Mittagspause mit ...

Du bist, was du erlebst

Jochen Schweizer ist der Mann hinter der Marke, die für unvergessliche Erlebnisse steht. Der erfolgreiche Unternehmer und Familienvater ist davon überzeugt: Wer wieder aufsteht, wird Erfolg haben. SPIESSER-Autor Noah hat ihn zum aufregenden Lunch getroffen.

23. März 2016 - 16:05
SPIESSER-Autor Nosy Noah.
Noch keine Bewertungen
Nosy Noah Offline
Beigetreten: 08.10.2013

Sie sind vom Jungunternehmer selbst zum erfolgreichen Unternehmer und Investor geworden. Wie lautet Jochen Schweizers Erfolgsgeheimnis?

Ich war bereit zu lernen, hart zu arbeiten und Risiken einzugehen. Das reicht aus. Jeder Mensch, der den Willen hat, einmal mehr aufzustehen als er hingefallen ist, wird am Ende erfolgreich sein. Wenn man diese Eigenschaften lebt und trainiert, dann lässt sich der Erfolg nicht verhindern.

Sie haben sich schon im Kajak Wasserfälle hinuntergestürzt und mit selbstgemachten Bungee-Seilen von Brücken gestürzt. Was haben Sie dabei über „Risiko“ gelernt?

Risiko ist relativ. Ich war schon immer bereit, mehr Risiko einzugehen, um mehr zu erleben. Autofahren ist sicherer als Motorradfahren. Motorradfahren macht aber mehr Spaß. Man kann das Leben nur gefährlich leben und muss Unsicherheiten akzeptieren.


Noah durfte den ehemaligen Extremsportler ausquetschen.
In der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ hören Sie viele Pitches von Jungunternehmern. Versuchen Sie mal, Ihr Unternehmen für unsere Leser vorzustellen.

Unsere Vision ist es, Menschen mit Erlebnissen zu begeistern. Wir lösen zwei Probleme, die Millionen haben. Erstens: „Was schenke ich?“ Studien zeigen, dass Erlebnisse zu verschenken, nachhaltiger ist, als Gegenstände. Sie verlieren an Wert, aber wer Erlebnisse schenkt, macht sich unvergesslich. Zweitens: „Was machen wir heute Abend?“ In der Jochen Schweizer-App zeigen wir, was man im Umkreis erleben kann. Ob das eine Hundeschlittenfahrt oder ein Helikopterflug ist – bei uns gibt's die Antwort.

Warum ist „erleben“ so viel wichtiger als „besitzen“?

Die materiellen Grundbedürfnisse sind meist schon befriedigt. Deshalb wird das Bedürfnis, sich selbst zu erfahren, immer wichtiger. Deswegen empfehle ich: Mehr Erlebnis und weniger Konsum! Für 69 Euro kann ich mir ein gutes Parfum kaufen oder einen Segelflug. Das Parfum ist nach wenigen Monaten verbraucht, der Segelflug bleibt für immer in Erinnerung. Am Ende eines Lebens ist der Mensch nicht das, was er besitzt, sondern das, was er erlebt hat. Man muss bei Jochen Schweizer überhaupt nichts kaufen. Ich glaube, das Wichtigste ist, dass wir mit dieser Erlebnisplattform den Menschen Möglichkeiten aufzeigen, über sich hinauszuwachsen.

Jochen Schweizer

Jochen Schweizer erblickte 1957 das Licht der Welt. Mit gerade Mal 17 zieht er von zu Hause
aus und beginnt mit dem Kajakfahren. Nach dem Abitur arbeitet er als Logistiker in Afrika, als Stuntman und Extremkajakfahrer. 1985 gründet Jochen Schweizer die Firma ”Kajak Sports Productions“ aus der sich später seine Unternehmensgruppe entwickelt und dreht eigene Filme. 1997 stellt er den bis heute gültigen Weltrekord im Bungee-Jumping auf. 2004 geht das Erlebnisportal Jochen Schweizer online. Seit 2014 ist er als Juror und Investor bei der VOX-Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ zu sehen.

Vor zehn Jahren brauchten Sie noch Geld. Heute kommen Leute zu Ihnen, die Geld brauchen. Die Jochen Schweizer Unternehmensgruppe verzeichnete 2014 einen Umsatz von 70 Millionen Euro. Wie hat sich Ihr Verhältnis zu Geld geändert?

Mein Verhältnis zu Geld hat sich überhaupt nicht verändert, sondern das Verhältnis von Geld zu mir: Früher war es weg, jetzt ist es da. Geld ist wichtig, um Investitionen zu tätigen aus denen Positives entstehen kann. Aber am Ende des Tages macht es keinen Sinn, große Mengen an Geld zu horten.

