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Was hat Mathe mit Seifenblasen zu tun?

Was genau hat World of Warcraft eigentlich mit Zahlen zu tun? Wenn es nach den Wissenschaftler bei „MathInside“ geht, eine ganze Menge. Mehrere hundert Schüler konnten sich in Berlin davon überzeugen.

08. Februar 2010 - 21:35
SPIESSER-Autorin epsle.
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epsle Offline
Beigetreten: 25.04.2009

Ob Computer, Flugzeuge, Handys oder PC-Spiele – sie alle haben eine Gemeinsamkeit: Ohne Mathematik wären sie nicht entstanden. Heutzutage sind wir in unserem Alltag überall von hoch entwickelter Technik umgeben. Wenn Technik die Hardware ist, dann liefert angewandte Mathematik gewissermaßen das Betriebssystem.

Mathe gibt es nicht nur im Schulbuch

Das DFG-Forschungszentrum „Matheon – Mathematik für Schlüsseltechnologien“ erklärt in der Vortragsreihe „MathInside“ in der Berliner Urania, wo überall Mathe drinsteckt. So erfahren Schülerinnen und Schüler der 10.–13. Klasse, dass Mathematik nicht nur im Schulbuch vorkommt. Wo Pläne und Regeln sind, ist immer auch Mathematik mit enthalten.

Mathematik und Diamanten?
Mathe kann spannend sein. Foto: Maria Krausch

Über 100 Schüler sitzen im Dunkeln und lauschen – nicht so desinteressiert, wie man es aus der Schule kennt – denn sie hören interessiert dem  jungen Forscher zu, der über „Seifenblasen und Polyeder“ spricht. Ein Polyeder, ähnlich wie ein Diamant geschliffen, glitzert nämlich genauso schön wie eine Seifenblase. Ein Raunen geht durch den Raum, als er erklärt, wie es zu so etwas kommt.

Viele komplizierte Abläufe, z. B. in der Verkehrsplanung oder der computergestützten Chirurgie, sind ohne Mathematik nicht denkbar. MathInside präsentiert lebendig und anschaulich Anwendungsbereiche, in denen Mathematik enthalten ist, auch wenn es auf den ersten Blick nicht immer so aussieht.

„Ey Mann, also ehrlich gesagt, dass World of Warcraft auch auf 90 Prozent Mathe basiert, hätte ich echt nicht gedacht.“ So klingt das Kommentar eines hochgewachsener Basecap-Träger aus der 10. Klasse. „Mein Vater ist Ingenieur, darum habe ich schon länger mit dem Gedanken gespielt, Mathe zu studieren. Die Vorträge hier haben mich noch mehr dazu gebracht.“

An drei Tagen im Jahr können Jugendliche die spannenden Vorträge in der Urania Berlin besuchen. Bei einem Adventskalender vor Weihnachten konnten Laptops gewonnen werden. So gab es in der Klassenstufe 5–7 und in der Klassenstufe 10–13 glückliche Weihnachtsgewinner. Über 16.000 Mitspieler haben mitgemacht. 

Spaß mit Zahlen & Co?
Wird Mathe tatsächlich populärer? Foto: Maria Krausch

Es sind Zahlen wie diese, die verraten, dass Mathematik tatsächlich immer populärer wird, langsam sein Nischendasein verlassen kann und manchmal auch Spaß macht. Nur der Mädchenanteil, der zum Beispiel beim Wettbewerb  mit 45 Prozent noch immer hinter den Jungs zurücklag, könnte noch wachsen.

Doch nach diesem Vortrag ist es für manch eine Schülerin sicher deutlicher geworden,  dass es sich bei Mathematik nicht immer nur um eine abstrakte Quälerei handelt, sondern um eine Vielzahl spannender und interessanter Anwendungen, die als abwechslungsreich und durchaus nicht spröde empfunden werden können.

Einen großen Anteil daran tragen die jungen, motivierten Forscher, die in den Schulveranstaltungen für ihre Leidenschaft auch zu begeistern wissen. So sind es keine langweiligen Horrorvorträge, die von Professoren gehalten werden, deren Lehrmethoden noch aus der Steinzeit sind, sondern spannende Themen, die von Menschen dargebracht werden, die wissen, wovon sie sprechen.
 

Das Vorschaubild ist von Rainer Sturm und kommt von www.pixelio.de

 Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der Initiative „MINT – Zukunft schaffen“.

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