Ein bisschen Frieren: Die SPIESSER-Probefahrt

 
06.03.2009 - 11:01
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Holm und Khaled wollen im Sommer nach Spanien ans Meer. Testhalber geht‘s im Opel Agila zum Badeurlaub an die Ostsee. Im Februar!


Aufgestanden

Samstag, 9 Uhr in Hamburg, schlaftrunken und auf Kaffee-Entzug. Heute treten wir unseren Vorab-Urlaub an, um den Opel Agila auf seine Strandeignung zu testen. Den Kofferraum zu beladen, stellt sich allerdings als schwieriger heraus als gedacht, bietet der doch kaum Platz für die wichtigsten Dinge: Buddeleimer, Zelt und der obligatorische Kasten Kaltgetränke. Geht alles nur mit Würgen rein. Gut, dass wir nur zu zweit unterwegs sind!
Das Lebensnotwendigste:

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 Abgebogen

Ab in den trubeligen Stadtverkehr. Khaled muss ans Steuer und lässt sich von Radio, Nerv-Gefrage und Verkehrsgetümmel nicht aus der Ruhe bringen. „Klappe, Holm!“, grinst er und freut sich über das Automatiksystem, mit dem das lästige Schalten wegfällt. Über die Musik entscheide ich. Just bei meinem Lieblingslied blinkt Khaled. Das piept so penetrant, dass vom Lied nichts übrig bleibt.
Musikgenuss:


Eingeparkt

Wir testen die Höchstgeschwindigkeit: 180 und die Autos friedlicher Kleinfamilien schaffen wir locker. Mist, im Raser-Rausch die Ausfahrt verpasst! Wir nehmen die nächste und erreichen Timmendorfer Strand. In freudiger Erwartung springen wir aus dem Auto. Der Agila passt nämlich da rein, wo der dicke Mercedes weiterfahren musste.
Größere Fische ausstechen:


Angetaut

„Fast wie Sommer!“, meint Khaled und zieht die Winterhandschuhe über. Ein eisiger Wind fegt über den menschenleeren Strand. Immerhin sieht es aus wie am Mittelmeer: kleine Wellen, flaches Wasser. Statt zu baden legen wir uns mit Sonnenbrille auf unsere Strandtücher. Schließlich haben wir die Sonne im Herzen dabei. Nach fünf Minuten stürzen wir in den Opel und drehen die Heizung voll auf. Mit den Händen auf den Lüftungsschlitzen dauert es gut 15 Minuten, bis uns wieder warm ist.     


Ausgewachsen

Es dämmert langsam, wir bauen das Zelt auf. Die Nacht wird ungemütlich. Wir schlafen in Schichten, denn einer muss die Heringe regelmäßig zurück in den Boden stampfen. Am Morgen sind wir durchgefroren, aber auch ordentlich stolz. Wer den Timmendorfer Strand im Februar bezwingt, der muss Everest-Expeditionen, Oberstufen-Schönheiten und Physik-Referate nicht fürchten. Wir sind heute Nacht zu Männern geworden, der treue Agila eingeschlossen. Spanien, wir hoffen, du bist bereit für uns!
Mann statt Memme-Faktor:

 
 
Text: Holm Kräusche, 19    Fotos: Dennis Williamson

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