Kissenschlacht

„Wir sind Lauchs!”

Vom Poetryslam zur Musikerkarriere: Max Kennel und Jonas Meyer sind zusammen „Das Lumpenpack“. Mit SPIESSER-Autor Jan sprachen die beiden über Berufsbezeichnungen, Starrummel und das „Haifischbecken“ Showgeschäft.

22. Mai 2018 - 09:39
SPIESSER-AutorIn JanD.
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JanD Offline
Beigetreten: 23.02.2015

Jan: Was seid ihr eigentlich? Was ist eure offizielle Berufsbezeichnung?

Max: „Das Lumpenpack“ ist wahrscheinlich eine Band und, wenn man es so rum aufzieht, sind wir dann wahrscheinlich Musiker. Aber eigentlich sind wir eher Entertainer. Das ist so die treffendste Berufsbezeichnung.

Jonas: Wir kommen über die Musik und schaffen es darüber in verschiedene Metiers, wie Kabarett oder Comedy.

Aber wenn ihr jetzt eurer Oma erklären müsst, was ihr eigentlich beruflich macht …

Jonas: Dann sag ich: „Ich habe studiert, auf Lehramt.“ (lacht)

Max: Zum Glück sind unsere Eltern auch sowas wie Fans. Ich glaube, das war am Anfang ein bisschen schwierig, das denen schmackhaft zu machen, dass man das Studium jetzt zwar bis zu einem gewissen Grad fertig gemacht hat, aber doch etwas ganz anderes probiert. Dann haben sie zum Glück angefangen das zu mögen und dementsprechend müssen wir da keine Geheimnisse haben.

Das Lumpenpack
aus der Poetryslam-Szene. Seit 2012 sind sie gemeinsam als „Das Lumpenpack“ unterwegs – zunächst im Poetryslam-Rahmen, mittlerweile auch als Singer Songwriter und Comedy-Duo. Im April könnt ihr Max und Jonas hier live erleben:
10.4. | Frankfurt (Main)
11.4. | Bielefeld
12.4. | Köln
14.4. | Krefeld
15.4. | Göttingen
17.4. | Dresden
18.4. | Leipzig
19.4. | Berlin
20.4. | Hamburg
21.4. | Münster
22.4. | Bremen
24.4. | Paderborn
25.4. | Essen
26.4. | Darmstadt
27.4. | Mannheim
28.4. | Ingolstadt
29.4. | Bamberg
Also alles richtig gemacht?

Jonas: Ich empfehle das nicht, es ist mit viel Arbeit verbunden! Du bist für alles verantwortlich, was passiert. Wenn Du faul bist, dann passiert nix.

Das Motto des Heftes ist ja passenderweise „Survival of the fittest“ — nehmt ihr das Showgeschäft denn auch so als Haifischbecken wahr?

Max: Haifischbecken ist vielleicht zu viel gesagt, aber man muss dranbleiben.

Jonas: Definitiv muss man Durchhaltevermögen haben. Das Haifischbecken, das es früher mal war, ist es, glaube ich, nicht mehr, weil das Internet Möglichkeiten bietet dich auch selbst zu vermarkten ohne ein großes Label oder Management.

Werdet ihr mittlerweile erkannt auf der Straße?

(beide lachen)
Jonas: Wenn wir alleine sind, passiert das nicht so oft, wenn wir zusammen sind, dann eventuell schon. In Heidelberg kam ein Typ auf mich zu, mega begeistert, meinte: „Ich kenn dich, du bist von „Lumpenpack“, oder? Du bist Max, oder?“

Max: Wir werden erkannt, aber noch auf eine sehr seltsame Art und Weise. Neben mir saß neulich jemand in der S-Bahn und ich merkte, er erkennt mich, kann es aber nicht so genau zuordnen. Dann schau ich später zu ihm rüber und sehe, wie er unser Pressebild lädt, um sich zu vergewissern, dass ich es wirklich bin. Das ist so das Level.

Stichwort Gesundheit: Einer eurer Songs heißt „Heilpraktiker“ — wie kommt man darauf so einen Song zu machen?

Jonas: Warum wird man überhaupt Heilpraktiker?

Max: Diese ganze Alternativmedizin ist eine total angesagte Sache für einen Teil unserer Klientel und es ist einfach ein zeitgeistliches Thema. Konkret sind wir drauf gekommen, weil wir in einem anderen Song einen Witz über Heilpraktiker hatten und der hat immer sehr gut funktioniert. Da haben wir gesagt, lass uns das Thema ausschlachten.

Jonas: Da hat man gemerkt, dass Menschen das Bedürfnis haben über Heilpraktiker zu lachen. Also haben wir ihnen dreieinhalb Minuten gebaut, in denen sie über Heilpraktiker lachen dürfen.

Kissen gewinnen!
Zum Ausruhen nach schweißtreibenden Leistungen verlosen wir drei Kissen mit den Unterschriften von „Das Lumpenpack“. Zum Gewinnspiel geht´s hier!
Wie schafft ihr es eigentlich auf Tour fit zu bleiben?

Max: Wir schaffen es erstaunlich gut fit zu bleiben.

Jonas: Wir sind wahnsinnig viel auf Achse, du hast permanent so ein Stresslevel. Das heißt so richtig abhängen ist ganz selten drin. In der Freizeit machen wir auch tatsächlich einfach Sport und gehen dann was machen, wenn die Zeit mal da ist. Wir machen die neue Tour, da spielst du zwölf Termine am Stück und da musst du schon jeden Abend liefern. Dafür musst du fit sein. Aber guck uns an, wir sind jetzt nicht die Über-Maschinen. Wir sind Lauchs! Wir können essen, was wir wollen, wir setzen jetzt nicht so krass an.

Hirnfitness gewissermaßen.

Jonas: Und wir sind dann schon auch kompetitiv, wir haben dann schon Bock die anderen zu besiegen. Wir denken dann dreimal zu viel nach, um den anderen irgendwie zu schlagen.

Text: Jan Duensing
Fotos: Sara Lodeserto
Kamera: David Brückner

Schnitt: Karin Zasada
Teaserbild: Lena Schulze

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