Schmökern

„Wir zwei in
fremden Galaxien“

Was, wenn man auf einem Raumschiff geboren wurde und dort auch sterben soll? Natürlich nicht ohne vorher ein paar Kinder in die Welt zu setzen, um die „Mission“ zu garantieren. Zu allem Überfluss, wird auch noch der Lebenspartner anhand genetischer Kompatibilität für einen ausgesucht. Klingt irgendwie unromantisch? Weit gefehlt!

25. August 2017 - 09:43
SPIESSER-Autorin piapan.
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piapan Offline
Beigetreten: 25.06.2014

Worum geht's?

Ein Raumschiff, die „Ventura“, auf einer 700-jährigen Reise durch das Weltall. Die Mission ist, den Erstkontakt mit einer fremden Spezies herzustellen. Um 700 Jahre unterwegs sein zu können, müssen die Menschen sich fortpflanzen. Daher gibt es ein strenges „Zuchtprogramm“, das Herzstück der Mission. Die 17-jährige Seren fordert dieses System heraus: Indem sie sich verliebt. Und dann ist da noch Huxley 1, ein unbekannter Planet, der vielleicht die Rettung ist, wenn man auf ihm leben kann.

Wer steckt dahinter?

Die geheimnisvolle Kate Ling. Man erfährt, dass sie viele Reisen unternommen hat und Britin ist. Auf ihrer Website bespricht sie andere Bücher (auf Englisch). Außerdem hat sie zwei Töchter und ist verheiratet.

Kurz und knapp oder dicker Schinken?

330 Seiten, die sich sehr schnell und fluffig weglesen lassen. Der zweite Teil ist schon auf Englisch erschienen und heißt „The Glow of Fallen Stars“.

Wir zwei in fremden Galaxien

Autor: Kate Ling
Verlag: Bastei Lübbe
Veröffentlichung: Februar2017
Seitenzahl: 332

Für die Bahn, den Sessel oder den Pausenhof?

Für die Bahn auf jeden Fall! Sessel wäre auch eine Idee. Wenn man auf dem Pausenhof gerne nicht ansprechbar ist, ginge auch das, denn gegen Ende nimmt die Geschichte ziemlich Fahrt auf und dann ist der erste Teil auch schon vorbei. Jedenfalls ist es kein Erotikthriller, man kann sich mit dem Cover sehr gut in der Öffentlichkeit bewegen.

Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie schwer ist es, das Buch wegzulegen?

Es ist schwer, aber nicht unmöglich. Also eine 8. Serens Mut und ihre lakonische Art sind mitreißend. Die Liebesgeschichte zwischen Dom und Seren entspinnt sich zwar ziemlich schnell, aber das muss kein Nachteil sein.

Wem borgt man es als erstes?

In meinem Fall der jüngeren Schwester und allen Weltraumromantikern und -romantikerinnen, die man so kennt. Oder allen, die sich mal kurz wegbeamen wollen. Wenn man zurückkommt, wird man die Erde mit Serens Augen sehen: Ein fruchtbarer Planet voller Sauerstoff und Nahrung und Platz und Milch und Honig.

Lieblingszitat:

„Irgendwann wache ich auf, keine Ahnung wieviel später. Ich nehme an, dass ich tot bin. Bin ich aber nicht.“

In drei Worten:

Romantisch, Mutig, Ungestüm

 

Text+Teaserbild: Patricia Linß

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