Titelverteidiger

Titelverteidiger: Prinz Pi

Prinz Pi ist bekannt für seine melancholisch-eloquenten Texte, die Message gibt es straight und mit freshen Beats serviert. In seinem neuen Album „Nichts War Umsonst“ erwartet euch ein musikalisches Resümee einer zwanzigjährigen Rapkarriere.

15. November 2017 - 10:13
SPIESSER-AutorIn freedy.beedy.
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freedy.beedy Offline
Beigetreten: 01.08.2017

Wo findest du deine Inspiration? (Sandstrand)

Überall. (lacht) In Büchern, die ich lese, im Leben…

Wie bleibst du deinen musikalischen Wurzeln treu? (Original)

Ich hab mir damals nicht überlegt „Was könnte die Leute interessieren?“. Die Themen, die mir irgendwie am Herzen liegen, die für mich wichtig sind, die bearbeite ich und das hab ich mir immer versucht beizubehalten.

Wenn du Bundeskanzler werden würdest, was würdest du ändern? (Meine Welt)

Oh, einiges. (lacht) Ich würde viel Geld in die Bildung investieren. Ich würde den Leuten sagen: „Ey, die Zukunft wird richtig geil, aber damit das richtig geil wird, müssen wir uns alle bemühen und das könnt ihr jetzt tun – wenn ihr euch bildet.“

Was können wir in den nächsten Jahren noch musikalisch von dir erwarten oder war‘s das jetzt? (Hellrot)

Nö, da kommt noch jede Menge, aber ich weiß noch nicht, was man jetzt erwarten kann.

Viele junge Menschen träumen davon mit Musik Karriere zu machen – welchen Rat kannst du ihnen geben? (Nichts War Umsonst)

Wenn man Musik machen will, dann muss man das machen und in Kauf nehmen, dass man das immer nur als Hobby macht oder man kein Geld damit verdient. Wenn man von Anfang an davon ausgeht, dass man Kohle damit verdient oder darauf angewiesen ist, damit Geld zu verdienen, dann verbiegt man sich zu schnell in die Richtung, dass das irgendwie Erfolg haben muss und dass es verkauft werden muss. Und dann kann es eigentlich nur scheitern.

Der SPIESSER hatte ja mal die Rubrik #prinzpikocht. Welche Zutaten braucht ein Liebeslied? (Vielleicht)

Ich glaube die Klassiker unter den Liebesliedern hatten als Zutat immer viel Ehrlichkeit. Den Anspruch, dass man selber Emotionen richtig spüren muss während des Schreibens, sonst kann das gar nichts werden.

Was machst du, um dem Klimawandel entgegen zu wirken? (Nordpol)

Ich kaufe viele Produkte, die nicht über weite Strecken transportiert werden müssen, zum Beispiel Klamotten, die in Europa produziert werden, bestenfalls in Deutschland. Möbel baue ich selber viel und beim Essen versuche ich möglichst lokal zu bleiben und Sachen zu kaufen, die jetzt nicht so einen krassen CO2-Abdruck hinterlassen.

Wie viel Taschengeld werden deine Kinder im Teenie-Alter erwarten können? (Zahlen Zählen Nicht)

Ich finde, man muss ihnen so viel geben, dass sie sich nicht schlecht fühlen vor ihren Freunden, aber sie sollten auch nicht zu viel haben.

Welche Punkte stehen noch auf deiner Bucket List? (Liste)

Es gibt bei mir noch so einige Reisen, die ich gerne machen würde. Ich möchte nochmal ein, zwei Sprachen lernen, Arabisch zum Beispiel. Ich hab aber auch schon viele Sachen abgehakt.

Warum legst du deinen lyrischen Fokus auf Problematiken wie Tod, Depression und Mobbing? (Trümmerfeld)

Weil es die Themen sind, die mich privat betreffen und über die ich halt irgendwas zu erzählen hab. Ich kann ja nur von Sachen sprechen, von denen ich was verstehe oder in denen ich Erfahrungswerte habe.

Was hältst du von Polygamie bzw. Polyamorie? (Letzte Liebe)

Wie man lebt, ob man sein Liebesleben auf einen Partner fokussiert oder ob man sagt, irgendeine andere Konstellation ist denkbar, das ist einfach komplett Sache von den Beteiligten.

Was hilft, wenn ein Mensch stirbt, dem man sehr nah stand? (Schatten)

Nichts. Der Tod ist halt so das krasse, endgültige Unbekannte, woran die Menschen schon irgendwie verzweifeln. Deswegen bauen sie sich dann so Konstrukte wie unterschiedlich formulierte Ideen eines Jenseits, um das besser bewältigen zu können.

Was macht Prinz Pi aus? (Für Immer Und Immer)

Ich glaube, das können meine Hörer am besten entscheiden. (lacht)

Nichts war umsonst" von Prinz Pi

VÖ: 03. November 2017
Label: Keine Liebe Records

 

 

 

 

Interview: Frieda Rahn
Bilder: Pressefotos

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