Frage der Woche

Wie steht ihr zu den Auftritten der türkischen Minister in Deutschland?

13. März 2017 - 17:05
von SPIESSER-Redakteur Onlineredaktion.
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Beigetreten: 25.04.2009

Entscheidungsfreiheit ist euch anscheinend wichtig. In der letzten Woche wollten wir wissen, wie ihr zur Wiedereinführung des neun-jährigen Gymnasiums steht. Die meisten von euch (26%) wollen individuell zwischen dem G8 und dem G9 wählen können. Rund ein Fünftel ist der Meinung, dass das eine Jahr mehr einen erwachsener macht, und weitere 17% sehen das ständige Wechseln als Problem. 14% von euch finden das acht-jährige Gymnasium viel zu stressig und meinen, dass der Lernstoff auf zwei Jahren besser aufgeteilt ist. Genauso viele sagen, dass das G8 mit gekürztem, angepasstem Lernplan cool wäre. Die restlichen 7% von euch interessiert es nicht, da sie nicht aufs Gymnasium gehen.

Ob G8 oder G9 – diese Wahl findet ohne unser Mitwirken statt. Die Wahl in der Türkei über die Einführung des von Staatschef Recep Tayyip Erdogan angestrebten Präsidialsystems können alle wahlberechtigten, in Deutschland lebenden Türken mitentscheiden. Um diese Personengruppe zum Wählen zu animieren, wollen türkische Minister Wahlkampfauftritte in europäischen Ländern abhalten. In einigen Länder, darunter Niederlande, Deutschland und Dänemark, wurden einige Auftritte der türkischen Regierungspartei abgesagt. In den Niederlanden wurden die Minister, deren Anwesenheit schon vorher als unerwünscht erklärt worden war, sogar an der Einreise gehindert oder aus dem Land eskortiert. Erdogan reagierte daraufhin mit Beleidigungen und Androhungen und berief sich auf das Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen, das den diplomatischen Verkehr wie zum Beispiel die Immunität der Diplomaten regelt.

Deshalb wollen wir diese Wochen von euch wissen: Wie steht ihr zu den Auftritten der türkischen Minister in Deutschland?

Die türkischen Minister haben hier nichts zu suchen, weil andere Regierungen ihren Wahlkampf ja auch nicht im Ausland ausführen.
Das Präsidialsystem wäre eine Bedrohung für die Demokratie in der Türkei. Es sollte nicht beworben werden dürfen.
Die Auftritte sind im Sinne der Meinungsfreiheit zu akzeptieren und sollten stattfinden dürfen.
Es sollten wie in den Niederlanden Einreiseverbote ausgesprochen werden.
Die Wahl betrifft viele Deutsch-Türken, die sich auf den Wahlkampfveranstaltungen entsprechend informieren könnten.

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Kommentare

Ein Kommentar
  • Meinungsfreiheit hin oder her - 1933 hat gezeigt wo es hinführen kann, wenn man auch für die Abschaffung von Demokratie werben darf.

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