Meinung

Militärische Intervention in Syrien – richtig oder falsch?

Über 10 000 Tote hat es seit Beginn der Aufstände gegeben: Die Unruhen in Syrien stehen beim EU-Russland-Gipfel ganz oben auf der Tagesordnung. Seit Sonntag verhandeln EU-Politiker mit Russlands Regierung über strittige Themen  – allen voran den Umgang mit Syrien.

04. Juni 2012 - 16:20
von SPIESSER-Autorin Lina.
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Lina Offline
Beigetreten: 18.05.2009

Denn während die EU schon vor Monaten Sanktionen gegen das syrische Regime verhängt hat, hält Putin weiter zu Assad. Für Russland ist der syrische Präsident ein wichtiger Handelspartner. Der Westen sieht ihn dagegen als Despoten, der die Eskalation der Gewalt absichtlich anheizt. Mit dem Treffen wollen die EU-Politiker Putin nun doch noch davon überzeugen, den Druck auf den Assad zu erhöhen.

Ob eine militärische Intervention in Frage kommt, sorgt dabei weiter für Streit. Nach dem Massaker in Haula hält der französische Präsident Hollande ein solches Eingreifen nicht mehr für ausgeschlossen. Deutschland hingegen setzt noch immer auf eine diplomatische Lösung. Auch Kofi Annan verteidigt seinen Friedensplan.

Dem stimmt prinzipiell auch Russland zu – die einseitige Argumentation des Westens mache es aber schwer, den Plan umzusetzen. Der gerade wiedergewählte Assad sieht sich ohnehin bereits im Krieg: Er kämpfe gegen Terroristen, die vom Ausland unterstützt würden.

Was meint ihr dazu? Ist eine friedliche Lösung in Syrien noch möglich? Oder muss Assads Regierung gewaltsam entmachtet werden? Militärische Intervention in Syrien – richtig oder falsch?

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Kommentare

14 Kommentare
  • In einer Welt, ohne Soldaten, gäbe es keine Kriege.
    "Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin."

    Bricht das mit Absicht mitten im Wort ab, weil du so tun willst, als hätte man dich gerade eben noch aufhalten können, uns eine bahnbrechende und höchst brisante Information zu übermitteln? Oder hast du einfach nur deinen Kommentar verkackt?
    Egal was zutrifft: Das ist eine, in beeindruckendem Maße, schwache Vorstellung.

  • Klug erkannt. Und jetzt gehen wir alle auf eine Friedensdemo, bei der wir "Soldaten sind Mörder" skandieren, uns gegenseitig so richtig schön Mut machen, und alle vergewissern, dass wir die Gutmenschen sind und dann gehn alle nach Hause, um mit der Gewissheit enzuschlafen heute die gute Tat getan zu haben.

    Ey, dieser ganze Scheiß ist so krank, was kommt als nächstes: die UN-Blauhelme intervenieren nicht, um die Zivilbe. zu schützen, sondern um zu plündern und zuvergewaltigen????

    Zum Thema:

    Eine Intervention ist im höchsten Maße kritisch zu sehen. Wissen wir doch jetzt, dass der "Arabische Frühling" eine Konstruktion de

  • "warum sollten wir uns in den Krieg von den anderen einmischen?!"

    Kann man das wirklich "Krieg von den anderen" nennen?
    Sind nicht fast alle Kriege heutzutage global?
    Betreffen uns nicht alle Kriege in denen deutsche Waffen benutzt werden um Menschen zu töten?
    (www.spiegel.de/politik/ausland/arabischer-fruehling-amnesty-prangert-deu...)
    Ist Deutschland dann nicht ein bisschen mit Schule an dem Blut vergießen in Syrien?

    Oder, um es Europaweit zu sehen, die Schweiz, in der sich laut Amnesty International im März diesen Jahres noch große Vermögenswerte von Exponenten des syrischen Regimes befinden?
    (www.amnesty.ch/de/laender/naher.../syrien/.../offener-brief-eda)

    Ganz ehrlich, der Satz ging gar nicht. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, wer eigentlich von diesem Krieg profitiert, ganz besonders wer die Waffen liefert, wo Banken von Geld profitieren und welche Länder dagegen Flüchtlinge aufnehmen und versuchen ihnen zu helfen.

    Was wäre denn, wenn einfach keine Waffen mehr hergestellt würden? Oder zumindest keine mehr in "Kriesengebiete" geliefert würde? Und wenn die Machthaber einfach sofort kein Geld mehr hätten, weil die Bankkonten eingefroren würden? Was wäre dann? Vielleicht wäre die Wirtschaftslage von einigen Ländern wie Deutschland, Frankreich, Italien, der USA, der Schweiz und vielen, vielen Ländern mehr nicht mehr so gut, weil diese heute von Diktatoren und Kriegen profitieren. Den Menschen in Ländern wie Syrien würde es aber ganz sicher besser gehen.

    Ich bin eigentlich auch sehr gegen militärisches Eingreifen und gegen das aufdrücken von Systemen, aber wie hättest du es zum Beispiel gefunden, wenn die USA, Frankreich, Großbritanien, und Russland nicht in die "Politik" (wenn man das so nennen kann) des NS Regimes eingegriffen hätte? Bestimmt nicht so toll. Zumindest im Nachhinein sind alle Generationen die hier leben glaube (hoffe) ich recht froh darüber.

    Soo, jetzt genug geschrieben. Ich empfehle dir die einmal ausgiebig über die Lage in Syrien zu informieren, bis dahin solltest du dich mit Kommentare vielleicht zurück halten...

    Trotzdem: liebe Grüße vom Krümmelmonster

  • Die Zivilbevölkerung leidet immer am meisten - bei jedem Krieg!

  • Ein sehr guter Vorschlag! Aber als drittstärkstes Waffenexportland der Welt keine konstruktive Idee, die bei den verantwortlichen Menschen auf Begeisterung stoßen.

    "... Oder geht es da um Geld? Viel Geld für die wenigen Bonzen, die Panzer und Raketen bau´n und dann Gold und Diamanten kaufen für ihre eleganten Frau´n. Oder geht´s da nebenbei auch so um religiösen Zwist, das man sich nicht einig wird, welcher Gott nun der wahre ist. ..." Udo Lindenberg

  • Ich erachte die Ereignisse in Syrien für so schwer, dass dies eine Intervention erfordern würde, jedoch sollte man in diesem Fall auch bedenken, wie die Zivielbevölkerung während der unvermeidbaren Kämpfe schützen kann, dies war meiner Meinung nach in Lybien der Fall und es kam zu vielen Verletzten (darunter viele Kinder)

  • quasi präventiv unsre waffen an keine diktatoren zu verkaufen und immer einen verbringungsausweis auszustellen. aber das geht ja nicht, das würde ja arbeitsplätze kosten....

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