Kinofeeling

Maze Runner 2

Kaum aus dem verhängnisvollen Labyrinth des ersten Teils entkommen, begegnen den Auserwählten der Triologie „Maze Runner“ schnell neue Gefahren. Im Kampf gegen Zombies, Wirbelstürme und den geheimnisvollen Feind ANGST erkennen Thomas und seine Freunde in „Die Auserwählten – In der Brandwüste“, dass sie noch lange nicht in Sicherheit sind. Autorin Lara hat sich mit Ihnen ins (Kino-)Abenteuer gestürzt.

26. September 2015 - 09:36
SPIESSER-Autorin Elektroprinzessin..
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Elektroprinzessin. Offline
Beigetreten: 13.05.2009

Worum geht's?

Die letzte Szene vom ersten Maze Runner-Teil, „Die Auserwählten – im Labyrinth“, war Ende und Beginn zugleich. Jetzt kommt endlich der zweite Teil der Triologie in die Kinos: „Die Auserwählten – in der Brandwüste“. Die Auserwählten, das ist eine multikulturell fein selektierte Gruppe Jugendlicher, die durch die Resistenz gegen einen „Brand“-Virus, der zunehmend die Erde bedroht, von unschätzbarem Wert für das Bestehen der Menschheit sind.

So viel weiß der Zuschauer am Ende des ersten Teils der verfilmten Romantriologie bereits. Was sie, und die Auserwählten selbst, nicht wissen: Nach dem tödlichen Labyrinth, durch das sich Thomas (Dylan O’Brien) und seine Freunde im ersten Teil gekämpft haben, sind die Jugendlichen noch lange nicht in Sicherheit. Dass das Experiment der geheimnisvollen Organisation ANGST weitergeht, findet Thomas mit der Hilfe des jungen Aris (Jacob Lofland) schnell heraus. Die Flucht vor der Organisation, die sich schnell vom Freund zum Feind verwandelt, geht weiter.

Erwähnt man jetzt noch das vielfache Aufkommen halb verrotteter Gruselzombies, klingt die Fortsetzung von „Maze Runner“ (2014) zunächst nicht nach einem Film, für den man als Erstes in der Kinoschlange steht. Doch Thomas, sein Schwarm Teresa (Kaya Scodelario) und ihre Freunde müssen so viele Hürden überwinden, dass keine der 132 Minuten des Films langweilig ist: Von dem omnipräsenten Feind ANGST, über Zombies, Sandstürme und den gefährlichen Virus, gibt es viel zu bekämpfen.

Das Glück, dass die Truppe bei dieser Flucht zu einer Gruppe Widerstandskämpfer in den Bergen hat, kann allerdings nur durch das Ausschalten des eigenen Realitätssinns genossen werden. „Die Auserwählten – in der Brandwüste“ zeigt dabei eine postapokalyptische Welt auf, die sich gleichzeitig zurück zum Lagerfeuer und vor zu futuristischen Flugschiffen bewegt und aus der es keinen Ausweg zu geben scheint.

Wer spielt mit?

Nachdem sich die Gruppe um Thomas aus dem
Labyrinth befreit hat, geht die Maze Runner-
Geschichte erst richtig los.
Foto: © 2015 Twentieth Century Fox

Wer „Die Auserwählten – im Labyrinth“ gesehen hat, freut sich über wohlbekannte Gesichter: Die über-Leichen-gehende Professorin Ava Page wird weiterhin gespielt von Patricia Clarkson, die man aus etlichen Filmen wie „Freunde mit gewissen Vorzügen“ oder „Rezept zum Verlieben“ kennt.  An der Seite von Dylan O’Brien, der die Rolle des intelligenten Thomas überzeugend spielt, kämpft weiterhin auch Newt, gespielt von Thomas Brodie-Sangster, dessen Gesicht Einen zuweilen in die Weihnachtszeit zu „Tatsächlich Liebe“ zurückwirft.

Kurios wird es, wenn die Figur Blondie das erste Mal sieht, den verrückt anmutenden Besitzer eines postapokalyptischen Nachtclubs. Dieser wird nämlich von Alan Tudyk gespielt, den viele wohl eher in der Rolle des freundlichen Zahnarztes und Familienfreund Noah aus der Serie „Suburgatory“ kennen. Übrigens: Auch alle Game of Thrones-Fans kommen voll auf ihre Kosten und werden das Gesicht von Thomas Brodie-Sangster alias „Jojen Reed“ wiedererkennen.

