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Schwerpunkt

Zwischen Unikursen, Bodensee und Maskenball

Marie, 19, und SPIESSER-Autorin Annette, 21, studieren an der gleichen Uni, der Zeppelin Universität in Friedrichshafen. Auf dem Campus haben sie sich zwar schon mal gesehen, aber noch nie unterhalten. Das holen sie jetzt nach – und ziehen ein Resümee.

24. Oktober 2012 - 11:21
SPIESSER-Autorin Bananenschale.
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Bananenschale Offline
Beigetreten: 24.01.2011

Dieser Beitrag entstand
in Zusammenarbeit mit
der Zeppelin Universität.

Annette: Wie kommt es, dass du dich für die ZU entschieden hast? Du bist ja erst im zweiten Semester – da ist die Entscheidung ja noch nicht so lange her.

Marie: Als ob du mit deinen drei Semestern so viel weiter wärst!

Annette: Okay, stimmt – bei mir wars jedenfalls so, dass mich das Gesamtpaket überzeugt hat. Das Studienfach ist natürlich sehr wichtig – ich studiere Communication & Cultural Management, ein Fach, das es so nicht noch einmal in Deutschland gibt – aber auch dass die Uni verhältnismäßig klein ist und ich nicht unter 400 anderen Kommilitonen untergehe.

Was ZUm Henker...

Die Zeppelin Universität hat sich auf die Fahnen geschrieben, ein Ort zu sein, „an dem die Wissenschaften in den Dialog gehen und Lehrende und Lernende miteinander im Gespräch sind – und nicht gegeneinander." Alle Infos zu Studiengängen und dem Studienstart im Januar und September 2013 findet ihr hier.

Marie: Bei mir wars auch der Studiengang: Sociology, Politics & Economics. Ich habe mich nach der elften Klasse umgeschaut und das Fach war einfach überzeugend.

Annette: Zum Glück sind unsere Studiengänge auch interdisziplinär angelegt. Das heißt, es gibt noch mehr zu lernen, als nur das, was im eigenen Lehrplan steht. Wirtschaftswissen- schaftler können kulturwissenschaftliche Kurse wählen und ich habe zum Beispiel schon Vorlesungen über die Grundlagen von BWL, öffentliche Verwaltung und bürgerliches Recht hinter mir.

Marie: Im ersten Jahr, dem Zeppelin-Jahr, ist es bei uns sogar Pflicht, Veranstaltungen von anderen Studiengängen zu besuchen. Für mich persönlich war das nicht so einfach, weil mir die Themen nicht so lagen – auch wenn ich gerne etwas aus anderen Fächern mitnehmen will.

Annette: Ist ja nicht so schlimm – dadurch dass wir acht statt der gewöhnlichen sechs Semester studieren, ist unser Studium ja ein bisschen entschleunigt und du musst dir nicht so viel Stress machen.

Marie: Genau. Und nach G8 an der Schule hatte ich auch wirklich genug von Stress und wollte endlich einmal Zeit haben, bei Themen, die mich interessieren, in die Tiefe zu gehen.

Annette: Dafür hast du aber im Gegensatz zu mir nicht im Winter angefangen und konntest gleich den schönen Frühling am Bodensee genießen.

Marie: Hehe! Ja, wer im Januar anfängt, muss nicht die ersten Monate in der neuen Umgebung mit grauer Nebelsuppe und Kälte fertig werden.
Anfangs war Friedrichshafen aber trotzdem ein kleiner Kulturschock für mich – ich komme ursprünglich aus München. Dagegen ist Friedrichshafen schon ein extremer Kontrast. Aber ich habe schnell Anschluss gefunden, gerade weil es hier kleiner ist als anderswo. Ich verbringe sehr viel Zeit mit meinen Mitstudenten – dann ist auch das Heimweh vergessen!

Annette: Stimmt, Kommilitonen werden hier zu deiner Familie. Zum Beispiel organisieren wir gerade mit vielen anderen Studenten den Maskenball zu Halloween. Der ist inzwischen schon jährliche Tradition.

Sechs Studierende erklären ihre Universität

Nicht nur Marie und Annette reden über die Zeppelin Universität. Aber seht selbst.

Marie: Kämpfst du denn mit Vorurteilen, weil du an einer privaten Uni bist?

Annette: Eigentlich nicht. Es gibt zwar einige, die die Augenbrauen runzeln, wenn ich erzähle, dass ich an einer privat finanzierten Uni studiere. Aber ich finde es einfach angenehm – weil die Uni so persönlich ist, dass man sich mit der Soziologieprofessorin bei einem Kaffee in der Mensa verquatschen kann. Außerdem studieren hier wegen des individuellen Auswahlverfahrens Leute mit den unterschiedlichsten Hintergründen – das ist echt bereichernd.

Marie: Ich wüsste auch einfach nicht, wie ich effizient studieren könnte, wenn im Hörsaal über 200 Studenten säßen. Unsere Kurse haben Klassengröße – da weiß ich am Ende immer, mit wem ich nochmal über die Inhalte sprechen kann. Und nach knapp vier Wochen Vorlesung kennen uns neue Professoren schon beim Namen.

Text: Annette Volmer
Illustrationen: Juliane Dorn

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