Kinofeeling

Kinofeeling: Scary Stories to tell in the Dark

Back to the 70ies in ein Bisschen gruselig – „Scary Stories to tell in the Dark“ von Guillermo del Toro erscheint am 12.3. auf DVD und Blu-ray. SPIESSER-Autor Moritz konnte sich fürs Setting begeistern, vermisste aber den Grusel- und Horrofaktor.

12. März 2020 - 17:39
SPIESSER-AutorIn mori-rau.
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mori-rau Offline
Beigetreten: 02.08.2018

Worum geht’s?

Im letzten Herbst ihrer Kindheit feiern Stella und ihre Freunde Chuck und Auggie zusammen Halloween und lernen dabei den Jungen Ramon kennen. Zusammen beschließen sie, in ein leerstehendes altes Geisterhaus ihrer Kleinstadt einzusteigen, in dem in der Vergangenheit immer wieder Kinder verschwunden sind.

Durch Zufall stolpern sie über das Tagebuch von Sarah Bellows, die sagenumwobene, bereits verstorbene Tochter der ehemaligen Besitzer des Herrenhauses. Legenden beschreiben, dass sie entstellt war und deswegen von ihrer Familie in einem Kellerraum gefangen gehalten wurde. Dort erzählte sie den Kindern durch die Wände angeblich Gruselgeschichten und vergiftete sie. Wie sich herausstellt, liest das Tagebuch die Geschichten und größten Ängste seiner Entdecker und lässt diese real werden. So stellen sich die Jugendlichen allen möglichen Wesen und ihrer Schöpferin, der geheimnisvollen Sarah Bellows.

Filmischer Augenschmaus?

Die Geschichte spielt 1968 in einer amerikanischen Kleinstadt. Das wird spätestens klar, wenn „Season of the Witch“ erklingt, Nixon ständig im Fernsehen auftaucht und „Die Nacht der lebenden Toten“ im Autokino läuft. Und genau dieser 70er-Jahre-Charme findet sich im ganzen Film wieder. Bei den Kostümen, die Autos, bis hin zur Brille der Hauptdarstellerin. Das hat schon was, ist aber nichts Neues (man denke an „Stranger Things“ – hier sind es halt die 80er).

Gibt’s was zu meckern?

Eine Gruppe junger Teenager, zusammengeschweißt durch das Außenseiterleben, kämpfen im Setting einer amerikanischen Kleinstadt gegen übernatürliche, böse Kräfte. Klingt bekannt, oder?

Auf einen Blick
Action: ✪ ✪ ✪
Romantik: ✪
Humor: ✪
Niveau: ✪ ✪
Bildungsfaktor:
Braucht man Taschentücher?

Taschentücher können hilfreich sein, sollte man mal wieder seine Cola auf dem Sofa umwerfen. Ansonsten können sie getrost da bleiben, wo sie sonst liegen.

Mit wem angucken?

„Scary Stories to tell in the Dark“ traumatisierte seine Zuschauer nicht, im Gegenteil. Es ist ein Film der mehr Spaß machen soll, als den großen Horrorfaktor zu bringen. Somit ist der Film bestens geeignet, ihn auch mit jüngeren Gruselfans zu schauen.

Was macht man danach?

Man wird sich wohl eher weniger unterm Bett vor diversen Monstern verstecken müssen (so wie einer der Hauptdarsteller es vorzeigt). Einige entdecken wohl ihren Fable für Vintage Kleidung und fahren zum nächsten Second-hand-Laden, andere nehmen den Film als Appetizer, wechseln die DVD und gönnen sich den Horror, den sie vermisst haben.

In drei Worten:

jugendfrei, nostalgisch, Teenagerabenteuer

Große Leinwand oder kleiner Bildschirm?

Für den Fernseher im Jugendzimmer.

Mainstream oder Independent?

Wohl eher Mainstream.

Scary Stories to tell in the Dark

Regie: André Øvredal
Produzent: Guillermo Del Toro
Darsteller: Zoe Margaret Colletti, Michael Garza, Austin Zajur, Dean Harris u.a.
DVD-Start: 12. März 2020
Filmlänge: 108 Minuten
Genre: Horror
FSK: 16

Wir verlosen zwei tolle Filmfanpakete, je bestehend aus der DVD, einem Turnbeutel und einem Notizbuch für die eigenen Gruselgeschichten! Hier geht's zum Gewinnspiel.

 

Text: Moritz Rauch
Bildmaterial: © 2019 UNIVERSAL PICTURES GERMANY. ALLE RECHTE VORBEHALTEN.

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