Filmischer Augenschmaus?

Die meisten Schauspieler des actiongeladenen Sci-Fi-Films überzeugen nicht durch ein makelloses Äußeres – im Gegenteil machen die großen Augen Teresas, die markante Nase von Thomas und die tiefen Augenringe des kleinen Aris den Film erst interessant. Obwohl  die Storyline des Films an manchen Stellen etwas zu wünschen übrig lässt, weil sich ruhige und schnelle Momente scheinbar im Minutentakt abwechseln: bildgewaltig ist der Film alle Mal. Die größtenteils zerstörte und mit Sand bedeckte Ex-Metropole, durch die sich die Freunde auf ihrer Flucht von ANGST kämpfen und der Kontrast aus den blau-grauen Anfangsszenen und dem gleißenden Licht der Wüstensonne lassen den Zuschauer nicht aus ihrem Bann.

Braucht man Taschentücher?

Unerwarteter Weise: Ja! Schnelle Szenenwechsel, immer neue Katastrophen und Twists sprechen die ganze Bandbreite der menschlichen Gefühlswelt an: Überraschung, Erheiterung, Schock, Ekel und Entsetzen. Momente der Traurigkeit reihen sich hier ebenfalls ein und lassen möglicherweise ein Tränchen in die Popcorntüte kullern.

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Mit wem angucken?

Mit Freunden, die sich wirklich nicht vor Weltuntergang, Untoten und Co fürchten – oder vielleicht doch gerade mit ihnen?

Große Leinwand oder kleiner Bildschirm?

Definitiv Leinwand! „Die Auserwählten – in der Brandwüste“ schreit nach einer gewaltigen Leinwanddiagonale und einem Kino-Surround-Sound-System.

Was macht man danach?

Tief durchatmen, die (heile) Stadt, in der man lebt, wertschätzen und schon mal überlegen, wie es im dritten Teil weitergehen könnte.

In 3 Worten:

Schnell, unerwartet, bildgewaltig

Mainstream oder Independent?

Der Film erinnert episodenweise stark an die Hunger Games, überrumpelt mit einer aufwendig programmierten Apokalypse und ist somit ein klassischer Mainstreamstreifen, der kaum mehr modernes Hollywood sein könnte.

MAZE RUNNER _ DIE AUSERWÄHLTEN IN DER BRANDWÜSTE

Regie: Wes Ball
Schauspieler: Dylan O’Brien, Thomas Brodie-Sangster, Aidan Gillen, Patricia Clarkson
Kinostart: 24. September 2015
Länge: 132 Minuten
Genre: Sciene-Fiction, Action
FSK: ab 12 Jahren
 

 

Text: Lara M. Gahlow
Bildmaterial: © 2015 Twentieth Century Fox

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Kommentare

Drei Kommentare
  • Dabei dürfen aber 6 Jähreige in Begleitung ihrer Eltern in den Film:
    "Kinofilme, die ab 12 Jahren freigegeben sind, dürfen seit dem 1. April 2003 von Kindern ab 6 Jahren in Begleitung von personensorgeberechtigten Erwachsenen besucht werden (§ 11 Abs. 2 JuSchG)"

    Ich glaub Harry Potter 2 hatte das Ganze ausgelöst. Diese Regelung gilt aber nur fürs Kino und nicht etwa für DVDs/BluRays für zu Hause.

  • Lieber Nachwuchsmisanthrop,
    vielen Dank für den Hinweis und deine Aufmerksamkeit! Da der Film in der deutschen Kinofassung "ab 12 Jahren" freigegeben ist, hoffen wir auch, dass keine Eltern mit ihren 6-jährigen Kindern in den Film gehen. ;)

    Aber auf jeden Fall, danke für den Hinweis!

    Liebe Grüße
    Tabea aus der SPIESSER-Redaktion

  • Vielleicht sollte noch erwähnt werden, dass der Film für das FSK12 Rating um ca. 1,5min gekürzt wurde. Für mich bedeutet das, dass ich ihn garantiert nicht im Kino schauen werde. Auch sollten Eltern überlegen, ob sie sich mit ihren 6 Jährigen Kindern den Film anschauen. Es gibt schon ein paar grenzwertige Szenen, die nicht unbedingt für so junge Zuschauer gedacht sind.

    Quelle: http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=9515

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