Kissenschlacht

Origami im Bett

Pünktlich zur Weihnachtszeit hat SPIESSER-Redaktionspraktikantin Frieda im „Holiday Inn Berlin-City East Side“ Sänger Wincent Weiss getroffen, um mit ihm im Bett zu fläzen, lange Gespräche zu führen und zu … basteln.

11. Dezember 2017 - 11:49
SPIESSER-AutorIn freedy.beedy.
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freedy.beedy Offline
Beigetreten: 01.08.2017

Dein aktuelles Album heißt „Irgendwas gegen die Stille“. Was würdest du tun, um eine unangenehme Stillezu beenden?

(lacht) Meistens lache ich dann. Also wenn‘s wirklich so eine peinliche, unangenehme Stille ist, dann bin ich peinlich berührt und kriege so rote Bäckchen und fange an zu lachen. Aber sonst, wenn Stille ist, höre ich Musik – den ganzen Tag. Das entspannt, man hört keine Umgebungsgeräusche und kann sich komplett auf die Musik konzentrieren.

Wincent Weiss
Der 24-Jährige ist in einem kleinen Dorf an der Ostsee aufgewachsen. Er hat seine musikalische Karriere mit Coversongs auf YouTube begonnen und ist durch ein Cover von „Unter meiner Haut“ bekannt geworden. Seit November ist er mit seinem neuen Album „Irgendwas gegen die Stille“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs.
Welcher Song deines Albums bedeutet dir am meisten und welche Geschichte steckt dahinter?

Mein persönlichster und liebster Songvom Album ist „Nur ein Herzschlag entfernt“, den habe ich für meine kleine Schwester geschrieben. Den Song habe ich ihr mal zu Weihnachten geschenkt und der verbindet uns beide so ein bisschen. Ich habe ganz viel von meiner Schwester nicht mitbekommen, weil sie aufgewachsen ist, als ich weg war.

Verrätst du uns eine Zeile von einem Song, den du nur für deine Mutter geschrieben hast?

Das war nur ein Danke-Song: „Ich danke dir für alles, was du für mich getan hast. Auch wenn ich nicht immer leicht war, hast du mich trotzdem weiter geliebt und getragen.“

 

Was war der ungewöhnlichste Ort, an dem du eine Songidee hattest?

Das kommt eigentlich immer so zwischendurch, ich hatte mal eine auf dem Klo. (lacht)
Als wir auf dem Weg ins Studio gefahren sind haben wir auch mal einen Song im Taxi geschrieben. Dann kamen wir im Studio an und hatten schon den Refrain fertig. Bevor wir angefangen haben, meinten wir nur: „Hier ist der Refrain, wir singen den mal kurz vor“. Dann wurde gesagt „Bau darauf mal eine Melodie“ und schon hatten wir einen ganz coolen Grundstein, um anzufangen.

Wenn du dein ganzes Leben nur noch einen Song hören könntest, welcher wäre es?

Einer von mir? Auf keinen Fall. Ich glaube „Numb“ von Linkin Park, den habe ich schon Millionen Mal gehört und finde ihn immer noch gut. Aber ein Leben lang ist schon hart … Ich glaube, dann würde ich nur noch selten Musik hören.

Was würdest du jetzt machen, wenn du nicht Musiker wärst?

Auch wenn ich nicht beruflich Musiker wäre, würde ich nebenbei ein paar Videos zu Hause aufnehmen und Cover hochladen, um den Leuten ein bisschen Mucke von mir zu zeigen. Aber wenn ich gar keine Musik machen könnte, dann würde ich wahrscheinlich Erzieher sein. Auf jeden Fall irgendwas mit Kindern – das wollte ich schon immer machen.

Wünschst du dich manchmal in die Heimat zurück, wo du mehr Privatsphäre hattest?

Ich zieh tatsächlich gerade wieder zurück aufs Dorf, in meine Heimat, um dort ein bisschen mehr Ruhe zu haben. Dieses Wohnen in der Großstadt ist mir mittlerweile zu viel geworden. Im Dorf habe ich dann keine Nachbarn links und rechts, kann Musik hören, laut sein. Da gibt’s ein kleines bisschen Rasenfläche, wo du drauf gucken kannst anstelle des nächsten Blocks.

Bist du dann der Wincent von früher oder Wincent, der Musiker?

Das ist schwierig zu sagen. Jetzt ist es noch so, dass man sagt „Oh Gott, da ist der Musiker, lass mal ein Foto machen!“ Aber wenn man zwei Wochen tagtäglich zum gleichen Bäcker läuft, sagen die auch nur noch: „Moin, hier ist dein Brötchen. Geh weiter.“

 

Bist du ein Bastel-Pro oder hast du eher zwei linke Hände?

Ne … (zeigt seine Hände) Also zwei linke Hände habe ich auf jeden Fall nicht. Früher war ich zwar immer handwerklich ein bisschen unbegabt, aber seitdem ich so oft umgezogen bin und zu Hause versucht habe, alles allein zu bauen, kann ich ein bisschen basteln.

Zum Knuddeln!
Ums beim Basteln richtig gemütlich zu haben, verlosen wir hier von Wincent Weiss
handsignierte Kissen!
Hast du dir zu Hause manchmal deine Einrichtung selbst zusammen geschustert?

Klar, das mache ich immer noch. Erst letztens habe mir ein PAX-System gekauft und das zu Hause dann aufgebaut. Da hatte ich richtig Frust, weil das so lange gedauert hat, das Ding alleine aufzubauen. Ich habe mir drei Tage Zeit genommen und jeden Tag einen Einzelschritt gemacht, weil ich irgendwann keinen Bock mehr hatte. Wenn es dann fertig ist, bin ich auch stolz drauf nach dem Motto: „Ich bin jetzt voll der Mann, ich hab einen Schrank gebaut!“ (lacht)

 

Text: Frieda Rahn
Fotos: Daniel Scholz
Teaserbild: Lena Schulze

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