Frage der Woche

Was hältst du von Uploadfiltern?

18. Februar 2019 - 16:03
von SPIESSER-Redakteurin Onlineredaktion.
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Onlineredaktion Online
Beigetreten: 25.04.2009

Letzte Woche haben wir euch gefragt, zu welchem Anlass ihr, abgesehen von Valentinstag, eine Beziehung feiern würdet. 31% von euch zelebrieren ganz klassisch den Jahrestag des Zusammenkommens. Den ersten Kuss nehmen 17% als Anlass zum Jubeln. 13% sehen keinen Grund oder Anlass, um eine Beziehung zu feiern. Echt nicht? Das erste Date ist immerhin für 10% ein Datum, das ihr euch merken werdet. Zum ersten Mal gemeinsam nacktbaden ist für 6% ein feierlicher Anlass für ein Beziehungsjubiläum. Ebenfalls 6% bevorzugen die „angezogene“ Variante, nämlich den ersten gemeinsamen Sonntag in Jogginghose. Und jeweils 3% sehen den ersten gemeinsamen Urlaub und den ersten gemeinsamen Lachflash als denkwürdige Beziehungsmomente, die man feiern sollte.

Als nicht besonders feierlich empfinden dagegen Kritiker die geplante Umsetzung von Uploadfiltern. Mittwochabend haben sich Vertreter des Europäischen Parlaments und der EU-Mitgliedstaaten bei der heftig umkämpften Reform des Urheberrechts auf einen Kompromiss geeinigt. Neu ist, dass Unternehmen wie YouTube jetzt in die Pflicht genommen werden sollen, Urheberrechte zu prüfen und konsequent Inhalte nicht öffentlich zu machen, bei denen diese nicht zweifelsfrei geklärt sind. User können so beispielsweise nicht mehr abgemahnt werden, wenn sie illegal einen Film im Netz gesehen haben – die Betreiber sind verantwortlich. Allerdings sehen Kritiker in der EU-Urheberrechtsreform damit den Grundstein zur Zensur gelegt und eine Gefahr für das freie Netz. Sie befürchten beispielsweise, dass solche Filtersysteme nicht zwischen verbotenen Raubkopien und erlaubten Zitaten, wie etwa in Parodien, unterscheiden können.

Deshalb lautet unsere Frage der Woche: Auf welcher Seite stehst du in Bezug zu Uploadfiltern? Bist du Befürworter oder Gegner der EU-Urheberrechtsreform?

Icon: censorship by HeadsOfBirds from the Noun Project

Eine Reform ist dringend nötig, das bestehende Gesetz ist noch von 2001 und kann in der digitalen Wirklichkeit nicht mehr greifen. Dazu braucht es eine clevere Umsetzungsstrategie, die jetzt noch nicht vorliegt.
Alles, nur keine Uploadfilter! Damit kommt es zu grundrechtswidriger Vorzensur!
Dann müssen sich Plattformen eben alle Lizenzen von allen Rechteinhabern der Welt sichern – ganz einfach (Ironie off). Ich sehe durch die Reform nur eins: die Stärkung der Monopolstellung für YouTube.
Mit dem Thema kenn ich mich nicht aus, daher hab ich da keine Meinung drüber.
Ach das ist schon ganz gut so, dann werden wenigstens nicht mehr die User abgemahnt, sondern die Betreiber müssen sich um die Rechte kümmern.
Was soll die Aufregung? Gefiltert wird doch sowieso schon durch Algorithmen und als „Content Moderatoren“ maskierte digitale Zensur.

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