Meinung

"Raubkopierer " sind die besseren Kunden.

Man hört immer wieder, dass sogenannte "Raubkopierer" immer wieder stark der Film und Musikindustrie schaden. Wer sich alles illegal aus dem Netzt lädt zahlt nichts an den Urheber und die Rechteverwerter. Es schadert der Industrie und irgendwann können keine 100 Millionen $ Blockbuster mehr gedreht werden. Aber Studien, welche natürlich unfreiwillig an die Öffentlichkeit gelangt sind bestätigen etwas anderes: Diese "Piraten" geben sogar überdurchschnittlich viel Geld für Musik, Filme, Kino, etc. aus! Was erst ziemlich überraschend klingt ist aber doch irgendwie logisch.

21. Mai 2012 - 16:27
von SPIESSER-Autor Nachwuchsmisanthrop.
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Nachwuchsmisanthrop Offline
Beigetreten: 09.11.2010

Ich finde mich da auch irgendwie wieder. Ich höre gerne Musik und schaue gerne Filme. Beides auch gerne "illegal", wer hat denn schon als Schüler/Student Geld für das alles.
Aber ich habe auch eine beachtliche Sammlung an DVDs, CDs, Bandmerch und besuche regelmäßig Konzerte.
Ohne die ganze Vielfalt im Internet hätte ich mich nie so dafür begeistern können. Dann hätte ich jetzt vielleicht 3 CDs eine DVD und würde mein Geld stattdessen für Klamotten, Drogen und Alkohol ausgeben. Und das hilft der Film und Musikindustrie ja auch nicht.
Lieber ein wenig "umsonst" abgeben und für andere Dinge Geld bekommen, also nichts von beidem.

Oder wie seht ihr das? Schaden illegale Downloads echt so stark der Wirtschaft? Was passiert, wenn man es schafft Filesharing, Streams, etc. zu verhindern? Ich würde jedenfalls auf keinen Fall öfterns ins Kino gehen oder mir mehr Filme kaufen.

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Kommentare

Elf Kommentare
  • Es gibt für dieses Problem ganz interessante Lösungsansätze, die beiden Seiten gerecht werden. Schon mal was von der Kulturflatrate gehört?

  • Macht man viel zu viel Wind um das Raubkopieren, so sehr kann das denen gar nicht schaden. Dann braucht eben Will Smith bisschen länger bis er sich sein 5Haus irgendwo am Strand kaufen kann oder eben Johnnie Depp sein 30 Auto bzw Brad Bitt sein 7-8 adoptiertes Kind.

  • Genau und dem Bäcker fehlt Geld, weil er das Brötchen nicht an einen anderen Kunden verkaufen kann. Sprich ihm fehlt Geld.
    Der Contentindustrie kann es egal sein, ob ich einen Song 1x, 2x oder 10000x downloade. Sie macht keinen Verlust. Wenn dem Bäcker 10000 Brötchen fehlen macht sich das schon irgendwie bemerkbar.

    Naja, ich glaube aber, dass auch diese "Kleinkünstler" betroffen sind...

  • Letztlich aber bleibt das Geld für das Brötchen aus, wenn du es klaust. Und so ist es eben auch, wenn man die Filme alle kostenlos zur Verfügung stellt, deswegen finde ich den Vergleich nicht falsch. Man nimmt in beiden Fällen etwas, wofür der "Unternehmer" normalerweise Geld bekäme und somit seinen Lebensunterhalt bestreiten würde.
    Ich finde es wichtig, dass auch ein Künstler von seinen Werken leben kann und diese nicht als Aller-Welts-Eigentum angesehen werden.

    Aber wie schon gesagt: es sind nicht die Lieder und Filme von Kleinstkünstler, die illegal gehört und gesehen werden. Es geht mesist um Filme und Alben, die ohnehin schon Millionen eingespielt haben.

  • ganz genau!
    &außerdem ist unsere Generation doch die der internetgeneration ,in der man sofort alles mit anderen in den sogenannten sozialen Netzwerken teilt.auch Musik,Videos und andere links können auf gut deutsch zack-zack verbreitet werden ,was für diese Inhalte einen hohen Pr-wert bringt.ein Künstler will ja auch nicht tausende von Dollar oder Euro für Vermarktung und Werbung zahlen.warum also nicht mal was umsonst geben für kostenlose,ziemlich effektive Werbung?

  • http://www.heise.de/tp/blogs/6/150213
    http://www.heise.de/tp/blogs/6/150152

    Dein Bäckereivergleich ist falsch.
    Wenn du das Brötchen klaust, dann fehlt dem Bäcker was, genau ein Brötchen. Beim Kopieren von Daten wird keinem etwas entwendet.
    Wenn du in den Plattenladen gehst und die CD stielst würde ich es auch verurteilen.

  • Welche Studien denn, wo hast du das gelesen?

    Ich bin hin- und hergerissen bei dem Thema. Einerseits: Niemand geht einfach in 'ne Bäckerei und bedient sich, ohne danach zu bezahlen. Filme und Musik sind genauso Waren.

    Aber andererseits: Wenn man sich die Gagen von Schauspielern und Regisseuren großer Filmproduktionen ansieht ... finde ich diese dermaßen unverhältnismäßig zu deren Arbeit (man vergleiche es mit der Gagen von Präsidenten, Bundeskanzlern, aber auch von Ärzten, Sozialarbeitern, die alle Wichtiges tun für die Gesellschaft ...).

    Klar, auch ein Künstler soll von seiner Arbeit leben können. Aber es sind ja nicht die Kleinkünstler, deren Filme oder Musik illgal gezogen werden. Es sind in der Regel Filme und Serien, die ohnehin schon durch Kino- und Fernsehrausstrahlungen Millionen eingespielt haben. Wieso dann nicht sagen: okay der Rest ist dann umsonst!?
    Dadurch bekäme man durchaus mehr Zuschauer, denn manch einen Film würde man sich kostenlos schon mal ansehen, aber einen Kinobesuch oder 'n DVD-Kauf ist er einem dann doch nicht wert.

    Und: Kino ist ja trotzdem noch ein schönes Erlebnis, das man sich ab und an gönnt. So wie du schon sagtest ... ich würde auch nicht öfter oder seltener ins Kino gehen.

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