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Titelverteidiger: Exclusive – „Lieder für die Autobahn“

Längere Zeit war es ziemlich still um die fünf Jungs aus München, doch jetzt sind sie zurück mit ihrem neuen Album „Lieder für die Autobahn”, das heute am 17.5. erscheint. SPIESSER-Autorin Annika hat sich mit der Band zum Interview getroffen.

23. Mai 2019 - 07:56
SPIESSER-Autorin Alaniel.
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Alaniel Offline
Beigetreten: 23.10.2015

Kommt deine Stimme von alleine oder hattest du Gesangsunterricht? (All)

Wir haben vor acht Jahren gedacht „lass uns was neues machen” und haben deutsch geschrieben. Ich hatte davor noch nie deutsch gesungen, aber beim ersten Versuch hat’s dann gleich so geklappt. Ich wusste gar nicht, dass ich das kann (lacht), das war so ein Klick-Moment. Aber ich hatte auch ein bisschen Unterricht, einfach weil die Art und Weise, so zu singen, natürlich anstrengend ist. Da ist es hilfreich, wenn man auch die Technik kann. Ich wurde damals sogar von Jennifer Rostock gewarnt, dass ich Gesangsunterricht nehmen soll.

In „Morgentau“ klingt es sehr danach, als würde es dich in die Ferne ziehen. Bist du schon viel gereist?

Ja, wir sind ziemlich rumgekommen, auch als ich klein war sind meine Eltern mit mir viel gereist. Jeder von uns ist so ein Reise-Liebhaber, wir sind auch relativ verstreut grade, der eine in Barcelona, der andere in Berlin und der andere wieder in München. Ich bin absoluter Skandinavien-Fan. Ich würde jedem empfehlen, Oslo im Sommer anzuschauen und sich an den Hafen zu setzen.

 

 

Wo findet ihr denn als Band Inspiration für eure Songs? (Shawney)

Wir haben uns immer schon von Kunst inspirieren lassen, „der Wanderer über dem Nebelmeer“ von Kaspar David Friedrich zum Beispiel, aber auch von Alltagsthemen, die einen bedrücken.

Gibt es in eurer Vergangenheit Entscheidungen, die ihr bereut? (Ketten)

Ich glaube, die hat jeder. Zum Beispiel gibt’s ein paar Songs auf dem neuen Album schon seit vier oder fünf Jahren, weil wir schon nach den New-Music-Awards 2013 die Entscheidung getroffen haben, ein neues Album in Berlin zu schreiben. Das haben wir dann aber erstmal liegen lassen. Nach einem Monat haben wir alle gesagt: Fuck, das funktioniert irgendwie nicht, und haben das komplette Album weggeschmissen, einer der größten Fehler meines Lebens. Aber lustig, dass aus dieser Zeit fast ein Drittel der Songs auf das neue Album gekommen sind. Das Problem ist, man malt sich dann aus, wie es mit dem Release gewesen wäre, wenn wir das damals schon rausgebracht hätten.

Als Band besteht ihr schon seit mehr als zehn Jahren. Wieviel hat sich in dieser Zeit bei euch geändert, abgesehen davon, dass ein Bandmitglied dazu gekommen ist? (Fiebertraum)

Ja stimmt, das vergesse ich immer, wir waren ja am Anfang zu viert und dann ist Benedikt noch dazu gekommen, aber das ist auch schon so lange her, das zählt für mich eigentlich gar nicht. Aber wir sind auf jeden Fall erwachsener geworden, wir wollen anspruchsvollere Musik machen. Für uns selber haben wir einen höheren Anspruch was Harmonien, Cords und so angeht und das geht bei den Texten weiter, man wird einfach erwachsen und hat mehr Möglichkeiten, sich auszudrücken.

 

 

Welche Rolle spielt Musik in deinem Privatleben? (Melodie)

Ich hör fast keine Musik, aber ich bin auch ein Sonderling, die anderen sind da ganz anders, die hören echt viel Musik und wissen genau was aktuell ist. Ich bin dann immer derjenige, der dumm nachfragen muss (lacht), ganz komisch. Also ich wüsste jetzt schon, wer grade irgendwie ein Album rausgebracht hat, eins könnt ich dir nennen oder so, aber ich bin jetzt nicht so Musik-Kenner-mäßig unterwegs, wie man es vielleicht von anderen Leuten kennt, die Musik machen.

Wo siehst du euch, als Band, in fünf Jahren? (Mailbox)

Ich hoffe, dass wir in fünf Jahren noch eine etabliertere Größe sind, dass wir auf Festivals spielen und mit der Band auf Tour sind. Die letzten Jahre waren wir live nicht so viel unterwegs, einfach weil auch kein Album da war. Ich hoffe, dass dieser Musikalltag zurück kommt und wir einfach schneller Musik rausbringen werden, weil ich glaube, wir haben uns teilweise zwischen den Alben zu lange Zeit gelassen.

„Lieder für die Autobahn" von Exclusive

 

VÖ: 17.05.19
Label: Columbia d (Sony Music)

 

 

 

Text: Annika Sperling
Bildmaterial: ©Marco Fumolo

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