Kinofeeling

„You are wanted“

Der Strom fällt aus, jemand hackt persönliche Daten und ändert den gesamten Lebenslauf. Und schon gehört man einer terroristischen Vereinigung an, obwohl man nur ein unschuldiger Hotelmanager und Familienvater ist.

12. September 2017 - 09:16
SPIESSER-Autorin breakfastatspiesser.
Deine Bewertung bewertet mit 5 5 basierend auf 1 Bewertungen
breakfastatspiesser Offline
Beigetreten: 28.07.2017

Worum geht's?

Lukas Franke (Matthias Schweighöfer), Hotelmanager sowie Vater eines kleinen Jungen, ist gerade dabei seiner Arbeit nachzugehen, als plötzlich die gesamte Stadt im Dunkeln sitzt. Denn Hacker haben den Strom abgestellt und sind nun dabei sich an seine persönlichen Daten zu machen. Sie ändern seinen Lebenslauf, sodass er sich auf ein mal mit den Vorwürfen konfrontiert sieht Teil einer terroristischen Vereinigung zu sein und - was auch sonst - eine Bombe zu bauen. Die Dinge überschlagen sich und während er versucht seine Unschuld zu bezeugen gerät er immer mehr in das Netz der Täter, welche nun auch seine Familie bedrohen. Doch selbst diese und seine Freunde beginnen an seinem Verstand zu zweifeln.

Unverhofft findet er Lena Arandt (Karoline Herfurth), die selber Opfer der Hackerattacke geworden ist. Zusammen versuchen sie den Tätern auf die Spur zu kommen. Doch je näher sie ihnen kommen, desto mehr wird Lukas das gesamte Ausmaß der Situation klar.

Auf einen Blick
Action: ✪ ✪ ✪ ✪
Romantik: ✪
Humor: ✪
Niveau: ✪ ✪ ✪
Bildungsfaktor: ✪

Wer spielt mit?

Als erstes natürlich Matthias Schweighöfer, der nicht nur selber mitspielt sondern auch Regie geführt hat. Wer „Fack Ju Göhte“ kennt, dem wird auch Karoline Herfurth ein bekanntes Gesicht sein und Tom Beck macht hier, wie auch in „Cobra 11“, eine gute Figur. Außerdem spielen noch Alexandra Maria Lara, Edin Hasanovic und Catrin Striebeck mit.

Filmischer Augenschmaus?

Die Serie überzeugt durch ihre spannungserzeugenden Kamerawinkel und -einstellungen. Außerdem erzeugen die Farbgebung und der Kontrast ein konstantes Gefühl von Unbehaglichkeit, als würde man selber verfolgt. Was auch noch sehr gut gewählt wurde, sind der Sound und die Musik.

Gibt’s was zu meckern?

Trotz der hübschen Verpackung lässt die Serie im Inhalt etwas zu wünschen übrig. Die Dialoge wirken oft zu primitiv und die Handlung könnte nicht überspitzter sein. Natürlich ist das Genre „Thriller“, aber es erscheint mehr als wäre der Versuch, so viel Spannung und Action wie möglich reinzuquetschen, misslungen.

Braucht man Taschentücher?

Alle sehr Zartbeseiteten unter uns sollten eventuell die Papiertaschentücher in der Nähe behalten, ansonsten gibt's aber nichts was viele Heulkrämpfe auslösen wird.

Mit wem angucken?

Es lohnt sich die Serie mit den Fans von Schweighöfer & Co anzuschauen, denn die werden hier auf ihre Kosten kommen. Aber auch Verschwörungstheoretiker und Thriller-Liebhaber können nach Lust und Laune mitfiebern.

Komplette 1. Staffel auf DVD zu gewinnen!
Wir verlosen ein 3x die Serie auf DVD! Hier geht's zum Gewinnspiel!

 

Was macht man danach?

Einen Virencheck auf allen Ebenen.

In 3 Worten:

düster, mitreißend, dramatisch

Große Leinwand oder kleiner Bildschirm?

Für die große Leinwand reicht die Thrillerserie definitiv noch nicht, sie ist einfach zu überspitzt und wirkt zu gewollt dramatisch.

