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Communitys im SPIESSER.de-Test, #1: Die Lokalisten

SPIESSER.de bespricht diesmal keine Anrufbeantworter, sondern Communitys: Ist der Hype um die neuen Gesellschaften im Internet berechtigt - oder sind die meisten doch nur heiße Luft? Folge 1: Die Lokalisten.

15. March 2007 - 10:44
SPIESSER-Redakteurin Onlineredaktion.
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Onlineredaktion Offline
Beigetreten: 25.04.2009

Internet-Communitys gibt es so viele wie Frösche auf der Straße. Die meisten unterscheiden sich kaum voneinander. Nur wenige stechen heraus. Eine von ihnen ist Lokalisten.de.

Die Reichweite
Schon heute, nicht mal zwei Jahre nach dem Start der Community, zählen die Betreiber 600.000 Mitglieder, etwa tausend kommen täglich hinzu (Müll-Accounts inbegriffen). In der Rush-Hour wächst die Zahl der gleichzeitig eingeloggten User auf bis zu 20.000. Diesen Erfolg machte einst ein ausgeklügeltes System möglich: Früher konnte bei den Lokalisten nicht einfach jeder dabei sein. Die Gemeinschaft basierte auf einem Freunde-werben-Freunde-Prinzip. Mitglied konnte man nur auf Einladung eines Freundes werden, der bereits einen Lokalisten-Account besaß. Klingt zwar erst mal richtig spießig, ist aber ein simpler Trick: Der Wert eines Accounts war so viel größer als der Wert einer Normalo-Community. Inzwischen kann jeder mitmachen.

 

Die Vernetzung
Lokalisten.de basiert auf zwischenmenschlichen Beziehungen. Geworbene Freunde erscheinen automatisch auf der Freundschaftenliste, neue können problemlos hinzugefügt werden. Das geschieht mittels eines Freundschaftsantrages.
Das Feature, das die Lokalisten berühmt gemacht hat, ist die bildliche Darstellung der Freundschaften in einem Freundschaftsbaum, in dem sogar die Freundesfreunde angezeigt werden. Bei Netzbekanntschaften, denen man noch keinen Platz im Freundschaftsbaum gönnt, sucht Lokalisten.de automatisch nach einer Verbindung zur anderen Person über deren Freunde, Freundesfreunde, Freundesfreundesfreunde - bis hin zum Accountbesitzer. Leicht verwirrend, aber einmalig.

Die Aufmachung
Lokalisten sind grün. Und schnell bemerkt selbst der Community-Profi: Die Lokalisten sind kompliziert. Das liegt allerdings daran, dass wir durch andere Netzwerke viel zu umständlich denken, denn letztendlich ist alles viel einfacher und einleuchtender. Kommentare werden mit einem Mausklick unter hochgeladene Bilder gesetzt und erscheinen sofort, die Bilder selbst per Drag und Drop verschoben. Nur dann und wann sucht sich auch das geschulte Internetauge nach Buttons wie Freund entfernen oder Ausloggen ab.


 

Die Menschen
Einst durch das ausgeklügelte Anmeldesystem Fake-Account-frei, treiben sich nun viele Kunstfiguren und werbetreibende Firmen im Lokalisten-Netzwerk herum. Macht aber nichts: Durch zielsicheres Suchen stößt man kaum auf derartige Pappnasen. Zudem herrscht Ordnung. Verwirrende Kettenmails werden durch die Aufpasser schnell entlarvt und nicht selten öffentlich spitz kommentiert. Als Benutzer wird man in eine so genannte Homebase gepackt, also die Benutzergruppe, in der sich alle Lokalisten der nächstgrößten Stadt wiederfinden (zum Beispiel Dresden, Köln, München, Frankfurt). Diese Homebases gibt es auch für die Nachbarländer Schweiz und Österreich (Zürich, Wien).

Die Werbung
Im Herbst 2006 hat die ProSiebenSat.1 Media AG einen 30-prozentigen Anteil an Lokalisten.de erworben. Abgesehen von dezent angebrachten Links zu Seiten wie Sat1.de oder wetter.com hat das aber weder äußerliche, noch inhaltliche Folgen. Werbebanner sucht man nach wie vor vergebens. Die Betreiber setzen lieber auf diskrete Methoden - wie etwa den Verkauf von Lokalisten-Shirts.

Fazit
Lokalisten.de macht Spaß- besonders, weil neben den Standardfunktionen wie Nachrichtenversand und Freundschaftslistenpflege viele weitere interessante Extras auf den User warten. Zwar wirkt das System anfangs ungewohnt und dadurch zunächst abschreckend. Hat man sich aber mal an diese neue Art der Vernetzung gewöhnt, macht das Dabeisein riesigen Spaß. Oder lädt zumindest zum gelegentlichen Vorbeibummeln ein.

Wermutstropfen: Das Design. Die grafische Gestaltung von Lokalisten.de ist zwar durchaus erträglich, allerdings nur wenig zeitgemäß. Verpixelte Grafiken und die übertriebene grün-weiß-schwarze Farbgestaltung schrecken neue Mitglieder wohl erstmal ab. Aber nach ein paar Tagen ist man dagegen immun. Garantiert.

Text: Florian Zinner - bei den Lokalisten als dotflo
Bilder: Pixelquelle, Screenshots

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Kommentare

Zwölf Kommentare
  • also leute, alels was ich hier lese ist absoluter scheiß. nichts was hier steht ist echt. keine kerth, keine fourwards.de liste, kein suarameneZ....schwach

  • Auf www.fourwards.de findet ihr eine ständig aktualisierte Liste von Prominenten Personen in Lokalisten (bereits über 30) . Man gelangt mit einem Klick direkt zu den Promis. Wer neue Promis hat: bitte auf www.fourwards.de melden!

  • yeah!geil! :D
    mein lokalistenname hat sich übrigens geändert...
    nicht mehr -MeisterCane- sondern MeisterCane
    ihr könnt euch auch meine deejays in lokis anschaun!name: SuavementeZ

  • hi leute ihr kent bestimmt verena kerth die ex vom olli kahn . sie heißt in lokalisten VERKERTH

    LG anna

  • drhuz

  • ich bin kein lokalisten ist bin nähmlich Fundalist st viel geiler dort
    und man hat viel mehr funktionen

    www.fundalisten.de

  • ich finde Lokalisten auch Klasse, obowohl mich diese ganzen Fakes nerven = ( Aber hier noch einen Tipp:
    http://nuetzliches.web-newspaper.de/Promis-in-Loka.php
    dort ist eine Liste vom, geprüften, Promis. Ich bin mir nicht sicher ob das alles sind.

    lg

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