Beruferoulette

Absolut
der Renner!

Mindestens einmal die Woche deckt sich jeder im Supermarkt mit Lebensmitteln ein. Doch wer sorgt dafür, dass die Regale auch immer voll sind? SPIESSER-Autorin Marie hat Henrik Schmidt (29), Azubi im Abiturientenprogramm bei REWE, getroffen und herausgefunden, wie der Laden läuft.

01. September 2017 - 15:08
SPIESSER-Autorin TastenMöhre.
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TastenMöhre Offline
Beigetreten: 04.09.2012

Als ich im REWE City Markt in Dresden ankomme und nach Azubi Henrik frage, muss dieser erstmal durch die Sprechanlage von irgendwo aus dem Markt gerufen werden. Der 29-Jährige ist nämlich schon zum Assistenten der Marktleitung aufgestiegen, eine Position mit viel Verantwortung.

Er weist Mitarbeiter an, teilt ihnen Aufgaben zu und kümmert sich um die Bestellungen von Waren. „Wir haben perfekt gearbeitet, wenn der Markt aufgeräumt aussieht und die Regale voll sind“, erklärt mir Henrik. Der 29-Jährige absolviert bei REWE das Abiturientenprogramm. Es beinhaltet nicht nur die 18-monatige Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel, sondern anschließend auch die Weiterbildung zum Handelsfachwirt. „Der Vorteil daran ist, dass ich meine Ausbildung statt in üblichen 36 Monaten, in nur 18 Monaten durchlaufe“, erklärt er mir. Dadurch kann es aber manchmal ganz schön stressig sein, denn die Theorie, zu der beispielsweise rechtliche Grundlagen, Marketingstrategien und das Rechnungswesen gehören, wird in knapp einem Monat abgehandelt.

Kaufmann im Einzelhandel
Dein Traumjob, denn du …
• gern Verantwortung übernimmst
• ein Organisationstalent hast
• einen abwechslungsreichen Job mit schnellen Aufstiegschancen suchst

Das gehört dazu:
• Spaß an Teamarbeit und am Umgang mit Menschen
• Kommunikationsstärke
• Eigeninitiative

Wie du es wirst:
• gutes (Fach-) Abitur
• 18 Monate Ausbildung im Markt, inklusive 27 Seminartagen

Einstiegsgehalt:
• 1005 Euro brutto

Karriereplan für Frühaufsteher

Eine Hürde in Henriks Ausbildung war das zeitige Aufstehen. „Ich leite die erste Schicht und stehe dafür jeden Morgen um 3:45 Uhr auf. Wenn andere also feiern gehen, muss ich schon ins Bett, um früh fit zu sein“, erklärt Henrik, „Der Spaß und die Abwechslung in meiner Ausbildung machen das aber wieder wett.“

Henrik lernt während seiner Ausbildung jede Abteilung des Marktes kennen und hat mittlerweile auch den REWE-Fachjargon drauf. „Am ersten Tag sagte meine Chefin zu mir, ich solle mich um die „Mopro“ kümmern. Erst später verstand ich, dass damit die Molkereiprodukte gemeint sind“, erzählt Henrik. Auch Dinge wie die „Renner- und Penner-Liste“ müssen erst einmal gelernt sein. „Ich dachte ja zuerst, das sei nur eine Redewendung hier aus dem Markt, aber das steht sogar so in den Lehrbüchern“ sagt Henrik lachend. Dahinter verbergen sich die Produkte, die am meisten und am wenigsten verkauft werden.

Zielsicher zum eigenen Markt

Henriks Ausbildung bietet super Weiterbildungs-und Aufstiegschancen. „Nach erfolgreichem Abschluss kann man dann auch Marktleiter werden“, erzählt mir Henrik von seinem Karriere-Ziel. Dabei hatte er nach dem Abi gar nicht vor, Kaufmann im Einzelhandel zu werden. „Ich habe zuerst Wasserwirtschaft studiert, was mir aber zu theoretisch war“, erzählt Henrik. Die praktische Arbeit, das angenehme Arbeitsklima, die guten Strukturen und Entwicklungschancen bei REWE überzeugen ihn nach wievor. Planen kann man eigentlich keinen Tag im Voraus, aber das ist es, was Henrik so fasziniert und an seiner Ausbildung begeistert.

 

Text: Marie Schäfer
Fotos: Matthias Popp
Teaserbild: Anja Nier

 

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