Titelverteidiger

Titelverteidiger: OK KID

Auf eins folgt zwei – das ist soweit ganz logisch. Das dachten sich auch die drei Gießener Jungs von OK KID und nannten ihr zweites Album einfach „Zwei“. Mit SPIESSER-Praktikantin Greta sprach Jonas, Sänger und Texter der Band, über grundlos glückliche Momente, den ersten Gig der Band und brenzlige Situationen im französischen Surfurlaub.

15. April 2016 - 08:32
SPIESSER-Autorin greta_.
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greta_ Offline
Beigetreten: 26.02.2016

Greta: Welche Momente machen dich glücklich? (Bank)

Jonas: Wenn ich Situationen, in denen es mir nicht so gut geht, überstehe, dann bin ich glücklich. Schwere Momente sind oft Antriebskraft für etwas Positives.


Sind seit vielen Jahren ein eingeschworenes Team:
die Jungs von OK KID.
Wie und wo habt ihr euch eigentlich kennengelernt? (Blüte dieser Zeit)

Wir kennen uns schon sehr lange, auch wenn es unsere Band in der Formation noch nicht so lange gibt. Mit Moritz spiele ich aber schon seit 2006 in der gleichen Band, wir feiern also zehnjähriges Jubiläum. Raffi kam ein paar Jahre später dazu. Ich kenne Raffi aber auch schon seit fünfzehn Jahren von Rap-Abenden in Gießen. Raffi spielte damals auch schon Schlagzeug und vor ungefähr sieben Jahren haben wir ihn gefragt, ob er nicht Lust hat, in unsere Band einzusteigen.

Erinnert ihr euch noch an euren ersten Gig? (5. Rad am Wagen)

Ja, das war in Marburg. Wir haben drei Songs gespielt und es war nicht sonderlich viel los. Auf jeden Fall waren wir sehr nervös und aufgeregt.

Habt ihr schon mal versucht, einen englischen Song aufzunehmen? (Ich kann alles)

Nee, das würden wir glaube ich nicht machen. Ich schreibe die Texte für die Band und denke einfach nicht in Englisch. Mein Englisch wäre auch einfach zu schlecht, um in dieser Sprache zu singen. Auf Deutsch kann ich mich ganz anders ausdrücken. Im Englischen kann man mehr kaschieren und drum herum singen und man achtet als Deutschsprachiger nicht so sehr auf den Text. Das macht’s natürlich bei deutschen Texten nicht einfacher, weil ich darauf achten muss, was ich sage. Du kannst noch so ein schönes Lied hören, wenn der Text scheiße ist, findest du den Song scheiße.

Wer hatte denn die Idee mit den Zwergenkostümen in eurem Musikvideo zu „Gute Menschen“? (Gute Menschen)

Auf die Idee kamen wir zusammen mit unserem Regisseur und Kameramann, die Freunde von uns sind. Mit ihnen haben wir uns überlegt, im Video als Gartenzwerge aufzutreten, um so einen Kontrast zu den weniger schönen Bildern in dem Video zu schaffen. Wir wollten das Ganze mit den Zwergen etwas auflockern. Gartenzwerge stehen ja auch für die deutsche Spießigkeit, was gut zum Song gepasst hat.

In welcher Stadt oder auf welchem Festival wollt ihr unbedingt mal spielen? (Kaffee warm Part 3)

Viele Festivalträume von uns sind bereits wahr geworden. Als wir mit der Band angefangen haben, wollten wir unbedingt mal auf dem „Splash“ oder „Hurricane“ spielen. Das haben wir uns tatsächlich schon erfüllt. Ein Traum von uns wäre noch, einmal ein eigenes Festival zu organisieren. Das wäre geil.

An welchen Moment in eurer bisherigen Laufbahn erinnert ihr euch nicht so gerne? (Es ist wieder Februar)

Es gab so eine Situation in Frankreich. Wir sind zwei Jahre nacheinander mit der gesamten Band an den Atlantik zu Surfcamps gefahren. Das war eigentlich ganz cool. Wir haben jeden Abend Musik gemacht und uns durch CD- und T-Shirt-Verkäufe unseren Urlaub finanziert. Ab und zu sind wir auch in Bars aufgetreten. In einer Bar, in der wir auftreten sollten, war allerdings eine holländische Karnevalsveranstaltung, das wussten wir nicht. Wir hatten auch 50 Fans dabei, die wir in Frankreich kennengelernt haben. Das restliche Publikum bestand allerdings nur aus Holländern, die Karneval feiern wollten. Die wurden mit der Zeit richtig aggressiv und haben Stimmung gegen uns gemacht. Wir haben die Show dann abbrechen müssen und hatten zu tun, heil aus der Bar rauszukommen.

Woran sollen eure Fans sich erinnern, wenn sie später an OK KID denken? (Erinnert)

Hoffentlich haben wir etwas zum Soundtrack ihres Lebens beigetragen und im besten Falle halten sie in zwanzig Jahren das aktuelle, zehnte OK Kid-Album in den Händen und hören uns immer noch gern, das wäre das Schönste.

Zwei" von OK KID

VÖ: 08.04.2016
Label: Fourmusic

 

Interview: Greta Jacob
Fotos: Pressematerial Fourmusic

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