Titelverteidiger

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Killerpilze

2017 steht für die „Killerpilze“ ganz im Zeichen des 15-jährigen Bandjubiläums. Die Doku „Immer noch Jung“ visualisiert die Entwicklung der einst jüngsten Rockband Deutschlands zum großen Teenie-Hype mit goldener Schallplatte und roten Teppichen. SPIESSERin Alexandra hat mit den Jungs gesprochen.

26. September 2017 - 18:16
SPIESSER-Autorin Granada.
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Granada Offline
Beigetreten: 22.08.2017

15 Jahre seid ihr schon eine Band und bald kommt eure Doku über die Entstehungsgeschichte und den Lebensweg von den „Killerpilzen“. Wenn ihr jetzt an euren Durchbruch zurückdenkt, würdet ihr gerne irgendetwas rückgängig machen? (Ich find' dich richtig scheiße [auf 'ne schöne Art und Weise])

Mäx: Nein, es ist eigentlich alles perfekt gelaufen für unseren Werdegang, der einfach einzigartig ist. Natürlich gab es nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen. Der harte Schlag war, als sich unsere Plattenfirma von uns getrennt hat, wir plötzlich keine Aufmerksamkeit mehr bekommen haben und nur noch wenige Leute auf unseren Shows waren. Letztendlich hat es uns hierher gebracht. Wir haben aus allem Erfahrungen gesammelt, 2009 unser eigenes Label gegründet und sind als Band an den Herausforderungen gewachsen.

„Rockstar sein, das wollt' ich immer schon // Vom allerersten bis zum letzten Ton“ – Stand für euch irgendwann mal in Frage etwas anderes zu machen als Musiker zu sein? (Springt hoch)

Jo: Ja klar, die Frage hat sich auf jeden Fall gestellt in der Zeit als es mit der Band nicht so gut lief. Da hat sich jeder von uns ein zweites Standbein aufgestellt. Bei Fabi war es das Filmstudium, bei mir Kommunikationswissenschaften, Mäx hat Gitarre studiert. Das war natürlich wichtig für das eigene Gefühl, als Absicherung. Aber ich wusste immer, dass das Studium nur eine Überbrückung ist bis es mit der Band wieder läuft. Und der Punkt ist jetzt wieder eingetroffen. Wir sind eigentlich nur noch als Band unterwegs und trotzdem hat sich jeder so sein eigenes Business aufgebaut.

Nervt es euch manchmal die alten Songs zu spielen? (Ich kann auch ohne dich)

Mäx: Auf gar keinen Fall! Wir sind immer noch so jung eigentlich und trotzdem erzeugen wir mit unseren älteren Songs schon irgendwie ein Nostalgie-Feeling bei den Leuten.

Killerpilze Kinotour
(inkl. Killerpilze Akustik Set)
21.09., 20 Uhr – Berlin
22.09., 20 Uhr – Leipzig
23.09., 16:30 Uhr – Braunschweig
23.09., 18 Uhr – Hannover
23.09., 21 Uhr – Bremen
24.09., TBA – Osnabrück
24.09., 19:30 Uhr – Münster
25.09., 20:30 Uhr – Hamburg
26.09., 20:30 Uhr – Bochum
27.09., 19:30 Uhr – Bonn
27.09., 20:30 Uhr Köln – Cinedom
28.09., 20:30 Uhr – Düsseldorf
29.09., 19:30 Uhr – Darmstadt
29.09., 20:45 Uhr – Frankfurt
30.09., 17:00 Uhr – Mannheim
30.09., 20:30 Uhr – Saarbrücken
01.10., 17 Uhr – Karlsruhe
01.10., 20 Uhr – Stuttgart
02.10., 19:30 Uhr – Augsburg
03.10., 20:30 Uhr – Wien
04.10., 19:00 Uhr – Pasching
05.10., 19:30 Uhr – München
06.10., 19:30 Uhr – Donauwörth
06.10., 19:45 Uhr – Dillingen a.d. Donau
07.10., TBA – Dettelbach
09.10., 19:30 Uhr – Nürnberg

Wir verlosen 1 x 2 Tickets für die Oktober-Termine der Kinotour! Hier geht's zum Gewinnspiel!

Jo: Wir sehen das immer wieder, dass wir die Leute 10 Jahre zurückversetzen können. Da sieht man auch mal einen 30 jährigen Metalltypen, der in der ersten Reihe steht und „Ohne dich“ aus Leib und Seele mitsingt. Wir sind stolz darauf, dass wir das als Band geschafft haben, ohne eine reine Nostalgieband zu sein.

Welche Geschichte steckt hinter dem Cover von eurem aktuellen Album? (Trip)

Mäx: Wir wollten einfach einen guten Tag verbringen. Mit einem guten Fotografen, schönen Frauen, auf einem geilen Hof und dieses High-Gefühl einfangen, das wir in den zwei Jahren hatten, in denen das Album entstanden ist. Dann haben wir ein bisschen konsumiert (lacht) und eine schöne Zeit zusammen verbracht. Am Ende des Tages haben wir dann gesagt: „Hey komm, wir ziehen uns einfach alle aus.“ Wir sind durch die Büsche gerannt, der Fotograf hat abgedrückt und das Foto ist entstanden.

„Ich hau' jetzt ab, ich mach'n Cut“ – Wann habt ihr zum letzten Mal alles stehen und liegen gelassen? (Mantra)

Jo: Das hat man ja im Alltag öfter mal, aber der richtige Cut, den ich Anfang 2015 gemacht habe, daraus ist dann auch der Song entstanden. Da bin alleine nach Südostasien auf Reise gegangen und hab für drei Wochen einfach mal mein Handy ausgemacht und war nicht erreichbar.

In „Mantra“ singst du „Hat schon alles einen irgendeinen Sinn, ich hoff' // Dass ich ihn irgendwann auch find // Auf der Suche, wer ich bin“ – Was hast du auf deiner Reise gelernt? (Mantra)

Jo: Dass ich auch ganz gut allein sein kann und es zum Glück nicht immer zwei Leute braucht. Also natürlich ist es schön, aber man muss auch mit sich selber klarkommen, damit alles Spaß macht.

Was macht einen Menschen jung? (Immer noch jung)

Fabi: Wir sind immer noch jung, also Mitte/Ende 20, obwohl wir jetzt schon 15 Jahre als Band zusammen unterwegs sind. Das ist sicherlich schon einmalig, aber „jung“ ist einfach für uns eine Metapher, dass wir immer noch extrem viel Spaß an dem haben, was wir machen und jeder Auftritt immer noch irgendwie neu ist. Es passieren ständig neue Dinge für uns als Band, die uns immer wieder motivieren. Unser Film ist für uns jetzt auch eine komplett neue Erfahrung, da fühlt man sich einfach immer noch sehr jung.

Immer noch jung Tour 2017
präsentiert von: Schall, Musix, Kulturnews, Westzeit, VIVA, The-pick.de, regioactive.de, Rocket Beans TV
26.10.17 Frankfurt, Nachtleben
27.10.17 Hamburg, Markthalle/Marx
28.10.17 Berlin, Musik & Frieden
03.11.17 Stuttgart, Club Cann
04.11.17 Köln, Underground
17.11.17 Braunschweig, Eulenglück
18.11.17 Dresden, Scheune
16.12.17 München, Backstage-Halle

 

Interview: Alexandra Koch
Teaser-Foto: Pressebild

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