Sie schreiben in Ihrem neuesten Buch „Der perfekte Augenblick“: „Nur ich selbst weiß, auf was ich am meisten stolz sein kann.“ Das wäre?

Es ist eine Leistung, eine sehr profitable Unternehmensgruppe aufgebaut zu haben, mit einem Produkt, das Menschen bereichert. Aber darauf bin ich nicht stolz, weil der größte Teil von meinen über 500 Mitarbeitern erbracht worden ist. Von außen meinen alle, dass ich das war. Meine einzige Leistung besteht darin, dass ich die richtigen Leute gefunden habe und sie begeistern konnte, mit mir diesen Weg zu gehen.

Letztes Jahr war das erfolgreichste unserer Unternehmensgeschichte – aber für mich zählen andere Dinge: Nämlich dass es mir gelungen ist, eine intakte Familie zu haben oder mit langjährigen Freunden einen Skiurlaub in Kanada zu verbringen. Das sind Dinge, auf die ich stolz bin, die aber nach außen nicht wirken. Für die Öffentlichkeit  stehen die Firma und das Geld, das ich verdiene, im Fokus. Aber es geht im Leben um ganz andere Dinge – glückliche, perfekte Augenblicke.

 

Text: Noah Schöppl
Fotos: Said Burg, © GABO für Jochen Schweizer

Dir gefällt dieser Artikel?

Kommentare

Trau' dich, schreib einen Kommentar!
Mehr zum Thema „Mittagspause mit ...
  • MichaelKruse
    5
    Mittagspause mit ...

    „Es wird wärmer”

    Bei strahlendem Sonnenschein und fast tropischen Temperaturen trifft SPIESSER Michael den Klimaforscher Dr. Frank Kreienkamp in seinem kühlen Büro. Ob ein Sommer wie dieser im Zuge des Klimawandels nun häufiger wird?

  • Kirschblütenrot
    Mittagspause mit ...

    Azubis, lasst euch
    nicht alles gefallen!

    Vom Ehrenamtlichen zum Bundesjugendsekretär bei ver.di: Simon Habermaaß hat einen spannenden Weg hinter sich. Aber was bringt einen Menschen dazu, sich für eine Gewerkschaft zu engagieren und was macht man da überhaupt? SPIESSER-Autorin Steffi fand’s heraus.

  • Noe_SB
    Mittagspause mit ...

    Can a Computer Game make you cry?

    Zocken ist längst nicht mehr nur Hobby und Zeitvertreib – Computer Games sind mittlerweile ein Medium, das einen großen Arbeitsmarkt schafft und Generationen verbindet. SPIESSERin Noelia hat sich mit Jens Kosche, dem Geschäftsführer von Electronic Arts Deutschland, Österreich

  • PaulausMdorf
    Mittagspause mit ...

    „Ich wollte direkt helfen.“

    Ihr kennt sie vielleicht von den Second Hand Shops: Die Hilfsorganisation Oxfam. Was die Shops mit der Organisation zu tun haben und wie Entwicklungszusammenarbeit und Nachhaltigkeit zur Karriere werden können, erzählte Marion Lieser, Geschäftsführerin von Oxfam Deutschland, SPIESSER-Autor

  • freedy.beedy
    Mittagspause mit ...

    „Uns wird nicht langweilig werden.”

    Roboter und künstliche Intelligenzen werden von Filmproduzenten und Verschwörungstheoretikern gerne als das „Ende der Menschheit“ dargestellt. Prof. Dr. Norbert Elkmann vom Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF Magdeburg hat SPIESSER-Redaktionspraktikantin

  • breakfastatspiesser
    Mittagspause mit ...

    „Leidenschaft und Engagement kann man nicht lernen.”

    Macht der Beruf „Politiker“ denn Spaß? Und was hält die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration von Pegida und der Frauenquote? SPIESSER-Redaktionspraktikantin Rebekka im Mittags-Gespräch mit Petra Köpping.

  • Kirschblütenrot
    5
    Mittagspause mit ...

    Kann Handgemachtes sexy sein?

    DaWanda ist ein afrikanischer Frauenname und heißt übersetzt „die Einzigartige“. Doch wer ist eigentlich die Frau, die hinter dem einzigartigen Unternehmen steckt? Bei Crêpes erzählt Gründerin Claudia Helming SPIESSER-Autorin Steffi davon, warum es wichtig ist,

  • cchiaron
    1
    Mittagspause mit ...

    „Freundlichkeit ist schon die halbe Miete.”