Mainstream oder Independent?

Man hat den Inhalt schon so oder ähnlich in anderen Serien und Filmen gesehen, ist jetzt also nichts ganz neues. Auch die Schauspieler sind die typischen Gesichter, die in Deutschland und außerhalb sofort erkannt werden. Deshalb fällt die Entscheidung auf Mainstream.

You are wanted

Regie: Matthias Schweighöfer
Darsteller: Matthias Schweighöfer, Karoline Herfurth, Tom Beck, Catrin Striebeck, Alexandra Maria Lara, Louis Hofmann, Lucie Aron, Katrin Bauerfeind, Edin Hasanovic
Erscheinungsdatum: 7. September 2017 auf DVD, Blu-Ray & 4K Ultra HD
Länge: 269 Minuten
Genre: Thriller
FSK: 12

 

Text: Rebekka Hörnig
Bildmaterial: © 2017 Warner Bros. Entertainment Inc. All rights reserved

Dir gefällt dieser Artikel?

Kommentare

Jetzt bist du dran!
Mehr zum Thema „Kinofeeling
  • freedy.beedy
    Kinofeeling

    Amelie rennt

    „Wenn ich fluche, merke ich, dass ich atme…“ und Amelie flucht sehr viel! SPIESSER-Redaktionspraktikantin Frieda hat beim Anschauen des Films ihren Wortschatz um einige Schimpfwörter erweitern können.

  • freedy.beedy
    Kinofeeling

    Logan Lucky

    Wenn in deinem Leben alles so richtig schief läuft, dann schnapp dir einen Häftling, gib ihm hartgekochte Eier, ein bisschen Bleichmittel und Gummibärchen – er wird dir zu deinem Glück verhelfen. SPIESSER-Redaktionspraktikantin Frieda über zwei ganz besondere Pechvögel.

  • sophielorraine.senf
    Kinofeeling

    Jugend ohne Gott

    Intelligenztests, Konkurrenzkampf, Leidensdruck – der Streifen erzählt von einer Leistungsgesellschaft ohne Miteinander und Wertgefühl. Eine filmische Dystopie, die in naher Zukunft spielt, aber erstaunlich viel Jetzt-Zeit-Gefühl hervorruft. Sehenswert? Das berichtet euch SPIESSER-Autorin Sophie.

  • freedy.beedy
    Kinofeeling

    Als Paul über
    das Meer kam

    …hatte er eine lange und beschwerliche Reise hinter sich. Mit viel Hoffnung hat er sie begonnen und ist dabei an körperliche und reale Grenzen gestoßen. SPIESSER-Redaktionspraktikantin Frieda über eine Dokumentation, die den Glauben an die Menschheit genauso erschüttert, wie sie ihn aufbaut.

  • filmfreak
    5
    Kinofeeling

    Tigermilch

    Zwei Mädels, eine Hauptstadt, die Sommerferien – Nini und Jameelah haben sich einiges für DEN Sommer vorgenommen. Doch dann kommt alles anders und plötzlich steht alles still – ihre Pläne, ihre Zukunft, ihr Leben.

  • Pamina96
    Kinofeeling

    Atomic Blonde

    1989: Berlin steht kurz vor dem Mauerfall. Die politischen Konflikte sind spürbarer denn je. Im Untergrund der angespannten Lage agiert die platinblonde Agentin Lorraine Broughton, verführerisch wie eine Femme Fatale, zugleich so unerbittlich und kampferprobt wie ein Killer. SPIESSER-Autorin

  • cucumber
    5
    Kinofeeling

    The Promise –
    Die Erinnerung bleibt

    Mikael ist jung, talentiert, ambitioniert und Armenier. In Aussicht auf ein besseres Leben für seine Familie geht er als Medizinstudent vom Lande nach Istanbul, um dort Arzt zu werden. Doch dort gerät er in die Wirren des Ersten Weltkrieges und muss erleben, wie seine Herkunft sein weiteres Leben bestimmt.

  • Individuot
    5
    Kinofeeling

    KEDI – von Katzen und Menschen

    Als die eigentlichen Herren der Stadt streifen Katzen zu Tausenden durch Istanbul. Frei und frech machen sie sich die Straßen und Lokale zu ihrem Zuhause. SPIESSER-Redakteurin Polina über die außergewöhnliche Liebeserklärung an die schnurrenden Vierbeiner.

