Meinung

Organspende.

07. Februar 2013 - 13:20
von SPIESSER-Autorin kampfzwerg94.
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kampfzwerg94 Offline
Beigetreten: 12.06.2009

Ich habe mich in den letzten Tagen intensiv mit dem Thema Organspende beschäftigt. Darauf gekommen bin ich eigentlich schon im November durch meinen 18. Geburtstag, als ich mir überlegt habe, was ich jetzt Neues darf (oder muss)... Deswegen war ich auch schon beim Blut spenden :-) Zurück zur Organspende: Es gibt eine gut gestaltete und mit vielen Informationen gefüllte Internetseite dazu: http://www.organspende-info.de/ Die Seite ist auch nicht aufdringlich oder überredend geschrieben, was ich ganz wichtig finde! Wenn man mit den ganzen Prozeduren mal ein bisschen vertrauter geworden ist (auf der Seite werden alle Abläufe ausführlich erklärt), finde ich, dass sich das Thema ganz und gar nicht mehr gruselig anhört. Ich habe mich nach langem Überlegen dafür entschieden, auch einen Organspende-Ausweis zu bestellen. Darin wird eigentlich nur vermerkt, ob man im Todesfall zu einer Spende bereit ist oder nicht. Das erspart den Angehörigen die Entscheidung, und das finde ich ganz arg wichtig. Wenn ich mir vorstelle, dass ich über die Organe eines Familienmitgliedes entscheiden müsste, ohne zu wissen, was derjenige gewollt hätte, läuft es mir kalt den Rücken herunter! Da ist es doch besser, schwarz auf weiß festzuhalten, welcher Meinung man ist. Ich habe mich außerdem noch gefragt, was die Religionen zu dem Thema meinen. Dabei bin ich auf die folgende Erklärung der christlichen Kirchen gestoßen: http://www.ekd.de/EKD-Texte/organtransplantation_1990.html Das hat mir bei der Entscheidung weitergeholfen. Hat sich jemand von euch schon mal mit dem Thema auseinandergesetzt? Was meint ihr dazu? Wärt ihr bereit, im Todesfall eure Organe zu spenden? Oder habt ihr Angst, dass euch dann was fehlt "nach dem Tod"? Welche Bedenken könnte man noch haben?

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Kommentare

23 Kommentare
  • Eigentlich stimme ich den ganzen Pro-Meinungen ja schon zu. Bedenklich finde ich nur, dass es sich bei den transplantierten Organen immer um fremde handelt. Und egal, wie gut sie zu dem Menschen passen(Blutgruppe, usw...) - Sie werden dennoch vom Körper abgestoßen und irgendwann zerstört werden. Ein Dialysepatient z.B. würde durch ein neues Organ kein neues Leben bekommen, auch wenn es sich für ihn vllt so anfühlt. Aber die Verlängerung des Lebens ist uns Menschen so wichtig geworden, dass wir es mit allen Mitteln versuchen. Das Prinzip Organspende ist mir da noch deutlich lieber als andere.

  • Ich finde auch, das jeder Organspender sein sollte und nur wenn er wiederspricht, dann nicht.

  • Ich würde meine Organe spenden. Ich weder vor dem Tod noch davor was danach kommt Angst. Und ich glaub auch nicht, dass mir irgendwas nach dem Tod fehlt. Denn meine Seele hängt glaub nicht an meinen Organen. Und wenn ich mit meinen Organen ein paar(oder nur ein) Menschenleben retten kann! Warum nicht! Nur vor einer Lebendspende hätte ich Angst.

  • Aber wenn du die Verteilung der Organe ungerecht findest, macht es das doch nicht besser, wenn du deine erst gar nicht hergibst.

    Die ungerechte Verteilung ist doch überhaupt erst aufgekommen, weil es viel zu wenig Spenderorgane gibt.

    Ich glaube, die Entscheidung für die Spende ist auch ein Beitrag dazu, dass Menschen, die auf eine Spende warten, gleichberechtigt werden. Denn das kann erst passieren, wenn genügend Organe zur Spende bereit stehen.

  • Ganz klares nein. ;)
    Ich muss gestehen: Ich liebe meine Organe!
    Eigentlich sogar so gern, dass ich sie nie hergeben möchte, auch wenn es für einige vielleicht unverständlich ist..
    Mit dem Thema Organhandel will Ich garnicht erst anfangen,
    Ich finde die 'Verteilung' der Organe nur etwas ungerecht..

    Die einen warten leidend Tag um Tag, Stunde um Stunde, Minute um Minute auf ein neues Organ in ferner Zukunft, während andere vielleicht noch ein halbes Jahr ohne Schmerzen überleben könnten, aber ihres bereits am selben Tag bekommen..

    Da behalte ich meine lieber, so weiß ich wenigstens wo sie sind..

  • Ich wäre generell dazu bereit mir einen Organspenderausweis zu holen, wenn ich 18 bin. Da ich seit kurzem Epilepsie habe,brauche ich erst gar nicht darüber zu grübeln. Aber ich denke, nach dem Tod ist doch egal,was mit denen passiert und wenn ich damit Menschenleben retten kann, warum nicht?

  • ich hab schon ewig einen Organspendeausweis, und verstehe immer die bedenken anderer Leute nicht, denen ich das erzähle. wenn man tot ist, ist man tot, egal ob man an himmel/hölle/nirvana what ever glaubt. Es ist ja auch nicht so, dass dir deswegen zu lebzeiten einfach Organe geklaut werden können. Und egal was nach meinem Tod mit meinen Organen passiert, es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit,jemandem zu helfen und daher seh ich keinen Grund nicht Organspender zu sein.

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