    Warum eine Karriere im Großhandel? Und wie wird man eigentlich Chef von etwas? SPIESSER-Autorin Chiara sprach mit METRO Deutschland Personalchefin Susanne Kortendick darüber, wie man seinen Traumjob findet, über den Umgang mit Nervosität und das Thema Sexismus.

  • Individuot
    Mittagspause mit ...

    M + E =
    Für jeden was dabei

    Handwerklich Begabte, IT-Experten, wirtschaftsinteressierte Persönlichkeiten oder kreative Köpfe – Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm, weiß, wer in der M + E-Industrie gebraucht wird.

  • Eva SchautindieLuft
    Mittagspause mit ...

    „Interdisziplinarität
    ist das Wort der Zukunft.“

    Extrasolare Planeten, interstellarer Staub, Chemie des Lebens – bei Pizza und Knäckebrot sprach SPIESSER-Autorin Eva mit Prof. Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, über das Leben im All, eine Karriere als Astronaut und die Notwendigkeit

  • Frau Frostig
    5
    Mittagspause mit ...

    „Menschen sind unsere Inspiration.“

    Wer steckt eigentlich hinter den Wohnwelten von IKEA? SPIESSER-Autorin Lisa hat Berna Brandsaeter, Com&In Managerin von IKEA Deutschland, zum Mittagessen getroffen und mit ihr über die visuelle Identität des bekanntesten Möbelhauses der Welt und ihre erste eigene Wohnung gesprochen.

  • Gradl mim Radl
    Mittagspause mit ...

    Die Spielwiese für YouTuber

    Hip, modern und ein bisschen fancy – das ist der YouTube-Space in Berlin. SPIESSER-Praktikantin Franzi hat dort bei veganem Chilli sin Carne mit der YouTube Deutschland Sprecherin Mounira Latrache herausgefunden, was dort eigentlich genau passiert.

  • cana
    Mittagspause mit ...

    „It’s all about brains“

    Hier ist keiner auf dem Holzweg: Bei Schnittchen und Tee sprach SPIESSER-Autorin Cana mit Prof. Dr. Otmar Wiestler, dem Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft und Mediziner, über eine verheißungsvolle Zukunft in der Forschung und ob Wissenschaft und Glaube vereinbar sind.

  • cedric
    Mittagspause mit ...

    Streetstyle mit Currywurst

    Zur Arbeit kommt man hier nicht im Anzug, sondern im Kapuzenpulli und auch sonst geht es bei Bench eher lässig zu. SPIESSER-Autor Cédric hat sich mit Dr. Bruno Sälzer, dem CEO der Streetstyle-Marke, zum Currywurst essen verabredet.

  • Marry.Joy.Uher
    Mittagspause mit ...

    Gemüse braucht keinen Schönheitspreis

    Wer entscheidet eigentlich, welche Äpfel und Gurken im Supermarktregal landen? Patricia Brunn von PENNY zum Beispiel. Bei einem frischen Salat hat sie mit SPIESSER-Autorin Marry über krumme Gurken geplaudert und verraten, ob sie auch mal im Süßigkeitenregal zugreift.

  • Eva SchautindieLuft
    Mittagspause mit ...

    „Rede ich wirklich so?“

    Selbst in der Mittagspause muss Peter Kloeppel arbeiten – und zwar Evas Fragen beantworten. Bei einem Teller Nudeln mit Kaninchen-Ragout erzählt er ihr alles über die politische Situation in Lampukistan und sein privates Spießertum.

  • Lien
    Mittagspause mit ...

    Pustekuchen

    Sein Produkt kennt jedes Kind: Seifenblasen! Lien, bekennende Seifenblasen-Abhängige, hat Pustefix-Geschäftsführer Frank Wolfgang Hein in Tübingen besucht.

  • dezemberistin
    Mittagspause mit ...

    Läuft bei euch!

    Von wegen in Ruhe essen. Oliver Brüggen joggt lieber ein paar Runden im firmeneigenen Stadion. Der Pressechef von adidas nimmt SPIESSER-Autorin Susanne zum Laufen mit und erzählt, warum adidas und Fußball einfach zusammengehören und ob ein Einser-Abi wirklich so wichtig ist.

  • a.s.
    Mittagspause mit ...

    Schön nachhaltig

    In Schwäbisch Gmünd stellt Weleda ökologische Naturkosmetik und über 1.000 verschiedene Arzneimittel her. CEO Ralph Heinisch sprach bei Schokocroissant und grünem Tee mit SPIESSER-Autorin Anita über Rosenblüten, Campingplätze und fairen Handel.

  • dezemberistin
    Mittagspause mit ...

