Mittagspause mit ...

Trink ’ne Coke mit Felix!

Felix Picker ist jung, erfolgreich und kennt sich in der digitalen Welt aus. Deshalb ist er genau der Richtige für den Job als Social-Media-Manager bei Coca-Cola. Wie es sich anfühlt, für einen der größten Konzerne der Welt zu arbeiten, erzählt er SPIESSER-Autorin Patricia bei Salat und Coke – bei fast drei Grad.

27. Oktober 2015 - 17:18
SPIESSER-Autorin DiemitdemHut.
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DiemitdemHut Offline
Beigetreten: 23.03.2015

Felix, erinnerst du dich noch an deine erste Coke?

Ja, daran erinnere ich mich gut. Ich war mit meinem Dad in den Staaten unterwegs. Damals war ich ein 7-jähriger Steppke. Als wir in Manhattan, New York, waren sagte er: „Junge, wir gönnen uns heute die erste Coca-Cola deines Lebens.“ An die erste Coke erinnert man sich doch immer!

Coca-Cola verzeichnet derzeit 91 Millionen Likes auf Facebook, 16.000 Follower auf Twitter und 5.000 Abonnenten auf Instagram. Was sind deine Aufgaben als Social-Media-Manager?

Man stellt sich beim Social-Media-Manager vor, er sei den ganzen Tag auf Facebook und Twitter unterwegs. Das ist Quatsch. Wir erstellen Strategien für unsere unterschiedlichen Social-Media-Channels, beschäftigen uns mit Krisenkommunikation oder testen neue Formate. Zum Beispiel haben wir letztes Jahr gemeinsam mit einigen YouTube-Stars ein neues YouTube-Konzept ins Leben gerufen, das sich Coke-TV nennt. Das Social Web ist ein Dialogmedium und da finden schon mal Auseinandersetzungen statt. Die Abwechslung ist das, was es so spannend macht.

Social-Media-Marketingstrategien – funktionieren die überhaupt? Und woran lässt sich der Erfolg messen?

Das Schöne am digitalen Raum ist, dass man fast alles messen kann. Ich kann zum Beispiel messen, wie viele Leute auf Twitter mit uns interagieren oder wie viele Leute eine Geschichte auf unserer Plattform lesen und sie teilen. Deshalb muss man sich eher fragen, wie man mit der Masse an verfügbaren Daten umgeht. Mittlerweile haben wir ausgefeilte Methoden, herauszufinden, was gut ankommt. Je nach Produkt geht es darum, Aufmerksamkeit zu generieren oder zu erhalten. Man muss heute ja niemandem mehr erklären, was Coca-Cola ist. (lacht)

Felix Picker

Felix Picker ist 30 Jahre alt und arbeitet seit zwei Jahren als Social-Media-Manager bei Coca-Cola Deutschland. Ursprünglich stammt er aus Sindelfingen bei Stuttgart. In Pforzheim absolvierte
er sein BWL-Diplom und spezialisierte sich auf die Bereiche Marketing und Kommunikation.
Nach dem Studium verbrachte er ein Jahr in Tokio, arbeitete dann in einer Stuttgarter Agentur und kam schließlich zu Coca-Cola.

Welche Kampagne, an der du mitgearbeitet hast, magst du besonders?

Eine Kampagne, an der ich mitgearbeitet habe, ist die Share-a-Coke-Kampagne. Da steht dein eigener Name auf dem Label der Flasche. Zum ersten Mal seit über 125 Jahren steht da nicht mehr „Coca-Cola“, sondern „Felix“ oder „Johanna“. Das war eine Kampagne, von der fast jeder in Deutschland mitbekommen hat, vom Süden bis in den Norden, von jung bis alt.

Hast du schon einmal mit Shitstorms zu tun gehabt?

Das gehört zu meiner Arbeit. Das muss man einmal durchgemacht haben und lernt dann, damit umzugehen.

Du sitzt dann also nicht abends zu Hause mit Bettdecke überm Kopf und weinst?

Nein. Wir haben da gute Strategien und wissen genau, wie wir mit bestimmten Ernstfällen umgehen. Ich werfe dann nicht meine Hände in die Luft und laufe schreiend durch die Gänge.

Und bist du in deiner Freizeit viel im Netz?

Ich mag das Netz und den digitalen Raum! Ich finde, dieses Medium ist ein Spiegel unserer Gesellschaft und Generation. Ich verbringe viel Freizeit damit. Manchmal zu viel. Ich muss mich hin und wieder bremsen und mir sagen: Felix, jetzt mach das mal aus!

 

Text: Patricia Löwe
Fotos: Philipp Reiss

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