  • freedy.beedy
    5
    Kinofeeling

    Der 101-Jährige

    Alte Männerhintern, wiedergefundene Sexualität und ganz viel Brause – „Der Hundertundeinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand“, eroberte die Kinoleinwand und die Lachmuskeln. SPIESSER-Redaktionspraktikantin Frieda über das Comeback des Hundertjährigen.

  • cucumber
    Kinofeeling

    Einmal bitte alles

    Jung, verträumt, voller Hoffnung und Idealismus durch das Leben schreiten. Diese ambitionierten Zeiten sind für Isi längst vorbei und nur noch Erinnerungen. Zwischen Anti-Hipstertum und dem hundertsten unbezahlten Praktikum muss sie sich der Gegenwart stellen.

  • Individuot
    Kinofeeling

    „Ich bewerte meine Figuren nicht.“

    In „Einmal bitte alles“ verkörpert Luise Heyer die sehr liebenswerte, manchmal aber auch etwas rücksichtslose Isi. SPIESSER-Redakteurin Polina hat mit Luise Heyer über diese Rolle, ihre Schauspielkarriere und zukünftige Projekte gesprochen.

  • Kalendermensch
    Kinofeeling

    Das Pubertier

    Der Film „Das Pubertier“ soll eigentlich genau die Zeit skizzieren, die SPIESSER-Autor Vincent gerade durchläuft. So sollte er der deutschen Komödie eigentlich viel abgewinnen können. Eigentlich. Was er hingegen herausfindet, ist, wie ein guter Plot gnadenlos in die Hose gehen kann.

  • filmfreak
    5
    Kinofeeling

    Film ab!

    Roter Teppich, Promis und Weltpremieren. Auch auf dem 35. Münchner Filmfest gab es mehr zu sehen, als nur Filme. Ein Erfahrungsbericht von SPIESSER-Autor Jonathan.

  • juli_yuki
    Kinofeeling

    Axolotl Overkill

    Die 16-jährige Mifti erlebt so einiges: Sie geht eher auf Partys als in die Schule, nimmt Drogen und hat mit fast doppelt so alten Frauen und Männern Sex. Die Buchverfilmung ist verwirrend. Ob das gut oder schlecht ist, verrät euch SPIESSER-Praktikantin Juliane.

  • BibiBernhard
    Kinofeeling

    Sommerfest

    Schon das Filmplakat betitelt „Sommerfest“ als einen Film „Für alle Jugendlieben“. Ob er als Hommage an die ersten Schmetterlinge im Bauch mithalten kann, weiß SPIESSERin Bianca.

  • cucumber
    Kinofeeling

    Der wunderbare
    Garten der Bella Brown

    Ein sonderbares Mädchen und ihr verwilderter Garten. Die Kollision von Bella mit ihrem geordneten Umfeld geschieht unvermittelt: Plötzlich sind da Menschen, die in ihrem Garten stehen. Nach und nach blüht etwas, wenn auch krumm, schief, verrückt und unverhofft.

  • cucumber
    Kinofeeling

    Verborgene Schönheit

    Ein Drama über die großen Gefühle, zwischen Trauer, Schicksal, Freundschaft und der gezogenen Notbremse dreier Kollegen, die ihrem Freund die Rückkehr ins Leben auf unkonventionelle Weise ermöglichen wollen.

  • Der Mann den Sie Pfirsich Nannten
    5
    Kinofeeling

    Born To Be Blue

    In „Born To Be Blue“ zeigt Ethan Hawke die ganze Klaviatur der Schauspielkunst und der Film beweist, dass es auch Sex, Drugs und Jazz sein kann, nicht immer nur Rock'n'Roll.