    Wer hat an
    der Uhr gedreht?

    Armbanduhren im Wert von Einfamilienhäusern werden in Glashütte unter der Leitung von Wilhelm Schmid produziert. Sein deutlich preiswerteres Pausenbrötchen teilt der Geschäftsführer der Uhren-Manufaktur A. Lange & Söhne mit SPIESSER-Autorin Susanne.

  • DiemitdemHut
    Mittagspause mit ...

    Trink ’ne Coke mit Felix!

    Felix Picker ist jung, erfolgreich und kennt sich in der digitalen Welt aus. Deshalb ist er genau der Richtige für den Job als Social-Media-Manager bei Coca-Cola. Wie es sich anfühlt, für einen der größten Konzerne der Welt zu arbeiten, erzählt er SPIESSER-Autorin Patricia

  • JuliANNE
    Mittagspause mit ...

    „Wir trauen uns etwas!“

    Frauke von Polier, Personalchefin bei Zalando, lud zur SPIESSER Mittagspause. Warum die klassische Bewerbungsmappe fast ausgedient hat und wie sie es selbst mit dem Shoppen hält, das erklärt die Wahlberlinerin SPIESSER-Autorin Anne Juliane bei Cappuccino, Linsen-Salat und belegtem Bagel.

  • SaskiaBecker
    Mittagspause mit ...

    Let’s talk about sex!

    Das hat Eckhard Schroll zu seinem Beruf gemacht. Er ist Abteilungsleiter für sexuelle Aufklärung und Familienplanung in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Mit SPIESSER-Autorin Saskia spricht er bei Nudeln und Salat über peinliche Gespräche mit den

  • Stadt.Ei
    Mittagspause mit ...

    „Wir wollen gute Gastgeber sein“

    Was gibt es zum Mittag bei der Chefin von Nordsee, der drittgrößten Restaurantkette in Deutschland? Natürlich Fisch – als Suppe – und Seelachs. SPIESSER-Autor Christian luncht mit Hiltrud Seggewiß, Vorsitzende der Geschäftsführung, und will wissen, ob Fisch

  • kessel1993
    Mittagspause mit ...

    Gutes Auto – böses Auto?

    Im Kinderzimmer war Dr. Dieter Zetsche der Herrscher über Spielzeugautos, heute ist er Vorstandsvorsitzender der Daimler AG – einem der größten Automobilhersteller weltweit. Wie es sich mit dieser Verantwortung leben lässt und warum auch ein Automobilboss ab und an zu Fuß

  • karin_123
    Mittagspause mit ...

    „Setzt nie nur auf eine Karte!“

    Claudia Gutscher ist Ressortleiterin Personal bei der TARGOBANK und Mutter von drei Kindern. Ob Geld für sie Sicherheit bedeutet und warum sie einmal an einer Tankstelle zelten musste, verriet sie SPIESSER-Praktikantin Karin in ihrer Mittagspause.

  • MissFelsenheimer
    5
    Mittagspause mit ...

    „Mein Hobby ist Geldverdienen“

    Er ist Deutschlands extravagantester Modezar, designt beinahe alles und lebt in seiner eigenen Glitzer-Welt über den Dächern Berlins. Wie er es soweit schaffen konnte, was er über Geld denkt und damit anstellt, hat Harald Glööckler SPIESSER-Autorin Vicky bei Buletten und Schnittchen

  • JuliANNE
    5
    Mittagspause mit ...

    „Wo das Leben nicht glatt läuft, da helfen wir.“

    Dr. Peter Neher ist Priester, Manager und Organisator in einer Person. Warum sein Job alles andere als langweilig ist und was er mit der Kanzlerin zu tun hat, hat der Präsident des Deutschen Caritasverbandes SPIESSER-Autorin Anne Juliane verraten. Dazu gab's Tomatensuppe und belegte Brötchen.

  • donka
    Mittagspause mit ...

    Vom Kicken, AC/DC-Hören und Unbequeme-Fragen-Stellen

    Ralf Kleber ist Geschäftsführer von Amazon.de GmbH. Warum er fast auf dem Fußballplatz gelandet wäre und nun Bücher, Toaster, Klopapier und Staubsauger verkauft, hat er SPIESSER-Autorin Katrin bei der Mittagspause erzählt.

  • JULES.
    Mittagspause mit ...

    Kleider kreiseln

    Yoga, Tauschpartys und Viagra – Susannes Arbeitsalltag beim Kleiderkreisel ist alles andere als langweilig. Wie es sich damit leben lässt und wie die Firma entstand, hat Susanne SPIESSER-Autorin Julia bei einer ausgedehnten Mittagspause erzählt.