Friss das

Die Zukunft des Studentenessens?

Knäckebrot und Nudeln mit Ketchup sind die Grundnahrungsmittel vieler Studenten. Fancy Geräte können sich die meisten nicht leisten und dann sitzt einem zwischen Prokrastination und Klausurstress auch noch die Zeit im Nacken. Ob ein Thermomix® der Ausweg in eine vitaminreiche und köstliche Zukunft ist, hat SPIESSERin Talisa getestet.

16. Februar 2018 - 09:00
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Der erste eigene Haushalt bringt die Anschaffung vieler Klein- und Großgeräte mit sich. All das unterzubringen ist in so einer 20 m² großen Studentenwohnung gar nicht mal so einfach. Und leisten muss man sich das Ganze auch erst. Ein Gerät für alles wäre da doch der Idealfall! Ein Multitalent, das Pürierstab, Rührgerät, Waage und all das andere Equipment vereint – so erscheint es in meinen bescheidenen Träumen, inspiriert durch fade Tütensuppen und angebrannte Toast mit Käse. Da kommt es natürlich ganz gelegen, dass ich vier Wochen lang testweise in den Genuss des Thermomix® von Vorwerk kommen kann.

Karotten-Kokos-Suppe

(geht auch ohne Thermomix®)

Das brauchst du:
- 500 gr. Karotten
- 1 Zwiebel
- 1 große Süßkartoffel (350 gr.)
- 1/2 Dose Kokosmilch
- 1/2 l Gemüsebrühe
- 1 Esslöffel Limettensaft
- 1 gehäufter Teelöffel Honig
- Salz & Pfeffer
- 1/2 Bund Koriandergrün
- 1 EL Öl

So geht's:
Zwiebel in den Mixtopf geben, zerkleinern und mit dem Öl kurz dünsten. Karotten und Süßkartoffel ebenfalls zerkleinern, Gemüsebrühe zugeben und 17 Minuten garen. Kokosmilch, Limettensaft und Honig hinzufügen, 30 Sekunden pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf die angerichteten Teller Koriandergrün drüber streuen.

Schritt für Schritt ins Kochparadies

Kaum steht das – wenn auch ziemlich große – schön glänzende Gerät in meiner  Studentenküche, fange ich an, mein erstes Gericht zuzubereiten (oder vielmehr zubereiten zu lassen): eine Karotten-Kokos-Suppe. Mein erster Eindruck ist mehr als positiv. Das Kochen mit dem Thermomix® scheint nicht nur schnell und energiesparend zu funktionieren, der integrierte Computer leitet mich auch durch die verschiedenen Schritte im Kochprozess. Die Zutaten werden bloß grob zerkleinert in den Mixtopf gegeben und der Thermomix® erledigt den Rest. Falsch machen kann man also nichts. Als das Ganze auch noch schmeckt, bin ich vor Begeisterung kaum zu halten!

Von der warmen Suppe in meinem Bauch ganz selig, lasse ich den Blick durch meine Küche schweifen. So effizient der Thermomix® beim Zubereiten auch ist, das Aufräumen übernimmt er leider nicht für mich. Da der Mixtopf ziemlich groß ist, passt er kaum in mein Spülbecken und Spülwasser lässt sich durch das Loch im Topfboden (hier steckt im Kochvorgang das Messer drin) auch nicht einfüllen. Das mühsame Abwaschen macht also noch weniger Spaß als sonst.

Kein Ersatz für eine Küche

Einen Backofen oder eine Bratpfanne kann der Thermomix® nicht ersetzen. Gut, das habe ich auch nicht erwartet. Zwar lässt sich Kuchenteig problemlos zubereiten, fürs Backen brauche ich aber trotzdem einen herkömmlichen Backofen. Dasselbe gilt für die Zubereitung von Fleisch oder Fisch. Der Dampfgaraufsatz ermöglicht zwar einen schonenden Garvorgang, das Anbraten oder Backen müssen im Nachhinein allerdings trotzdem die Großgeräte in der Küche übernehmen.

Hoher Preis für „nur“ gutes Essen

Das Essen aus dem Thermomix® ist immer ganz gut und schnell zubereitet. Das Gerät übernimmt zwar das lästige am Herd Stehen und Umrühren. Schälen und Abwasch bleiben aber selbstverständlich trotzdem an mir hängen. Ich denke, der Thermomix® ist ideal für all die geeignet, die mit wenig Zeitaufwand eine ausgewogene Ernährung anstreben. Jedoch rechtfertigt das meiner Meinung nach nicht den enormen Preis von über 1000 Euro. Die Trennung von dem edel glänzenden Gerät fällt mir nach den vier Testwochen aber trotzdem schwer.

Text: Talisa Moser
Teaserbild: Lena Schulze

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