oder der Crew zusammen. Aber früher, mit meinen Eltern, bin ich sehr häufig umgezogen.

Das Lied handelt von dir und deinem Vater – was habt ihr euch oft gefragt? (Oft gefragt)

Ich habe meinen Vater oft gefragt, ob er endlich einen Titel für das Lied hat. Den durfte er sich nämlich aussuchen, weil ich ihm das Lied zu meinem Auszug geschenkt habe. Dafür hat er fast anderthalb Jahre gebraucht. Und mein Vater hat mich, als wir noch zusammengewohnt haben, sehr vieles gefragt: Hast du dein Handtuch aufgehängt? Die Spülmaschine ausgeräumt? Warst du heute in der Schule?

Woher kommt der Name Pocahontas? (Pocahontas)

Ich mag einfach die Geschichte von Pocahontas und habe ihren Namen als Kosenamen für meine Ex-Freundin benutzt. Ich erkläre zwar gerne, woher ein Song kommt, aber um sie zu schützen, habe ich das Lied nicht so genannt, wie sie wirklich heißt. Wenn man Lieder schreibt, ist man zwar selber nackt, aber dann muss man nicht auch den anderen nackt machen.

Ihr seid viel auf Tour – wie kann man da am besten Freundschaften halten? (Wohin du gehst)

Wir schreiben Postkarten aus all den Städten. Ich habe kein Smartphone und simse auch nicht gern. Aber mit einem Kumpel in Budapest telefoniere ich einmal im Monat. Vor allen Dingen pflegt man aber die Freundschaften, wenn man zusammen ist. Wir begegnen ja auch auf Tour Freunden, die wir durch die Musik kennengelernt haben und sind sehr eng mit unserer Crew befreundet.

Willst du hoch hinaus? (Dritter Stock)

Es gibt ja dieses Start-up-Phänomen von Firmen, die zu schnell wachsen und dann zusammenbrechen. Ich wachse aber lieber langsam, als hoch hinaus. Mir ist es lieber, in einem sehr stabilen als in einem sehr hohen Haus zu wohnen.

Mittlerweile seid ihr fast alle über 23 Jahre alt, was habt ihr zwischen 21 und 23 gelernt? (21 22 23)

Ich habe viel über mich selbst und über das Musikgeschäft gelernt und auch darüber, was ich von meinem Leben möchte. Vor allem aber haben wir alle gelernt, dass wir glücklich darüber sein sollten, dass wir noch so jung sind.

„Alles Nix Konkretes“ von AnnenMayKantereit
VÖ: 18.03.2016
Label: EMI Group

 

Text: Jelena Malkowski
Fotos: Fabien J. Raclette, bearbeitet

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Kommentare

Ein Kommentar
  • Mal ganz ehrlich - AnnenMayKantereit kann's einfach. Die Musik ist einfach voller Soul, Power und Swing. Würd' micht nicht wundern, wenn die in den deutschen/internationalen Charts hoch aufsteigen... !

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