SPIESSER Beschäftigungstherapie

Auszugsschlampereien

Die letzten Wochen kommen – und mit ihnen auch ein bisschen Schluderei. Bine erzählt von armen Briefkästen und der Küche-Bad-Verschwörung.

25. June 2010 - 19:05
SPIESSER-AutorIn Die-WG.
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Beigetreten: 04.09.2009

 

Wochenende macht albern? Stimmt genau, Resi! Und ganz besonders stimmt das, wenn man die letzten Wochenenden vor dem Auszug erlebt. Was die noch mit uns machen? Sie machen uns schlampig und faul. Noch mehr als sonst.

Seit zwei Wochen zum Beispiel hängt an unserer Haustür ein großer Zettel: Der Wasserzählerablesemann kommt! Bitte am Dienstag zwischen halb acht und halb neun das Bad freihalten! Am Dienstag dann das Malheur. Der Wecker wird erst um acht klingeln, doch plötzlich klingelt es schon 15 Minuten vorher an der Tür. Ein penetrantes, lautes Määääääp dröhnt durch die WG, aber niemand fühlt sich verpflichtet aufzumachen. Resi hat auswärts geschlafen, Anita macht nicht auf und Holm? Egal, ich quäle mich also aus dem Bett, mache die Tür auf und lasse den armen Mann herein. Das Badezimmer kann er aber nicht stürmen. Besetzt! Von wem? Na vom vermissten Holmi!

Bad-Küche-Verschwörung

Neben solchen Erlebnissen habe ich auch das Gefühl, dass Bad und Küche sich gegen uns verschworen haben. Wir haben doch erst geputzt! Warum ist das hier schon wieder so staubig und krümelig überall? Der Müll quillt über, die Spülmaschine müsste ausgeräumt werden, im Flur liegen Schuhe verstreut. Aber niemand kümmert sich, obwohl wir doch so schön den Putzplan erneuert haben. Das liegt am Endspurt. „Es ist ja nur noch ein Monat“, denken wir uns und leben unser Leben noch einmal richtig aus. Putzen und ordentlich sein stört da nur.


Müll, Müll, Müll. Aber keiner, der ihn wegbringen mag.

Übrigens für alle Anhänger der „Rettet den Briefkasten“-Initiative eine traurige Nachricht: Unser Briefkasten hat Dauerschluckauf und Sodbrennen, weil wir ihn kaum ausleeren. Noch ein Indiz dafür, dass wir liederlich werden auf unsere alten WG-Tage. Aber da sind eh nur Zeitungen und Werbung drin, es lohnt sich ja kaum noch uns einen richtigen Brief zu schicken. (Wer uns vom Gegenteil überzeugen möchte, kann das natürlich gerne tun!)

Der Sommer kommt

Und dann kommt ja noch dazu, dass es Sommer ist und wir uns alle brav unseren Urlaub aufgespart haben. Resi ist nächste Woche auf und davon – die Ostsee ruft. Sonne, Strand und Meer statt Computer, Telefon und Redaktionsalltag. Ich darf zwei Wochen später in die Ferien fahren und Holm macht gleich drei Wochen am Stück frei. Schöne Aussichten sind das. Ich finde: Da kann man es ruhig mal ein wenig lockerer angehen lassen!

Text und Fotos: Sabine Gurol

Resi möchte auf der nächsten Seite eine Wohngemeinschaft.

Was ist eigentlich die SPIESSER-WG? Eine schöne Wohnung mit vier Zimmern, Küche, Bad und drei jungen Menschen, die ein einjähriges Volontariat in der SPIESSER-Redaktion in Dresden absolvieren. In diesem Jahr sind es Resi, Sandra und Holm.
Was machen die drei in der Redaktion? Sie arbeiten an der gedruckten Ausgabe genauso wie an SPIESSER.de. Sie schreiben Artikel, führen Interviews und recherchieren, sie sind bei Redaktionssitzungen dabei und entscheiden mit, was ins Heft und auf die Startseite kommt. Betreut werden sie dabei von fest angestellten Redakteuren. Wie sich das Leben in den vier WG-Wänden nach Redaktionsschluss gestaltet, fragt ihr sie am besten hier auf SPIESSER.de.

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Kommentare

49 Kommentare
  • Ach Bine, da hast du die Wahrheit ja in passende Worte verpackt. Was muss der Wasserzählerablesemann aber auch ausgerechnet in dem Zeitraum vorbeischauen, in dem wir sowieso schon alle gleichzeitig ins Bad müssen?

  • Ich hab die Zeit genommen und dazu den Artikel tatsächlich noch ein zweites Mal gelesen. Das Resultat: 30sek. So lange braucht man, um den Artikel zu lesen. Ein kleines Mini-Bildchen links und das war's. Viel zu kurz und zu verwirrend finde ich...
    Wir wollen mehr Infos! Insiderwissen aus der WG bitte! Sonst gibt's bestimmt keinen Kuchen.;)

  • wenn auf den foto holms fach das unterste is, so ist das aufgeräumteste.

    des weiteren:
    eine höheneinteilung im kühlschrank ist ungeeignet.
    frisches obst sollte unten liegen, andre sachen eher oben (weil es im kühlschrank nicht nur allgemein kühler ist als draußen, sondern unten auch zusätzlich etwas kühler als oben.

  • Cooli. Finde ich gut, dass ihr mal wieder frischen Wind in eurer WG bekommt. Und von Anita hören und hörten wir ja schon eine ganze Menge, eine alte Spiesser.de-Bloggerin jetzt mal ganz woanders. Cool. Lustige Kommentare:) Sehr schön *Daumen hoch*

  • Die WG fängt schon an, auf mich abzufärben. Gestern habe ich mich doch glatt dabei erwischt, "keene" zu sagen. Hilfe, Hilfe...

  • Also irgendwie geht selbst lesen schneller.^^ :D

  • Mein liebe Resi,

    was für eine schöne Kolumne!! Ach da wird es mir richtig warm ums Herz ... sehr gut geschrieben.

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