Anzeige
Schwerpunkt

Du schnarchst – aber danke für den tollen Restaurant-Tipp

Ein Wochenendtrip nach Kopenhagen, eine Woche Berlin, Paris oder Prag, viele Jugendliche und Studenten reisen gerne und übernachten dann in Jugendherbergen, weil sie eine günstige Alternative zu schmutzigen, wetterabhängigen Zeltplätzen sind. Trotzdem schrecken immer noch einige vor den Mehrbettzimmern zurück. Warum diese Angst unbegründet ist, weiß Medienlager-Teilnehmerin Maria.

05. August 2013 - 12:45
SPIESSER-Redakteurin Onlineredaktion.
Deine Bewertung bewertet mit 5 5 basierend auf 2 Bewertungen
Onlineredaktion Online
Beigetreten: 25.04.2009

Nach einer langen Zugfahrt oder einer anstrengenden Radtour möchte man am liebsten sofort ins Bett fallen – am besten ins eigene. Übernachten in einem Neunbettzimmer kann dann schnell zur Last werden. Denn bei jedem von uns schwirren Vorurteile und Klischees im Kopf herum, die es nicht einfach machen, sich auf ein solches Abenteuer einzulassen. Was ist nur, wenn der Bettnachbar die ganze Nacht laut schnarcht? Wie soll ich in Ruhe schlafen können, wenn die beiden anderen Mädels erst mitten in der Nacht kichernd zurück kommen? Was ist mit meiner Privatsphäre?

Mehrbettzimmer verheißen nicht immer etwas Böses

Wenn man sich ein  bisschen auf andere Menschen einlassen kann und das Selbstbewusstsein hat, den anderen seine Bedürfnisse mitzuteilen ist schon ein großer Schritt getan. Jeder kann sich nur dann in einem Zimmer mit anderen Personen wohlfühlen, wenn man sich gegenseitig akzeptiert.
Es kann unglaublich spannend sein, gleichzeitig ein Zimmer mit Mädels oder Jungs aus China, Dänemark, Österreich, England und Spanien zu teilen. So kann man seine sozialen Kompetenzen testen und Menschen aus fremden Ländern, mit deren Kulturen, Sitten und Bräuchen, kennenlernen. Erlernte Sprachen können simpel und vor allem kostenlos ausprobiert werden, wobei man keine Angst haben muss, dass man ausgelacht wird. Man wird verbessert.

Man muss auch mal über den eigenen Schatten springen

Was immer alle haben – Mehrbettzimmer
sind doch gemütlich! Foto: Lisa Becker.

Ich war selbst vor zwei Jahren mit meiner Schwester in einem Gruppenzimmer in einer Jugendherberge in Kopenhagen untergebracht. Wir wollten die Stadt erkunden und dabei waren uns die Zimmermitbewohner oft eine große Hilfe. Sie erklärten uns den Weg zum besten vegetarischen Restaurant oder konnten uns mit ein paar Lebensmitteln aushelfen. Ich habe mich sogar dazu überwunden, mit wildfremden Leuten französisch zu reden. Als Reaktion habe ich die Antworten und kleine Kritiken bekommen – keine Lacher.
Zwar muss der ein oder andere erst einmal über seinen eigenen Schatten springen, aber wenn man die Herausforderungen annimmt und lernt Kompromisse einzugehen, dann können aus ein paar Tagen Urlaub auch gute Freundschaften und Kontakte entstehen. Einmal geknüpft, behält man manche Kontakte ein Leben lang. Und wer weiß, vielleicht ist man irgendwann mal gerade in Finnland und braucht einen Tipp. Dann ist es gut, jemanden zu kennen, der dort lebt.

Solange man noch jung und flexibel ist, sind meiner Meinung nach Mehrbettzimmer ein optimales Angebot. Man kommt nicht nur in Kontakt mit anderen Menschen, sondern bereichert auch die eigenen Erfahrungen. Am Ende kommt man mit  ganz ausgefallenen und spannenden Lebensgeschichten wieder zurück nach Hause. Dort kann man dann seinen  Träumen über die nächste Reise im eigenen Bett freien Lauf lassen.

Text: Maria Heinrich
Teaser-Foto: Clara Mißbach

 

Dir gefällt dieser Artikel?

Kommentare

Zwei Kommentare
  • Eine wunderbare Möglichkeit Einheimische kennenzulernen ist: CouchSurfing! Funktioniert quasi wie Mitfahrgelegenheit, eben nur mit einem Schlafplatz. Man lernt Leute vor Ort kennen, kann sich mit anderen CouchSurfern treffen, bekommt Insider-Tips oder hat jemanden von irgendwo auf der Welt bei sich zu Gast!

  • Ich habe bis jetzt nur gute Erfahrungen mit Hostels und Jugendherbergen gemacht. Und wer sich sorgen um Schnarcher macht, kann ja Ohropax einpacken.

Mehr zum Thema „Medienlager
  • Anzeige
    Onlineredaktion
    Schwerpunkt

    Silberstreif am Horizont?

