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„Und wenn die Welt verbrennt“

Felix und Alisa könnten nicht gegensätzlicher sein. Er malt Menschen mit Kreide wie er sie sieht und kann unglaublich gut kochen. Sie studiert Medizin, möchte von niemandem gesehen werden und ernährt sich von Müsli. Trotz aller Gegensätze verlieben sie sich, aber fehlendes Vertrauen und Geheimnisse bringen das Glück der beiden in Gefahr.

18. Dezember 2017 - 14:35
SPIESSER-AutorIn freedy.beedy.
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freedy.beedy Offline
Beigetreten: 01.08.2017

Worum geht's?

Manchmal triffst du im Leben auf einen Menschen, den du nicht mehr aus dem Kopf bekommst. Für den du da sein willst, über den du alles wissen möchtest, weil er dir so viel bedeutet. Felix geht das so mit Alisa. Schon bei ihrer ersten Begegnung findet er sie interessant und mysteriös. Als sie plötzlich einfach vor ihm steht, malt er sie groß mit Kreide auf einen Platz im Zentrum von München, damit jeder sie sehen kann. Nach dem ersten Date mit Alisa ist für Felix klar, dass er sie nicht mehr vergessen wird. Die beiden werden zu einem unschlagbaren Duo. Alisa unterstützt Felix bei der Verwirklichung seiner Träume, und er kämpft gegen ihre Albträume. Was Felix nicht weiß: Alisa hat ein Geheimnis, das sie niemandem anvertraut. Felix schon gar nicht, denn dann könnte sie ihn für immer verlieren.

Gemeinsam verbringen sie einen wunderschönen Sommer: schlagen zusammen im Park Räder, kochen gemeinsam und laufen an warmen Abenden durch die Stadt. Als die beiden wieder zusammen unterwegs sind, sehen sie ein brennendes Haus. Sie kennen die Menschen, die darin wohnen, nicht, doch plötzlich holt Alisa die Vergangenheit wieder ein. Mit Albträumen von Feuer und Ameisen. Und nicht nur die Albträume kehren zurück, auch Alisas Bruder Adrian tritt unerwartet und unerwünscht wieder in ihr Leben. Die Beziehung von Felix und Alisa steht vor der Zerreißprobe: Ist ihr Vertrauen zueinander stärker als das dunkelste Geheimnis?

Wer steckt dahinter?

Ulla Scheler ist eine talentierte junge Autorin, die 2017 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde. Ich konnte das Buch „Und wenn die Welt verbrennt“ am Ende nicht mehr aus der Hand legen, weil die Spannung um Alisas Geheimnis so gut aufgebaut wird. Ich werde auf jeden Fall auch Ulla Schelers ersten Roman „Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen“ lesen!

Ulla Scheler wurde 1994 in Coburg geboren und liebte Bücher seit ihrer Kindheit. Momentan studiert sie Informatik in Karlsruhe und schreibt hoffentlich an ihrem dritten Roman.

Kurz und knapp oder dicker Schinken?

Mit 432 Seiten ist „Und wenn die Welt verbrennt“ für Lesefaule ein dicker Schinken, aber man soll ja nicht nach dem Äußeren urteilen. Der Roman ist wie ein Tagebuch aufgebaut, man liest jeweils die Perspektive von Felix oder Alisa. Dadurch sind manche Kapitel grade mal ein halbe Seite lang oder es steht nur ein Satz auf einer Seite.

Und wenn die Welt verbrennt

Autor: Ulla Scheler
Verlag: Heyne Verlag
Veröffentlichung: 18. September 2017
Seitenzahl: 432

Für die Bahn, den Sessel oder den Pausenhof?

Das Buch ist in sich in drei Teile gegliedert. Den ersten Teil kann man auf jeden Fall überall genießen. Den zweiten und dritten Teil empfehle ich gemütlich zuhause zu lesen, denn es könnte zu Gefühlsausbrüchen kommen.

Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie schwer ist es, das Buch wegzulegen?

Manchmal war es anstrengend weiter zu lesen, besonders wenn Felix oder Alisa wieder in einer Lebenskrise stecken. Dennoch wird die Spannung durch Alisas Geschichte erhalten und man möchte am Ende unbedingt wissen, was es mit ihren teilweise verworrenen Gedankengängen auf sich hat. Von mir bekommt das Buch eine 8.

Wem borgt man es als erstes?

Guten Freunden, die außergewöhnliche Liebesgeschichten mögen, aber Kitsch nicht vertragen.

 

Lieblingszitat:

„Etwas in mir reißt. Und dann, als wäre – klick – ein Schalter umgelegt: Schon einmal bin ich so dagestanden. Ich weiß, wie das aussieht, wie Asche schmeckt. Ich weiß, dass der Rauch eines unkontrollierten Brandes schwarz ist, und ich weiß, dass die Feuerwehr ab einem gewissen Punkt nur noch die umliegenden Häuser mit Wasser kühlt, damit sie nicht auch noch Feuer fangen.“ (S. 164)

In drei Worten:

geheimnisvoll, gefühlsstark, außergewöhnlich

 

Text: Frieda Rahn
Teaserbild: Anja Nier

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