RoQ keeps equality: Open Air gegen Extremismus
Trotz 15 Stunden Arbeit am Tag hat er Zeit, sich zu engagieren. Denn er liebt Musik. Und Technik. Für „Geben gibt.“ erzählt uns Pascal von seinem Einsatz für das „RoQ keeps equality“- Festival.
Pascal Lenz ist Elektroniker, besucht nach Feierabend die Technikerschule, spielt in einer Band und organisiert zusammen mit anderen Ehrenamtlichen das Festival gegen Extremismus „RoQ keeps equality“. Das Open Air findet seit drei Jahren in Quarnebeck, einem Ortsteil von Klötze in der Altmark (Sachsen-Anhalt) statt.„The person you‘re calling is temporary not available“, säuselt die Computerstimme monoton aus dem Lautsprecher. „Das kann nicht ihr Ernst sein“, fluche ich und drücke entnervt auf die rote Taste meines Handys. Es ist Sonntagnachmittag, Zeit für das wöchentliche Organisationstreffen unseres Projektes „RoQ keeps equality - Musik sichert Gleichheit“ (Rke). Seit einer halben Stunde versuche ich eine meiner ehrenamtlichen Mitstreiterinnen zu erreichen, seit einer halben Stunde sollten wir bereits über wichtige Fragen zur Planung des Open Airs diskutieren.
„RoQ keeps equality“ fand 2010 zum dritten Mal in Folge statt. Das Projekt, das sich gegen Extremismus und für mehr Vielfalt im ländlichen Sachsen-Anhalt (genauer dem Altmarkkreis Salzwedel) einsetzt, wird komplett ehrenamtlich auf die Beine gestellt. Im 14-köpfigen Team engagieren sich in ihrer Freizeit ausschließlich Jugendliche, allesamt Schüler, Studenten oder bereits Berufstätige.
Um das Open Air auf die Beine zu stellen, helfen nochmal so viele Menschen mit, darunter viele aus dem Dorf. Denn wir machen alles, aber auch wirklich alles selbst: Wir buchen die Bands, suchen akribisch nach (lokalen) Sponsoren, informieren die Presse, streuen Informationen über Netzwerke im Internet, besorgen die Technik und planen den Aufbau – die Durchführung des Events an sich und die Nachbereitung kommen ebenso hinzu.
Es gibt immer was zu tun für die Mitstreiter: Der Jahresplaner listet jeden Monat und Mitarbeiter auf.Engagement, das ansteckt
Ich bin ein Vierzehntel „Rke“, Teil der Projektleitung und bereits von Anfang an dabei. Mit der Idee, Musik als Instrument zur Besinnung auf Werte wie Toleranz und Respekt zu nutzen, saßen zwei Freunde und ich vorerst allein in unserem Jugendraum. Dass innerhalb von drei Jahren unser Engagement so anstecken würde, dass mit dem Open Air eine regionale Größe entstehen sollte, hätten wir damals nie für möglich gehalten.
Mein Arbeitsalltag beginnt um 6 Uhr als Industrieelektroniker bei einem großen Automobilkonzern und endet etwa 21 Uhr als Schüler zum staatlich geprüften Elektrotechniker an der Braunschweiger Abendschule. Warum ich mich trotz limitierter Freizeit, notorischen Zu-Spät-Kommens und unübersichtlichem Papierkram seit drei Jahren engagiere? Die Antwort ist wohl eine Mischung aus Selbstverwirklichung, Idealen und Herzblut.
>> Auf der nächsten Seite lest ihr Pascals Antwort.
Preisverleihung am 4.12. in Berlin!
Deutscher Engagementpreis der Kampagne „Geben gibt.“: Das Voting ist vorbei. Mehr als 50.000 Menschen haben ihre Stimme abgegeben – Der Träger des Publikumspreises steht nun fest und wird zusammen mit den Gewinnern der Kategorien Gemeinnütziger Dritter Sektor, Einzelperson, Wirtschaft, Politik & Verwaltung sowie Jugendengagement bei der feierlichen Verleihung des Deutschen Engagementpreises 2010 am 4. Dezember im Radialsystem in Berlin bekanntgegeben.
Wenn ihr selbst aktiv seid und andere davon überzeugen wollt, dann unterstützt die Kampagne „Geben gibt.“ auf Facebook, SchülerVZ oder StudiVZ und folgt ihr bei Twitter. Die Kampagne wird gefördert durch den Zukunftsfond der Generali Deutschland Holding AG und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Wollt ihr euch auch engagieren? Auf den Seiten von „Geben gibt.“ findet ihr Links, die euch weiterhelfen.






