Meinung

Senioren sollten ab einem bestimmten Alter einen Test zur Fahrtauglichkeit machen.

Viele Senioren sind gesundheitlich angeschlagen und verursachen deswegen häufig Unfälle. Sollte man sie deshalb auf ihre Fahrtauglichkeit testen, oder sie einfach weiter auf „gut Glück“ fahren lassen?

15. August 2013 - 10:16
von SPIESSER-Autor Hans-Wurst.
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Hans-Wurst Offline
Beigetreten: 09.08.2013

Aus einer Statistik des Bundesverkehrsministeriums geht hervor, dass 76,6 Prozent der über 75 Jährigen als Unfallverursacher im Straßenverkehr auffallen.  Damit liegen sie sogar über den 18-21 Jährigen (70 Prozent). Die EU-Kommission denkt darum weiterhin über eine regelmäßige Kontrolle der Fahrtauglichkeit von Senioren nach. Die Bundesregierung lehnt dies allerdings weiter ab.

Doch wie könnte man diese Kontrollen durchführen?

Meiner Meinung nach, sollte es ab 70 Jahren einen Test geben, bei dem die Seh-, Körper- und Reaktionsfähigkeit getestet wird. Diesen müsste man dann aller fünf Jahre wiederholen. Sollten bei dem Test Senioren durchfallen, müssen sie ihren Führerschein abgeben. Das Risiko auf Unfälle durch Senioren würde somit deutlich gesenkt werden.

Schwerwiegende Folgen?

Dem Staat würden allerdings Einnahmen fehlen und dem ADAC viele seiner Mitglieder verloren gehen.  Außerdem würde man den Senioren mit dem sofortigen Entzug des Führerscheins jegliche Mobilität genommen. Sie könnten nirgendwo mehr hin fahren und wären auf Hilfe Dritter angewiesen. Öffentliche Verkehrsmittel sind auf Dauer auch teuer und nicht sehr praktisch für ältere Personen – vor allem auf dem flachen land.

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Kommentare

17 Kommentare
  • Viele Senioren kommen mit dem zunehmenden "Stress" auf beispielsweise Autobahnen nicht klar. Da sollte man schon ab einem gewissen Alter eine weitere "Prüfung" einführen, die die Fahtüchtigkeit beweist.

  • Natürlich ist eine Elterntauglichkeits-Prüfung ein bissiger, kleiner Scherz von mir.
    Aber mal unter uns: Eine Überprüfung der Fahrtauglichkeit älterer Verkehrsteilnehmer finde ich nicht so wichtig. Zumal die meisten Verkehrsunfall-Verursacher nicht Senioren sind, sondern junge (z.T. alkoholisierte) Verkehrsteilnehmer, in Selbstüberschätzung, Unerfahrenheit, Verantwortungslosigkeit und Draufgängertum.
    Ich appelliere bei den Senioren auf Vernunft, statt Regulierung.Was die meisten Senioren sicherlich selbst besser einschätzen können. Ein paar Sturköpfe und Unverbesserlich gibt es in jeder Generation, in jedem Alter. ;-)
    Also, ich habe bisher mehr junge Bekannte, Freunde im Straßenverkehr verloren, die den Verkehrsunfall verursacht hatten, als ältere Mitmenschen, die für keinen Unfall verantwortlich waren.

  • Letztednlich hast du Recht damit, dass es sehr wohl Einfluss auf die nähere Umgebung hat.
    Dennoch denke ich das eine Überprüfung älterer Leute auf Fahrtauglichkeit sehr wichtig ist, da viele (zu) unberechenbar werden. Außerdem denke ich, das derartiges viel leichter umsetzbar ist, als Menschen auf Elterntauglichkeit zu prüfen (wie ernst das auch immer von dir gemeint war).
    Letztendlich kann es nicht schaden, so eine Überprüfung einzuführen unser etwas älteren Menschen einzuführen. ;)

  • Wurde vor drei Wochen auf dem Motorrad von einem Renter niedergemäht, mit Krankenhaus, Krücken und allem drum und dran. Er hatte schlicht und einfach die Vorfahrt nicht beachtet, obwohl die Verkehrssituation sehr einfach und eindeutig war. Mobilität hin oder her, andere dürfen dabei nicht gefährdet werden.

  • Stimmt!

    Manche sind echt unberechenbar, wenn sie allein schon versuchen den richtigen Gang reinzubekommen.

    Ich finde so eine Überprüfung auf jeden Fall sinnvoll, auch wenn manche Ältere sowas garantiert nicht einsehen.

    Mein Großvater ist auch so ein sturer Bock. Falsche Medikamente genommen und im Auto zusammengebrochen. Gut, dass das Auto schon auf dem Parkplatz stand mit Motor aus!!

    Den Führerschein hat die Polizei dann weggenommen.

  • Ich finde, das ist ein sehr guter Vergleich, Geronimo! Denn nicht nur das Kind, was Du ja schon eingestanden hast, leidet unter schlechten, gewalttätigen, lieblosen und vernachlässigenden Eltern, sondern auch die nächste Umgebung und nachfolgenden Generationen! Solche Eltern stellen sehr wohl so eine Gefahr für weitere Mitmenschen dar. ;-) Oder nicht?

  • Man kann schlechte Eltern doch nicht mit Senioren im Straßenverkehr vergleichen. Schlechte Eltern sind ja nicht zwangsweise eine Lebensgefahr für Mitmenschen (das Kind mal ausgeschlossen).
    Viele Senioren wollen garnicht einsehen, dass sie nicht merh Auto fahren sollten. Meine Oma hat erst den Führerschein abgegeben, als sie in einen Unfall verwickelt wurde (ihr wurde die Vorfahrt genoimmen). Da hat sie realisiert, dass sie in bestimmten Situationen auch garnicht mehr schnell genug reagieren kann (ihr Auto hatte Toatalschaden, aber imerhin ist neimanden etwas passiert). Und letztendlcih regt sich jeder über Senioren auf, die mit 60 über die Autobahn "rasen" ;)

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