Titelverteidiger

Friedrich, chill mal!

Mach mal nen Ruhigen – aber erfolgreich: Die Jungs von „Friedrich Chiller“ wollen ganz groß raus. Aber wie ticken die musikalischen Chiller denn so? SPIESSER Redaktionspraktikantin Rebekka hat den charmanten Frontsänger Valentin mal ordentlich ausgefragt.

05. Oktober 2017 - 10:15
SPIESSER-Autorin breakfastatspiesser.
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breakfastatspiesser Offline
Beigetreten: 28.07.2017

Mit ihrem Mix aus deutschem Indie-Pop-Rock, Hip Hop und 80er-Funk liefern „Friedrich Chiller“ Stoff, der tanzbar ist. Ihr Album „Wunschinsel“ ist voll von hedonistischen Lyrics und Ohrwurmpotential!

Was muss Musik für dich an sich haben, damit du in Trance gerätst? (Total in Trance)

Musik muss für mich individuell sein, Ecken und Kanten haben. Und dann kann man sich erst in solche speziellen Einzelheiten in Songs verlieben und dadurch in einen tranceartigen Zustand geraten.

Wie genau würde deine eigene Wunschinsel aussehen? (Wunschinsel)

Auf jeden Fall müsste da gar nicht so viel drauf sein auf einer Wunschinsel. Immer wenn ich irgendwie in den Urlaub fahre, oder mal dem Alltag entfliehen kann, merke ich, mit wie wenig ich auskomme. Da reicht’s, wenn die engsten Kontakte drauf wären, ein paar Genussmittel (lacht) und was zum Musik machen.

Schweigen wollt ihr ja nicht gerade mit eurer Musik. Erzähl doch mal, wie du den Inhalt dieser EP beschreiben würdest. (Wer küsst, darf schweigen)

Ich würde den Inhalt dieser EP als hedonistisch bezeichnen, um damit die guten Seiten dieser Welt zu offenbaren. Im Song „Wer küsst, darf schweigen“ geht’s zum Beispiel darum, dass man nicht immer 100% zusammen passen muss, um etwas für einander zu empfinden. Und dass auch ohne Worte viel gesagt werden kann.

Der Weg als Musiker ist ja oft sehr steinig. Wie genau hat es denn bei dir mit der Musik angefangen? (Ganz genauso)

Bei mir hat’s damit angefangen, dass im Elternhaus sehr viel musiziert wurde und dass ich mit fünf Jahren dann Lust hatte, Klavier zu lernen. Unterbrochen wurde meine musikalische Laufbahn dann zwischenzeitlich durch Leistungssport, insbesondere Radsport. Später habe ich aber wieder dazu zurückgefunden, weil ich gemerkt habe: Wenn ich einen roten Faden in meinem Leben habe, dann ist das definitiv die Musik.

„Friedrich Chiller“ kann man ja schon als eigene kleine Gang beschreiben. Falls ihr eine Tour plant, welche Location wird von euch nach Dresden unsicher gemacht? (Sonnenunterganggäng)

Wir haben auf jeden Fall Lust, erstmal im deutschsprachigen Raum weiter Fuß zu fassen - auch wegen der deutschen Texte. Wir wollen natürlich auch, dass unsere Musik auf Gehör trifft und verstanden wird. Deshalb versuchen wir einfach die Locations ausfindig zu machen, wo unsere Musik am meisten Anklang findet, damit sich Menschen mit unserer Musik identifizieren können.

Weißt du denn schon ein bisschen mehr über die Tour?

Wir haben so ein paar Locations, zu denen wir auf jeden Fall vordringen werden, und die Tour wird sich bis jetzt auf sieben bis acht Gigs beschränken. Danach hoffen wir, bundesweit immer mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Du schreibst einen Brief an dein zukünftiges Ich: Was steht drin? (Brief an mich)

Da steht drin, dass der jugendliche Leichtsinn viel zu schnell in eine schlechte Schublade gesteckt wird und ich mir diesen unbedingt beibehalten möchte. Und dass ich die Pflichten eben nicht dem Spaß vorziehe, auch wenn ich älter werde.

Wunschinsel" von Friedrich Chiller

 

: 29.09.2017
Presave-Link: www.presave.io/t/wunschinsel
Label: sonokraft

 

 

 

Interview: Rebekka Hörnig
Teaser-Foto: © Sebastian Paul

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