  • juli_yuki
    Kinofeeling

    Embrace – Du bist schön

    Der Körper – etwas, über das fast jede Frau meckert. Auch die Autorin und Produzentin von „Embrace“ Taryn Brumfitt fühlte sich unwohl mit ihrem Körper und versuchte abzunehmen. Aber erst als sie aufhörte, ihren Körper zu bemängeln, begann sie glücklich

  • juli_yuki
    Kinofeeling

    Before I Fall

    Was würdest du an einem sich immer wieder wiederholenden Tag tun? Das erlebt das It-Girl Sam genau an ihrem Todestag und versucht alles, um den Teufelskreis zu durchbrechen. Ob es sich rentiert, den langen deutschen Filmtitel „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“

  • cucumber
    Kinofeeling

    Rosemari

    Ein neugeborenes Baby auf dem Boden der Hoteltoilette, eine untreue Frischvermählte, der andere Mann und die Hochzeitsgesellschaft samt Angetrautem eine Etage höher. Ein gefühlvolles, norwegisches Drama entspinnt sich aus diesem skurrilen Situationskonglomerat.

  • cucumber
    Kinofeeling

    Zwischen den Stühlen

    Drei ambitionierte Lehramtsstudenten, drei verschiedene Charaktere im Referendariat. Drei Geschichten vom Lehrerwerden und den Hürden des Alltags in deutschen Schulen.

  • Individuot
    Kinofeeling

    Möge das Nerdwissen mit euch sein

    1977 kam der erste Star Wars-Film „Star Wars Saga” in die Kinos und eröffnete mit einem Paukenschlag den Beginn einer zeitlosen, mythologischen Geschichte von Gut gegen Böse. 40 Jahre später wollen wir euer Wissen rund um die Star Wars Filme testen: Is the Force with you?

  • cucumber
    Kinofeeling

    Honigfrauen

    Balaton, 1986. Das Paradies für die beiden jungen Schwestern Maja und Catrin aus der DDR. Ihre heile Welt voller Träume und schwesterlicher Einigkeit bleibt jedoch nicht lange bestehen, denn schnell entdecken die beiden Mädchen, dass ihre „heile Welt“ auch unter Sonne und Strand Risse bekommt.

  • Kirschblütenrot
    5
    Kinofeeling

    Guardians of the
    Galaxy Vol.2

    Turn the Music up! Wenn zu abgedrehter Weltraumaction rockige 70er Jahre Musik ertönt, wissen wir: Die wohl populärsten Helden der Galaxie sind wieder da! Ob Teil zwei der rasanten Weltraumkomödie mit dem Erfolg des ersten Films mithalten kann, weiß SPIESSER Autorin Stephanie.

  • judith.itright
    Kinofeeling

    The Founder

    „McDonald’s“ ist uns allen ein Begriff – die einen lieben es, die anderen verachten es. Aber wie ist die Kette eigentlich entstanden? „The Founder“ erzählt die interessante Geschichte leider nicht ohne einige Längen.

  • Der Mann den Sie Pfirsich Nannten
    5
    Kinofeeling

    Verleugnung

    In postfaktischen Zeiten, in denen wir die Freiheit der Meinung als Deckmantel von Fake News enttarnen müssen, zeigt „Verleugnung“ wie es gehen kann.

  • cucumber
    Kinofeeling

    Ein Dorf sieht schwarz

    1975: Eine Familie zieht in ein nordfranzösisches Dorf. Klingt zuerst eher unspektakulär, wäre da nicht der kleine aber feine Unterschied, dass die Familie Zantoko heißt und aus dem Kongo stammt. So sehen die Einheimischen Schwarz und das gleich bei einer ganzen Familie.

  • juli_yuki
    5
    Kinofeeling

    Tiger Girl

    Mit „Tiger Girl“ kommt ein deutscher Film in die Kinos, den es noch nie zuvor so gab. Das Team von „Love Steaks“ arbeitete auch bei dieser Produktion wieder mit improvisierten Dialogen. Daraus entstand eine fiktive, Gewalt und Action geladene Story, die das neue Genre „Martial

  • annaweigelt
    Kinofeeling

    Free Fire

    Schieß oder stirb! Mit „Free Fire“ bringt Ben Wheatley einen Film in die Kinos, der nur so vor schwarzem Humor und Hülsenpatronen trieft. Mit Martin Scorsese als Co-Produzent kann der Film gar nicht anders als ein voller Erfolg werden, findet SPIESSER-Autorin Anna.