Eine Welt

Vielfalt!
Das EINE WELT-Festival!

Musik, Multikulti und dazu noch leckere internationale Spezialitäten – SPIESSER-Autor Paul war beim EINE WELT-Festival in der Berliner Columbiahalle dabei. Euch erzählt er, warum es sich für euch lohnt, vielleicht schon im nächsten Jahr auch dabei zu sein.

22. Juni 2016 - 08:50
SPIESSER-Autor PaulausMdorf.
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PaulausMdorf Offline
Beigetreten: 18.05.2016

„Das Eine-Welt-Projekt ist ein großer Erfolg! Menschen aus der ganzen Welt treffen aufeinander und haben zusammen eine gute Zeit!“ Man spürt förmlich die Begeisterung, die von Jonny Strange alias John Magiriba Lwanga, einem der Jungs von Culcha Candela, ausgeht. Aus 189 der für den Song Contest eingesandten Lieder werden heute hier in Berlin die Besten 25 auf großer Bühne von ihren Komponisten präsentiert. Unterstützt werden sie ganz nebenbei übrigens von großen Stars: Culcha Candela, Oceana, Far East Band, und, und, und!

Der Wettbewerb 2016
„Alle für eine Welt – Eine Welt für Alle“ ist der Schulwettbewerb des Bundespräsidenten. Begleitend dazu fand der Song Contest satt, bei dem der Eine-Welt-Song gesucht wurde. Insgesamt 189 Titel wurden dieses Jahr eingereicht. Die Vorjury und das User-Voting bestimmen 25 Gewinnersongs. André Fischer konnte mit seinem Song „Augen auf!“ Platz eins ergattern. Beim Afrika-Sonderpreis konnte Ezekiel Nikiema aus Burkina Faso die Jury überzeugen. Der Wettbewerb fand zum 7. Mal statt, seit er von Johannes Rau 2003 ins Leben gerufen wurde

Ich bin auf dem EINE WELT-Festival des Song Contests „Dein Song für EINE WELT“, der neuen Begleitkampagne zum Schulwettbewerb. Das gesamte Columbiagelände am Platz der Luftbrücke in Berlin ist zu einem multikulturellen Erlebnispark geworden. Neben Ständen, die auf Umweltverschmutzung aufmerksam machen und darauf, wie jeder etwas dagegen tun kann, gibt es auch offizielle Stände der Botschaften von Madagaskar und Uganda sowie diverse Hilfsorganisationen, die ihre Länder und ihre Arbeit vorstellen. An einem Stand werden afrikanische Spezialitäten angeboten, an einem anderen kann man eine eigens für das Festival aufgebaute Kletterwand erklimmen. Soweit das Auge reicht gibt es Stationen zum mitmachen und anfassen. Das Zentrum auf dem Außengelände bildet eine Bühne auf der ein Dancebattle ausgetragen wird. „Tanz und Musik! Das versteht jeder! Das ist unsere internationale Sprache!“, sagt Bella Garcia vom One Vibe Movement.

Worum geht's überhaupt?
In dieser Runde stand der Wettbewerb unter dem Motto „Umgang mit Vielfalt: Unterschiede verbinden – Gemeinsam einzigartig!“ Der Schulwettbewerb soll junge Leute dazu anregen, gemeinsam viel über andere und sich selbst zu lernen, zum Beispiel über das eigene Konsumverhalten und die Auswirkungen in der Welt.
Wenn Musik Brücken schlägt

Nach der schon durchaus beeindruckenden Darbietung der Tanz-Crew „Street-Zilla“ mache ich mich auf die Suche nach den Teilnehmern des Songcontests. Ich finde schließlich einen sonnigen Innenhof, wo sich viele junge Leute – offensichtlich verschiedener Herkunft – versammelt haben. Auch wenn einigen ihre Nervosität ins Gesicht geschrieben steht, habe ich den Eindruck, hier in eine eingeschworene Gemeinschaft zu kommen. Betreuer und Teilnehmer sitzen zusammen an Gartentischen, trinken alkoholfreie Cocktails, essen Melone und einige machen schon jetzt zusammen Musik.

In einer Gruppe aus jungen Menschen entdecke ich den 17-jährigen Andre Fischer, den Komponisten der Hymne zu dieser 7. Runde des Schulwettbewerbs. „Ich habe vorher auch schon Musik gemacht“, sagt er, „eigentlich seit dem ich denken kann. Dann kam eines Tages mein Lehrer auf mich zu und meinte: Hier, schau mal, da ist ein Contest. Dann hab ich mich darüber informiert und mich dann einfach angemeldet. Das geht ganz einfach und kann ich jedem empfehlen!“ Diesen Satz höre ich hier heute oft: „Das geht ganz einfach und kann ich jedem empfehlen!“

Elhady Omar Sy kam extra aus Südafrika, um am Contest teilzunehmen. Nachdem wir die Sprachbarrieren mit Hilfe eines Betreuers überwunden haben, meint er: „Es ist eine wunderbare Chance, die wir hier bekommen. Nicht nur für andere Leute Musik zu machen, sondern auch Deutschland zu sehen.“

Eine Message, die bewegt

Dann beginnt auch schon das eigentliche Konzert und alle Teilnehmer werden gebeten hinter die Bühne zu kommen.

Ich bin mir nicht sicher, was ich erwartet hatte, aber ganz sicher nicht das: Die Songs waren nicht nur musikalisch wirklich gut, sondern auch die Texte und vor allem die Darbietungen haben zum Nachdenken angeregt. Ob gefühlvolle Ballade, Hip-Hop, Rock oder sogar Klassik mit Kabaretteinflüssen. Ein gemeinsames Genre scheint es nicht zu geben. Aber genau das war der Sinn: In den Unterschieden Gemeinsamkeiten zu finden. Musik zu machen und die Menschen wach zu rütteln. Und das hat geklappt! Ich habe mehr als einmal Gänsehaut bekommen. Vor allem als ein Schulcorps aus Madagaskar aufgetreten ist, die zum ersten Mal überhaupt ihre Heimat verlassen haben, war ich sehr gerührt. Musik die zusammenbringt, Musik die verbindet. Wer am 14. Juni auf dem Columbiagelände war, hat diese Message verstanden. Es gibt nur eine Welt, die wir uns teilen. Und auch wenn wir unterschiedlich sind, so sind wir doch alle Menschen.

 

2017 geht's weiter!
2017 können wieder Songs für die EINE WELT eingereicht werden. Ihr könnt euch ganz einfach regelmäßig auf dem Facebook-Kanal und auf der Website zum Contest updaten!

 

Text: Paul Hilliger
Teaser-Foto: Engagement Global/ Merlin Nadj-Torma

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