Frage der Woche

Herkunft – Wichtige Info für Straftaten?

05. August 2019 - 13:51
von SPIESSER-Redakteurin Onlineredaktion.
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Beigetreten: 25.04.2009

Letzte Woche wollten wir von euch wissen, wie die Finanzierung von Donald Trumps Mauer zu Mexiko mit Geld aus dem Verteidigungsetat zu beurteilen ist. Bis zum Sonntag hattet ihr Zeit zum Abstimmen und das Ergebnis sieht wie folgt aus: Über die Hälfte (54%) lehnen die Mauer ab, weil sie es für ein moralisch verwerfliches Projekt halten. Dagegen stellen sich lediglich 4%, die Donald Trump Respekt für die Umsetzung seiner Versprechen zollen. 20% von euch könnten sich mal in der Comedy-Branche probieren, denn sie legen Galgenhumor an den Tag: Das verwendete Geld könne immerhin nicht in neue Waffen investiert werden. 16% erinnern noch einmal an das damalige Wahlversprechen des US-Präsidenten, der die Mauer von Mexiko bezahlen lassen wollte und der Rest von euch meint, dass dies eine Verschwendung von Steuergeldern sei.

Ein Amoklauf in El Paso, ein Stoß vor den Zug in Frankfurt – Immer wieder kommt es zu grausamen Gewalttaten in unserer Welt. Und das nicht erst seit heute, sondern bereits seit Anbeginn der menschlichen Existenz. Dennoch entstand im ganzen Pressewirrwarr der letzten Zeit eine heftige Kontroverse. Es geht um die Herkunft der Täterinnen und Täter. Gehört diese zu den essenziellen Informationen, welche für die Berichterstattung benötigt werden, oder ist sie vielleicht doch irrelevant?

Jetzt entscheidet ihr! Ist die Herkunft relevant für die Tat-Berichterstattung oder nicht?

Icon: World Map by Oleksandr Panasovskyi from the Noun Project

Die Nennung der Herkunft macht die Tat weder besser, noch schlechter. Von daher kann sie ruhig weggelassen werden.
Die Herkunft muss immer genannt werden! Nur so kann ermittelt werden, von welchen Bevölkerungsgruppen Straftaten besonders häufig begangen werden.
An sich könnte man die Herkunft schon nennen, jedoch kommt es immer häufiger zur Instrumentalisierung, weshalb ich eher dafür plädiere, diese Info wegzulassen.
Ich würde das abhängig von der Straftat machen. Bei schwereren Delikten finde ich es absolut notwendig.

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