    Das Leben verläuft nicht immer nach Wunsch, doch Pat Solatano (Bradley Cooper) bekommt nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie in Baltimore die Chance, sein Leben wieder in die richtige Bahn zu lenken. Ob er den Silberstreifen findet? Medienlager-Teilnehmerin Maria hat den Film „Silver Linings“

  • Anzeige
    frautagtraum
    Schwerpunkt

    Medienlager 2013 - Das sind die Ergebnisse

    Vom 15. bis 28. Juli 2013 hatte das  Medienlager seine Sommerresidenz in der Jugendherberge „eins“ in Chemnitz, in der die Workshops Text, Foto, Film und Agentur viele kreative Ideen in die Tat umsetzten. Einige davon wollen wir euch zeigen.

  • Anzeige
    Onlineredaktion
    Schwerpunkt

    Schwarzweiß-Zirkus trifft kunterbunte Märchenwelt

    Eine bunte Märchenwelt mit sprechenden Tieren, prächtigen Schlössern und zauberhaften Wesen – wer träumt nicht von diesem kitschig-schönen Leben? Doch auch hier gibt es Schattenseiten. Welche genau zeigt uns Sam Raimi in seinem Film „Die fantastische Welt von Oz“.

  • Anzeige
    Onlineredaktion
    Schwerpunkt

    Der Soundtrack des Medienlagers 2013? detektor.fm!

    Seit drei Jahren schon funkt detektor.fm als unabhängiger Radiosender in die Weiten des Internets. Medienlager-Teilnehmerin Neele war vor Ort und hat für euch hinter die Kulissen der „Besten Innovation“ im Radio geschaut.

  • Anzeige
    Onlineredaktion
    5
    Schwerpunkt

    Das Medienlager geht On-Air

    „Und nun kommt der neue Song von...“ – Sonst hört man diese Wörter beim Autofahren, Kochen oder Entspannen. Oft wechselt man einfach den Sender. Doch wie läuft eine Radiosendung eigentlich ab? Was geschieht im Hintergrund? Sarah hat im Rahmen des Medienlagers 2013 die

  • Anzeige
    Onlineredaktion
    Schwerpunkt

    „Musik ist wie einen Drachen zu töten.“

    Rapper, Schauspieler, Moderator und Kulturmanager – Rany Dabbagh ist ein echtes Multitalent. Zur Eröffnungsfeier des Medienlagers 2013 trat er mit seinem Jugendherbergsrap auf. Die Textworkshop-Teilnehmer Uli und Hagen haben Rany zu seiner Musik ausgefragt.

  • Anzeige
    Onlineredaktion
    Schwerpunkt

    „Ich habe mir gewünscht, Außerirdische kämen auf unseren Planeten, um mich mitzunehmen.“

    Gut, dass die Aliens zu Hause geblieben sind, sonst hätten wir nie etwas über Anke Poltermann erfahren. Mit Neele und Maria aus dem Textworkshop im Medienlager hat die Trickfilmerin über ihren Weg in diesen kreativen Beruf gesprochen.

  • Anzeige
    Schwerpunkt

    Der Mann der Schlagzeilen

    Über keinen anderen Musiker wird momentan in den Medien mehr berichtet als über ihn: Bushido. Zu dem Berliner Rapper kommen immer wieder neue Fragen auf: Hat er eine Grenze überschritten, will er Politiker ermorden oder sind seine Äußerungen einfach nur Teil einer perfekten Werbekampagne ?

  • Anzeige
    Onlineredaktion
    Schwerpunkt

    Auf die Plätze, fertig, Medien!

    Medienluft schnuppern und nebenbei Spaß haben? Das geht auf dem Medienlager 2013 in Chemnitz. Dort wird in den nächsten zwei Wochen geschrieben, gefilmt, fotografiert und vermarktet. Damit aber die Medienmacher von morgen ihre neue Umgebung besser kennenlernen, wurde erst einmal gerappt.

  • Anzeige
    frautagtraum
    Schwerpunkt

    Medienlager 2013 - Das sind die Workshopleiter!

    In wenigen Wochen startet das Medienlager 2013 in seine fünfte Ausgabe.  Noch bevor es vom 15. bis 28. Juli  in Chemnitz soweit ist, stellen wir euch die Workshopleiter vor.

  • Anzeige
    Peggy Eckert
    5
    Schwerpunkt

    Macht mit Medien!

    Unser Medienlager findet in diesem Jahr vom 15. - 28.07.2013 in Chemnitz statt.

  • Anzeige
    Peggy Eckert
    Schwerpunkt

    Medienlager - FAQ

    Wann erfahre ich, ob ich dabei bin?

  • Anzeige
    Susi_Th
    Schwerpunkt

    Anmeldung Medienlager 2013

    Hier könnt ihr euch verbindlich für die Warteliste für das Medienlager 2013 vom 15. bis 28. Juli 2013 in Chemnitz anmelden.