Meinung

Wie streng soll das Rauchverbot sein?

In Bayern qualmen die Gemüter: Das Rauchverbot in Kneipen und Diskotheken ist durch Volksentscheid eingeführt worden, kein Wirt darf seine Gäste mehr rauchen lassen. Die Mehrheit war der  Ansicht, Rauchen gefährde die Gesundheit, Passivrauchen ebenfalls, also müsse ein Schlussstrich gesetzt werden. Dem Nichtraucherschutz zuliebe. Doch nicht alle befürworten die neue Regelung. Viele fühlen sich in ihrer  persönlichen Freiheit eingeschränkt. Wie seht ihr das? Wie streng sollte das Rauchverbot sein?

12. Juli 2010 - 15:02
von SPIESSER-Autor Gustav.
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Gustav Offline
Beigetreten: 26.04.2009

In Bayern qualmen die Gemüter: Das Rauchverbot in Kneipen und Diskotheken ist durch Volksentscheid eingeführt worden, kein Wirt darf seine Gäste mehr rauchen lassen. Die Mehrheit war der  Ansicht, Rauchen gefährde die Gesundheit, Passivrauchen ebenfalls, also müsse ein Schlussstrich gesetzt werden. Dem Nichtraucherschutz zuliebe.

Doch nicht alle befürworten die neue Regelung. Viele fühlen sich in ihrer  persönlichen Freiheit eingeschränkt. Wie seht ihr das? Wie streng sollte das Rauchverbot sein?

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Kommentare

18 Kommentare
  • Dass auch Raucher Menschen sind, die ihre Rechte haben und Freiheiten genießen dürfen können müssen, steht nicht zur Debatte. Aber wenn Kinder und Tiere im selben Haushalt leben, ist deren Freiheit dann nicht auch eingeschränkt?

  • Dann muss aus der Minderheit eben eine Mehrheit werden. Immerhin hatte jeder die Chance, für sein Anliegen zu stimmen. Wer die nicht genutzt hat, macht sich freiwillig abhängig von den Urteilen der anderen Wähler. Was aber auch nicht immer schlecht ist.

  • Und genau diese Einstellung sehe ich kritisch. Für mich ist keine Wahl bei der weniger als 50% der Wahlberechtigten, also die Minderheit, ihr Wahlrecht in Gebrauch genommen haben, nicht wirklich demokratisch legitimiert. Egal, was wie oder wo abgestimmt wurde. Machen wir doch mal ein Gedankenexperimient:
    Wir haben eine Bundestagswahl mit (zur Einfachheit halber) zwei Bedingung: Verhältniswahlrecht und keine Sperrklausel. Und nun stellt sich zu dieser Wahl die Partei der Nichtwähler auf, die vollkommen unparteiisch und neutral ist, nur mit der Forderung, dass alle Wähler, die, aus welchen Gründen auch immer, ihr Stimmrecht nicht gebrauchen wollen, diese Nichtwählerpartei wählen sollen. Und nun tritt genau dies ein und diese Nichtwählerpartei gewinnt 50%+1 der Mandate im Bundestag. Der Bundestag wäre nun vollkommen handlungsunfähig und die Nichtwählerpartei wäre ab 66,6%+1 sogar in der Lage die Artikel 1-20 des Grundgesetzes zu verändern.

    Natürlich ist das alles rein hypothtisch gedacht, es wäre aber theoretisch möglich. Ich weiß auch, dass wir bei der letzten Wahl noch eine Wahlbeteiligung von knapp 68% hatten und sich die Demokratieverdrossenheit wohl noch um einiges durchsetzen müsste, damit sowas passiert. Allerdings muss man nur mal eine Ebene höher schauen, nämlich zur letzten Wahl des EU-Parlamentes. Dann sieht man dort eine Wahlbeteiligung von 43%! Ich wollte nur darauf hinweisen, dass ich es bedenklich finde, wenn die Mehrheit einer Minderheit über die gesamte Mehrheit entscheidet.

  • Gott sei danke lebe ich in Bayern!

    Ich habe vor ein paar Jahren nebenbei noch gekellnert. Das war damals echt immer ne Qual. Und wenn man vom Arbeiten gekommen ist, war man eigentlich schon selbst eine Zigarette, so wie man da gestunken hat :-)

  • Ist die Bundestagswahl auch ungültig, wenn nur ein drittel der Berechtigten wählen geht?

    Die MEHRHEIT hat FÜR das Rauchverbot GESTIMMT. Nur hat eben nicht die Mehrheit der Bevölkerung gewählt. Das sind zwei Paar verschiedene Schuhe.
    Das bei 37,7% Wählern das Ergebnis als "nicht tragbar" angesehen wird, finde ich lächerlich.
    Schlechte Verlierer oder was?

    Demokratie beruht doch auf der MEINUNG der MEHRHEIT. Wenn die Mehrheit keine Meinung hat, dann kommt es zur Minderheitenregierung. Wie man in NRW sieht, ist das ein durchaus legitimes Mittel in der Demokratie.

    Boah ... ob das jetzt alles so richtig war? ^^

  • Man muss die NICHT Raucher schützen. Raucher sollten nur noch Pirvat wie zum beispiel bei sich Zuhause rauchen. Es ist einfach lässtig, wenn man gemütlich in einem Biergarten versucht seine Coke zutrinken und da von einer Rauchwolke benebelt wird.

  • Ich frage mich ganz ehrlich wo das Problem sein soll, wenn in abgetrennten Räumen oder Raucherkneipen Raucher sich gegenseitig zuqualmen. Dadurch wird doch absolut niemand geschädigt, zumal diese Räume oder Raucherkneipen ja auch erst ab 18 Jahre sind. Ich bin selber Nichtraucher, aber ich hasse diese jammerigen und ignoranten Nichtraucher, die meinen man müsse alles staatlich regulieren und verbieten! Zudem hat nicht mal die Mehrheit der Bayern für dieses Raucherverbot gestimmt, weil die Wahlbeteiligung gerade mal bei 37,7 % lag. Das ist für mich keine demokratische Legitimation!

    In diesem Sinne zitiere ich meine Lieblingsbar:

    Rauchverbot heißt Kneipentod!

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