Mach dein Ding!

Wer will
Bundeskanzler sein?

Dennis Fühner will Bundeskanzler werden! Zumindest „Germany’s Next Bundeskanzler“. Warum der 19-Jährige kandidiert und was seine erste Amtshandlung wäre, verriet er SPIESSER-Redakteurin Polina. Bei GNBK könnt auch ihr noch bis 30. Juni kandidieren und die Stimme eurer Generation werden.

04. Juli 2017 - 11:27
SPIESSER-Autorin Individuot.
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Individuot Offline
Beigetreten: 01.07.2014

Wie bist du auf „Germany’s Next Bundeskanzler“ (GNBK) gestoßen?

Ich bin generell viel online, mache bei vielen verschiedenen Sachen mit und melde mich grundsätzlich überall erst mal an. (lacht) Irgendwie hat dieses Verhalten dazu geführt, dass mir „Germany’s Next Bundeskanzler“ irgendwann von Facebook vorgeschlagen wurde. Das war ganz am Anfang der Bewerbungsphase und ich war unter den ersten vier Leuten, die sich da angemeldet haben. Dann hab ich mein Profil erstellt und das Video mit einem Bekannten zusammen gedreht.

Bist du politisch aktiv?

Ich laufe nicht bei jeder Demo mit – in meiner Heimat Nordhorn zum Beispiel gegen Trump zu protestieren bringt herzlich weniger – aber wenn es um Entscheidungen geht, die unser Gebiet betreffen, bin ich dabei.

Mit 14 bin ich auch das erste Mal in eine Partei eingetreten. Ich weiß heute nicht mehr genau, warum ich das gemacht habe, aber jedenfalls bin ich damals der Piratenpartei beigetreten. Da war ich allerding nur ein Jahr, habe seit dem aber immer wieder mit dem Gedanken gespielt, in eine kommunale Partei einzutreten.

Was wäre deine erste Amtshandlung?

Deutschland ist ja in vielerlei Hinsicht ganz gut im Rennen. Wenn man aber den Aspekt Internetzugang und -geschwindigkeit betrachtet, ist das schon etwas traurig. Ich lebe in einem recht kleinen Ort und in der Umgebung gibt es teilweise keinen Internetzugang. Das ist halt relativ bescheiden, weil der Internetzugang in so vielen Bereichen zur Grundlage geworden ist – in der Schule zum Beispiel. Dass sich viele einen Internetzugang kaum oder gar nicht leisten können, kann eigentlich auch nicht wahr sein.

Aber es geht auch um viel mehr als nur darum, im Internet surfen zu können. Wenn man sich beispielsweise in der Arbeitswelt umschaut: Eine Firma wird niemals aufs Land gehen, weil die Infrastruktur für einen vernünftigen, und für das Unternehmen notwendigen, Internetzugang gar nicht gegeben ist. Wäre das anders, könnten sich Unternehmen auch außerhalb der Städte ansiedeln. Und das hätte weitreichende Konsequenzen.

Zudem muss man den Blick dafür behalten, wie schnell sich die Dinge in den 20 Jahren verändert haben seit es das Internet in der Form gibt, wie wir es kennen. Da kann man sich gar nicht vorstellen, wie anders alles in 20 Jahren sein könnte! Als Staat und Gesellschaft müssen wir aber zusehen, dass wir da hinterher kommen. Im Moment sind wir im Mittelfeld und das wird nicht besser, wenn sich da nichts tut. Die Prioritäten müssen sich verschieben: Wir müssen zusehen, dass wir Netzbetreiber und den Ausbau der Mobilfunknetze unterstützen.

Was hältst du von GNBK?

Bei „Germany’s Next Bundeskanzler“ kommen Themen zur Sprache, die ganz klar die Jugendlichen interessieren. Das mit dem Internetzugang mag für meine Eltern recht irrelevant sein, weil sie abends vielleicht mal eine Mail schreiben. Aber was mich und meine Generation betrifft, hat es einen enormen Stellenwert. Und da trägt GNBK dazu bei, dass das auch gehört wird. Das beginnt bei der Jury des Wettbewerbs und in den letzten Instanzen, wenn es nach Berlin geht, sind ja auch Leute beteiligt.

Das wiederum kann zur Folge haben, dass diese für uns wichtigen Themen auch angesprochen und von den Politikern kommuniziert werden, was zu einer höheren Wahlbeteiligung unter jungen Leuten führen kann. Aber das muss auch auf eine andere Art passieren: Wenn man um 20:15 auf ARD ein Politikgespräch führt und da über etwas diskutiert, darf man sich nicht wundern, dass die Jugend sich nicht angesprochen fühlt. Die hängt ja währenddessen im Internet rum! (lacht)

Was würdest du mit dem Gewinn machen?

Wenn diese 10.000 Euro für eine Bildungsmaßnahme gedacht sind, würde ich das Geld in eine Fortbildung oder Ausbildung investieren, beispielsweise in eine Meisterschule, einen Sprachkurs oder Auslandsaufenthalt. Wenn ich dieses Stipendium auch auf der politischen Ebene einbringen könnte, würde ich überlegen, was ich in meiner Stadt damit machen kann.

„Germany’s Next Bundesklanzler“
„Germany’s Next Bundesklanzler“ ist eine Aktion des Verbands DIE JUNGEN UNTERNEHMER. Kandidieren können alle zwischen 18 und 25 Jahren, die bei der Bundestagswahl über eine Wahlberechtigung verfügen. Insgesamt drei Challenges trennen die Kandidaten von dem Kanzler-Camp, bei dem sich die fünf Kandidaten mit den meisten Votes deiner Jury, in der unter anderem YouTuber LeFloid sitzt, stellen müssen. Der Gewinner erhält ein Stipendium für Ausbildung, Studium oder Weiterbildung in Höhe von 10.000 Euro. Alle Infos zur Aktion findet ihr auf www.gnbk.de oder auf Facebook.

 

Interview: Polina Boyko
Teaserbild: Vanessa Büsscher

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