Titelverteidiger

Titelverteidiger: Silbermond

Bei den Elbufernächten in Dresden hat Silbermond massenweise Fans begeistert und bei der Gelegenheit auch gleich noch ein Album aufgenommen. SPIESSERin Frieda hat sich durch die 22 Songs gehört und hat jetzt ein paar Fragen an Sängerin Stefanie und Bassist Johannes.

22. Februar 2018 - 08:40
SPIESSER-AutorIn freedy.beedy.
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freedy.beedy Offline
Beigetreten: 01.08.2017

Ihr packt euren Koffer für die nächste Tour, was nehmt ihr mit? (Leichtes Gepäck)

Johannes: Gibt es eine begrenzte Anzahl? Einen Fußball, Laufschuhe, ein Paar Sneaker für die Bühne, 'ne Hose, ein T-Shirt und eine Jacke.

Stefanie: Eine Lederjacke, noch eine Lederjacke (beide lachen) – ich kann aus eigener Erfahrung sprechen, dass es gerade den ganzen Sommer über und bei den Hallenkonzerten auch mal heiß zur Sache ging. Da ist eine Tauschjacke ratsam gewesen, auch zum Wohle der Fans. (lacht)  Laufschuhe – dort wo wir Auftritte hatten, sind wir laufen gegangen. Fenchelhonig. Ansonsten ist das bei mir wetter- und stimmungsabhängig.

Habt ihr ein Mantra, um euch Mut zu machen? (Keine Angst)   

Stefanie: Was wir uns während der Tour immer wieder gesagt haben, war: „Ey Leute, seid euch mal bewusst, was wir hier eigentlich machen!“  Wir haben auch mal Abende, an denen wir nicht so viel Kraft haben und dann vergisst man schnell mal, was für ein geiles Ding das ist: Wir können eine Platte rausbringen, wir können unterwegs sein, wir können den ganzen Tag das machen, wovon andere Bands nur träumen. Das klingt vielleicht total kitschig, aber das muss man sich bewusst machen: Was wir machen dürfen, ist ein Privileg. Deshalb genießen wir jeden Moment auf der Bühne.

Woran glaubt ihr? (Himmel auf)

Stefanie: Ich hatte vor ein paar Tagen das Thema mit Freunden am Tisch, also egal ob religiös oder nicht. Ich hatte mal so eine Phase, da hab ich mich gefragt „Was hat das Leben eigentlich für einen Sinn?“  Du kommst auf die Welt, um wieder zu sterben. Dann hat jemand von unseren Freunden gesagt: „Es bleibt ja trotzdem was von dir.“ Ich kann einfach nicht glauben, dass am Ende nichts mehr da ist und das Licht einfach ausgeht. Ich hab einfach ein besseres Gefühl, wenn ich glaube, das da noch was bleibt.

Johannes: Ich glaube zum Beispiel daran, dass alles nützlich ist, was man erlebt. Gute wie auch schlechte Dinge machen einen am Ende zu dem Menschen, der man ist. Am Ende des Tages macht all das, was du erlebst, dich zu dem Menschen, der du bist, und das ist auch gut so.

Was habt ihr beim ersten Treffen voneinander gedacht? (Wissen was wird)

(beide lachen)

Stefanie: Wir haben uns in einem Chorprojekt kennengelernt. Der Chor wurde von einer Band begleitet und die Jungs waren damals die neue Band. Alle waren so auf die Band gespannt, nach dem Motto „Das sind bestimmt die coolsten Typen!“ Dann wurden die Jungs vorgestellt und ich fand sie von Anfang an gut. Ich weiß gar nicht warum. Aber ich wusste seit dem ersten Moment, dass das mit uns gut werden könnte.

Johannes: Ich kann das genauso bestätigen. (lacht) Wir hatten die Vorstellungsrunde und guckten in so einen großen Chor und uns fiel sofort DIE eine auf.

Stefanie: So ein Quatsch! (beide lachen) Ihr habt mir immer gesagt, ihr könnt euch nicht erinnern, wann ihr mich das erste Mal gesehen habt – so sieht‘s nämlich aus! (Johannes lacht immer noch)

Der schönste Moment in 15 Jahren Bandgeschichte? (Das Beste)

Stefanie: Ich entscheide mich für den Moment, als wir uns kennen gelernt haben.

Am Ende unseres Gesprächs hat Stefanie noch folgendes erzählt:

Mit der Live-Platte gehen viele Grüße nach Dresden, weil sie da entstanden ist. In Dresden habe ich mit 13 mein allererstes Live-Konzert gesehen, Joe Cocker war das. Damals dachte ich mir: „Boah, ich glaub ich werde Backgroundsängerin.“ So ging meine Geschichte mit dem Singen gefühlt in Dresden los. Jetzt hatten wir am Elbufer schon vier ausverkaufte Konzerte, was für uns einfach irre ist. Da stehst du da mit 13 und würdest nie daran denken, dass du so viele Jahre später da mit deiner eigenen Band spielst.

„Leichtes Gepäck, Live in Dresden von Silbermond

 

: 24.11.2017
Label: Sony Music Entertainment

 

 

 

Text: Frieda Rahn
Teaserbild: Frank Machel

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