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VITA COLA
Clubtour 2017

Ein Bungeejumping
-Sprung ohne Seil

Als Newcomer Band selbst eine CD zu produzieren, sich Auftritte zu verschaffen und Erfolg zu haben ist zwar möglich aber wie schwierig es ist und was alles dazu gehört, weiß Jochen Ringl vom MMM Artist Management und Gründer des NewcomerRadio Deutschland.

01. März 2017 - 11:51
SPIESSER-Redakteur Onlineredaktion.
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Beigetreten: 25.04.2009

Zunächst eine generelle Frage: Wie sind das MMM Artist Management, das NewcomerRadio, das NewcomerMagazin und das MMM-Booking verbunden?

Jochen Ringl, Gründer des NewcomerRadio
Deutschland.

Ich habe 2000 das NewcomerRadio Deutschland aufgebaut, um Newcomer Bands und Musikern eine Plattform zu geben. Dort kamen immer mehr Bands an, die ein Management wollten. Über diese Anfragen ist die Agentur MMM Artist Management entstanden, die man sich als Mutterunternehmen vorstellen kann. Hierzu gehört der Fullservice aus Radio, Management, Booking-Agentur und Musikmagazin.

Worauf achten Sie bei den Bandbewerbungen?

Wir haben schon ein recht hohes Anforderungsprofil an Bewerbungen allgemein. Uns braucht niemand um die Ecke kommen mit: „Hi, ihr Leute, könnt ihr mal unsere Musik spielen?“ oder so. Wir erwarten bei einer Bewerbung ein mediengerechtes Anschreiben, einen Link in der Email zu der Musik, Kontaktdaten und Rückrufnummern. Dann wird die Bewerbung erst geprüft, wobei wir natürlich auf die Qualität der Musik achten und ob es vom Genre her zu NewcomerRadio Deutschland passt.

Wie ist Ihre Herangehensweise, wenn Sie eine neue Band vermarkten wollen?

Wir bearbeiten jede Anfrage so, dass wir der Band zunächst ein professionelles Feedback geben, wie wir ihr Projekt sehen und was für Schritte wir empfehlen würden. Wenn es dann zu einer Zusammenarbeit kommt, findet ein Erstgespräch statt, in dem wir uns einen Eindruck verschaffen: Wie schätzt sich die Band selbst ein? Wo steht sie und wo möchte sie hin?

Hinzu kommt die Auswertung des Netzwerks der Band auf den Webseiten: Sind diese eher ein Mitteilungsblatt oder auch Unterhaltung? Dann wird die Band im Onstage-Management ausgebildet: Wir fahren angekündigt oder unangekündigt auf Veranstaltungen der Bands mit einem Bewertungskatalog. Den hauen wir der Band dann um die Ohren. Alle drei Monate gibt es persönliche Treffen, es gibt Schulungen beispielsweise im Bereich der bandinternen Kommunikation, Medienkommunikation oder auch Interviewtraining. Wenn wir eine topaufgestellte Band mit diesen Kommunikations-Aspekten haben, geht es irgendwann auch um die Generierung von Partnern und Sponsoren. Dann erst gehen wir an unsere größeren Kontakte und versuchen die Band als Support für größere Bands unterzukriegen.

Wir nehmen nicht nur das fertige Produkt und vermarkten es, sondern haben sehr viel mit Kommunikation zu tun. Diese Arbeitsweise spiegelt auch unser Slogan wieder: Wir fangen dort an, wo andere Musikagenturen aufhören, an den Menschen hinter dem Projekt.


„Alice Roger“, Gewinner der VITA COLA Clubtour 2015, jetzt im Management von MMM Artist Management.

Kann eine Band auch ohne Management eine eigene CD produzieren?

Natürlich kann jede Band eine CD selbst mit einem entsprechenden Programm produzieren. Aber die Produktion einer CD hat noch nichts mit Erfolg zu tun. Wenn eine Band Erfolg haben und auf Konzerte kommen will, dann wird es schon schwieriger, dann wird das Marketing wichtig und man kommt auch um Studio-Aufnahmen nicht herum.

Welche Kosten kommen da zusammen?

Die CD-Produktion als solches ist gar nicht so teuer, da ist man mit ca. 800€ dabei. Das kostenintensive ist das Marketing und die Promotion. Da gehört eine entsprechende Vorankündigung dazu, ein Mitteilungsblatt, das die Fans mit einbezieht, vielleicht eine Single-Auskopplung, Videos auf Facebook, Verlosungsmaßnahmen, etc. Die ganze Vorpromotionszeit sehe ich bei 8 bis 12 Wochen, in die Pressemeldungen, Radiopromo und Onlinepromo gehören.

Thema Auftritte: Funktioniert hier nur Klinkenputzen oder wie kann man als Band an Auftritte kommen?

Klinkenputzen ist natürlich eine Herangehensweise, die viel Zeit und Kraft und manchmal auch Geld kostet. Außerdem sind Veranstalter in erster Linie Geschäftsleute, die die Location vollkriegen wollen. Für die kommt es darauf an, was die Band dafür macht, dass der Auftritt beworben wird. Wie stellt sich die Band in ihren Netzwerken dar? Lohnt es sich, die auftreten zu lassen? Deshalb tendieren die Veranstalter dazu, nur noch mit Bands zusammenzuarbeiten, die sie aus befreundeten Agenturen kennen oder die ein Management haben. Sie merken schon, an Auftritte zu kommen oder eine CD zu produzieren ohne Marketing ist wie ein Bungeejumping-Sprung ohne Seil.

Wie wichtig sind Teilnahmen an Wettbewerben wie der VITA COLA Clubtour?

Es gibt viele Wettbewerbe, die sich durch die dubiosesten Vorgehensweisen einen Namen auf der schwarzen Liste gemacht haben. Es gibt aber durchaus relativ wenige und sehr, sehr gute Förderprogramme und Contests, zu denen die VITA COLA Clubtour meiner Meinung nach eindeutig gehört. Dieser Wettbewerb ist innovativ, unabhängig, transparent, fair und nachweislich fördernd. Wir sind auch stolz da dabei zu sein und sind beispielsweise mit „Alice Roger“ durch die VITA COLA Clubtour zusammengekommen, die wir seit dem im Management betreuen.

MMM Artist Management

Der Einsatz des MMM Artist Management-Teams wurde mittlerweile auch mehrmals ausgezeichnet, unter anderem mit:
- dem Dt. Rock und Pop Preis 2013 und 2015 für erfolgreiches Newcomer Management in Deutschland
- beim Innovationspreis-IT der Initiative Mittelstand für die Projekte Bestes Newcomer Management, Qualitätsmanagement und Online Marketing
- für die Projektarbeit „Management beginnt im Kopf“
www.mmm-artist-management.de

 

Interview: Polina Boyko
Teaserbild: Lena Schulze

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