Meinung

Seid ihr gute Verlierer?

Wir wollen wissen, wie ihr tickt. Deshalb stellen wir euch jede Woche eine Frage zu einem aktuellen Thema. Diese Woche: Seid ihr gute Verlierer? Das wars! Die deutsche Elf ist raus aus der WM. Aber dabei sein ist alles, oder? Die Spielerinnen und viele andere werden das nicht so sehen. Und spätestens, seit wir im Kindergarten mit Uno-Karten um uns schmissen, wissen wir selbst: Gewinnen macht irgendwie mehr Spaß als Verlieren.

11. Juli 2011 - 10:13
von SPIESSER-Autorin Lina.
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Lina Offline
Beigetreten: 18.05.2009

Das wars! Die deutsche Elf ist raus aus der WM. Aber dabei sein ist alles, oder? Die Spielerinnen und viele andere werden das nicht so sehen. Und spätestens, seit wir im Kindergarten mit Uno-Karten um uns schmissen, wissen wir selbst: Gewinnen macht irgendwie mehr Spaß als Verlieren.

Man sollte meinen, wir hätten in den Jahren danach genug Zeit, uns trotzdem daran zu gewöhnen. Prominente Gegenbeispiele gibt es genug. Noch 2005 brachte Altkanzler Schröder seine Partei zum Verzweifeln und alle Gegner zum Lachen, als er partout nicht zugab, die Wahl verloren zu haben. Aktuelle Niederlagen wirken nicht unbedingt souveräner: Westerwelle, Köhler, zu Guttenberg— die Liste ist lang.

Auch im Fußball hat keiner gern das Nachsehen. Gerade diskutierte man noch das Aussortieren von Michael Ballack. Jetzt bekommt die Frauenmannschaft, ganz gleichberechtig, ihren eigenen Skandal. Birgit Prinz spielt nicht mehr. Nach über 200 Länderspielen ist sie die Verliererin schlechthin in diesem Turnier, findet wenigstens die Faz. Der Spiegel dagegen titelt: „Ballack, nimm dir ein Beispiel“. Nett gemeint, aber jetzt auch keine Hilfe mehr. Gerade die Medienkritik war ein Problem für Prinz. „Ich hatte den Eindruck, alle warten nur darauf, dass ich einen Fehler mache. Und dann ist es ja auch so gekommen.“

Medien hin oder her— auch ohne ständige Beobachtung durchs Fernsehen ist es schwer, als Loser da zu stehen. Oder seid ihr gute Verlierer? 

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Kommentare

Vier Kommentare
  • Es haengt davon ab ob man klar unterlegen war oder ueberlegen war(also beim Sport). Was mich richtig aggresiv macht ist wenn man im eigenen Team irgendwelche Vollidioten hat die nicht vernuenftig spielen wollen und nur am Rand hocken oder mit absicht verkacken!

  • mehr gibt es dazu nicht zusagen!!

  • Wenn man Leistungssport betreibt, muss man sich auch an Niederlagen gewöhnen und damit klarkommen, dass man nicht alles kann. Ich finde, das ist eine wichtige Fähigkeit, um mit sich selbst klarzukommen und was auf die Reihe zu kriegen.

  • Ist irgendwie Situationsabhängig.
    Wenn der Gewinner klar und überlegen gewonnen hat, hat er meinen Respekt: Gut gespielt! Da gibts nichts über das man sich aufregen kann.
    Wenn er jetzt irgendwie getrickst hat oder sich nachher "asozial" verhält, sieht das ganze wiederum anders aus.

    Oder wenn man Verliert, weil ich schon wieder irgendwas verkackt habe. Um das jetzt wie im Vote auf Videospiele zu beziehen, wenn man wieder mal in Quake den Rocket Jump verkackt hat, bei 1.6 die Flash scheiße geschmissen hat,...
    Sowas regt dann halt doch irgendwie auf, aber da ärgert man sich eher über sich selber als über den Gegner.

    Außerdem, wenn man verliert gewinnt man immer noch an Erfahrung.
    Wenn man es immer wieder probiert hat man irgendwann gewonnen.
    Anfangs hab ich 0:15 verloren und von Spiel zu Spiel (natürlich über ein paar Jahre verteilt) wurde ich besser, bis ich irgendwann meinen ersten Satz gewonnen habe.

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