Ein "Soul Boy" solls richten - Eine Filmrezension
Mit "Soul Boy" schafft Produzent Tom Tykwer den Spagat zwischen Entwicklungshilfe und Kino – sehr viel mehr aber leider nicht.
Abila rennt quer durch den Kiberia-Slum in Kenia. Sein Feind: die Zeit – an einem Tag muss der 14-Jährige sieben Aufgaben einer Geisterfrau lösen, um die Seele seines Vaters zu retten.
In Wahrheit badet Abila die Fehler seines Vaters stellvertretend für die des männlichen Geschlechts aus. Männer sind schwach, von Verlangen getrieben – ein Kind muss es richten. Diese Botschaft schwingt immer mit. Zusammen mit einer Freundin macht sich Abila auf die Suche nach des Rätsels Lösungen, die sich mehr oder weniger von selbst ergeben. Unauffällig mit eingeflochten hat Produzent Tom Tykwer (Regisseur von „Lola rennt“ und „Das Parfüm“) die großen Probleme Afrikas: Aids, Armut und Kriminalität.
Kenias atemberaubende Kulissen und der Hintergrund, dass das Projekt „Soul Boy“ in nur 13 Tagen mit wenig Budget und afrikanischen Laienschauspielern verwirklicht wurde, trösten leider nur wenig über die nichtssagenden Dialoge und unglaubwürdigen Handlungsstränge hinweg.
Kinostart: 2. Dezember 2010
Beim Jugendmedienwochenende outTAKE 2010 gab es den Film exklusiv schon vorab zu sehen – wie das außergewöhnliche Kinoprojekt angekommen ist, lest ihr hier
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