Bettina und die Wirtschaftsinformatik
Bettina, 22, studiert an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mannheim Wirtschaftsinformatik. Das Studium umfasst neben den Theoriephasen im dreimonatigen Wechsel Praxisphasen beim Software-Riesen SAP in Walldorf.
Bettina Ziegler. Foto: Silke Steinbrenner.Praxis contra Theorie
Mein Studium läuft so ab, dass sich Theorie an der Dualen Hochschule und die Praxis bei SAP alle drei Monate abwechseln. Wirtschaftsinformatik kann man zusammengefasst als die Entwicklung von Software bezeichnen, die hilft, betriebswirtschaftliche Prozesse zu unterstützen.
Ich weiß, dass es ein Studiengang ist, der eher von Jungs geprägt ist, aber das stört mich nicht, da ich dadurch manchmal auch Vorteile habe. Wenn ich zum Beispiel Hilfe brauche, habe ich sofort nette männliche Studienkollegen, die mir gerne helfen.
Begeistert von Computern
Schon seit der 9. Klasse wusste ich, dass mein späterer Beruf etwas mit Computern zu tun haben sollte. Zu diesem Zeitpunkt habe ich Informatik als Schulfach gewählt und das Programmieren machte mir Spaß. Ich habe gemerkt, dass ich das ganz gut kann und mir analytisches Vorgehen liegt.
Ein Praktikum wies den Weg
Das Berufspraktikum in der 10. Klasse absolvierte ich in einem IT-Unternehmen. Meine Eltern haben mich dabei und bei all meinen anderen Entscheidungen unterstützt. Während der Schule kam ich zum ersten Mal in Kontakt mit SAP. Dort gibt es die Möglichkeit in den Osterferien ein Praktikum zu machen, bei dem man eine Woche in das Unternehmen hereinschnuppern kann. Das bot mir gute Möglichkeiten, mir ein Bild vom späteren Arbeitsalltag zu verschaffen und meinen Berufswunsch zu festigen. Als es dann soweit war, dass ich ein Studium aufnehmen konnte, entschied ich mich für ein Duales Studium der Wirtschaftsinformatik.
Spannend, da so facettenreich
Während der Praxisphasen bei SAP bin ich jedes Semester in einer anderen Abteilung. Diese kann ich mir selbst aussuchen. Bisher war ich unter anderem schon in der Abteilung für Entwicklung, in der man ganz klassisch Softwareprogramme schreibt. Außerdem war ich im Support tätig, wo wir Kundenmeldungen bearbeiten und beantworten.
Die Aufgabengebiete sind immer sehr unterschiedlich. Allgemein ist es so, dass ich in der jeweiligen Abteilung eine konkrete Aufgabe erhalte, die ich zusammen mit Kollegen produktiv löse. Toll ist, dass ich zudem immer in die Abteilungsprozesse einbezogen werde.
Noch jung und fast schon am Ende
Ich bin fast am Ende meines Studiums und schreibe gerade meine Abschlussarbeit für den Bachelor. Auch wenn das schon alles sehr erwachsen klingt, in unserer Hochschule sind wir Studenten trotzdem noch sehr jung geblieben. Wir machen zum Beispiel Planspiele, die man mit Klassenfahrten in der Schule vergleichen kann. Es warten immer wieder neue Herausforderungen auf mich, die es immer wieder von neuem zu lösen gilt. Mir macht es so viel Spaß, dass ich mir vorstellen kann in 10 Jahren weiter in der Entwicklung oder im Support tätig zu sein.
Aufgezeichnet von Silke Steinbrenner. Vorschaubild: urulaia, www.pixelio.de
Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit "MINT – Zukunft schaffen"






