Rentner-Kompetenz-Team: Elektroschock
Eigentlich hören sie Chöre und Orchester – diesmal begibt sich das Rentner-Kompetenz-Team in die Welt von Beatbox und Elektro. Und wird dabei zum größten Fan von Konrad Küchenmeister.
Ilse, 69 und Sonja, 66, dachten wohl zuerst an Tellerwaschen, als sie den Namen Konrad Küchenmeister hörten. Aber wie sich herausstellte, haben die Beiden keinen Sprung in der Schüssel: Zusammen mit dem Berliner Musiker übt unser Rentner-Kompetenz-Team in dieser Ausgabe das Musizieren mit einer sogenannten „Loopstation“.
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Pffft, pffft, pffft
Und so klingt's und sieht's aus, wenn unsere Rentnerinnen Ilse und Sonja die Loopstation testen.
Noch ist alles ruhig, Ilse und Sonja sitzen etwas verlegen lächelnd auf dem blauen Sofa. Ilses perfekt dazu passenden hellblauen Söckchen schauen unter ihrer Hose hervor.
Ilse: Ich bin wirklich neugierig, was der Konrad Küchenmeister uns heute beibringen wird. Der macht Musik, oder?
Sonja: Was? Müssen wir auch singen? Da sollten wir aufpassen, dass die Zähne nicht geflogen kommen.
Während Ilse und Sonja über ihren Witz lachen, schleppt Konrad, der Experte für elektronische Musik, eine Box und seine Loopstation Richtung Wohnzimmertisch. Die beiden Rentnerinnen schauen skeptisch.
Ilse: „Ach, ich habe keine Angst, ins Koma zu fallen.“ Foto: Klaus GiggaKonrad: Das hier ist eine Loopstation: Damit kann man einzelne Beats und Geräusche aufnehmen, abspeichern und immer wieder abspielen. Das nennt man dann Loop.
Ilse: Das ist ja erstaunlich, die Möglichkeiten, die es heutzutage gibt. Wahnsinn! Ich habe ja auch mal Musik gemacht früher. Und das Gefühl dafür ist bis heute geblieben.
Sonja: Wir sind ja sehr tolerant, wenn es um Musik geht, oder Ilse? Wenn da in so einem Lied Bettina ihre Brüste einpacken soll, dann hören wir einfach weg. In unserem Alter stehen wir über den Dingen, wir kennen das ja schon alles.
Foto: Klaus Gigga
Konrad Küchenmeister begann als Straßenmusiker in Berlin. Heute spielt
er weltweit. Mit seiner Loopstation nimmt er Beatbox, Gitarre, Bass
oder auch Digeridoo auf und versetzt sie in eine Endlosschleife.
Wie sich das anhört, erfahrt ihr hier.
Dann darf Sonja sich selbst ans Werk machen: Sie umfasst das Mikrofon mit beiden Händen, überspielt ihre Aufgeregtheit gekonnt mit dem aufgeregten Wippen ihrer Füße. Die ersten Beats aus dem Mund der 66-Jährigen: Fttt, Fttt.
Sonja: Das klingt ja eher wie eine Eisenbahn.
Tapfer pustet die engagierte Frau weiter ins Mikrofon – bis ein Hustenanfall sie zum Aufgeben zwingt.
Konrad: Wenn keine Luft mehr da ist und Ihnen leicht schwarz vor den Augen wird, dann bitte lieber aufhören.
Ilse: Ach, ich habe keine Angst, ins Koma zu fallen. Jetzt will ich auch mal.
Hier gehts weiter mit dem Rentner-Kompetenz-Team.
Teaserfoto: Klaus Gigga
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