Meinung

Was haltet ihr von posthumen Alben?

Wir wollen wissen, wie ihr tickt. Deshalb stellen wir euch jede Woche eine Frage zu einem aktuellen Thema. Diesmal: Was haltet ihr von posthumen Alben? Michael Jackson veröffentlichte am 10. Dezember sein elftes Album. Achtzehn Monate nach seinem Tod erklimmt Michael also erneut die Spitze der Albumcharts. Kaum ein Künstler hat nach seinem Ableben so viel Geld verdient wie der am 25. Juni 2009 gestorbene Michael Jackson. Eine Milliarde Dollar soll schon zusammengekommen sein.

13. Dezember 2010 - 13:59
von SPIESSER-Redakteurin Onlineredaktion.
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Beigetreten: 25.04.2009

Michael Jackson veröffentlichte am 10. Dezember sein elftes Album. Achtzehn Monate nach seinem Tod erklimmt Michael also erneut die Spitze der Albumcharts. Kaum ein Künstler hat nach seinem Ableben so viel Geld verdient wie der am 25. Juni 2009 gestorbene Michael Jackson. Eine Milliarde Dollar soll schon zusammengekommen sein.

Das aktuelle Werk umfasst insgesamt zehn Songs, die bislang auf keiner seiner Platten zu finden waren. Um das Rohmaterial doch noch an die Öffentlichkeit zu bringen, beschäftigten sich zahlreiche Künstler in den letzten Monaten mit der Fertigstellung des Werkes. Doch als der erste Song „Hold my hand“ offiziell gespielt wurde, bezweifelte La Toya Jackson, dass auf der Aufnahme wirklich ihr verstorbener Bruder zu hören ist.

Auch Falco, Johnny Cash, Jimi Hendrix und Rapper 2pac gehören zu jenen Künstlern, von denen posthum Alben veröffentlicht - und angezweifelt - wurden.

Original hin oder her – wir wollen wissen: Was haltet ihr von posthumen Alben? Profitmache oder doch eher eine schöne Erinnerung?

Hier geht es zur Abstimmung: https://www.spiesser.de/frage-der-woche-alben

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Kommentare

Zehn Kommentare
  • Ich denke, für die Fans ist es eine schöne Erinnerung an den jeweiligen Star. Für die Zweifler unter uns ist es wirklich nur die Profitgier der Familie des Verstorbenen (Siehe Micheal Jackson- das ist doch alles größtenteils nur Show).
    Aber wenn es gute Songs sind, warum sollten sie nicht veröffentlicht werden? Allerdings muss ich dazu sagen, dass diese Songs nicht verkauft werden sollten... denn aus dem Tod eines Menschens Geld rauszuschlagen ist unmoralisch und falsch.
    Und dann kommt dann noch dazu, wie persönlich die Songs für den jeweiligen Star waren...aber leider interessiert es die meisten Leute nicht mehr, was der Mensch vielleicht dabei gefühlt hat. Sowieso bin ich der Meinung, dass jeder Star, der unveröffentliche Lieder hat, eine Einverständniserlaubnis am Anfang seiner Karriere unterschreiben sollte oder auch nicht, bevor dieser stirbt. So ist auch die Gefahr eines familiären Mordes geringer.

  • Wenn auf einem posthumen Album neue Lieder veröffentlicht werden, finde ich das Schwachsinn. Ein Album zu machen - und das heißt nicht nur Lieder zu singen, sondern auch über Design, Reihenfolge, etc. zu bestimmen - ist doch Sache des Künstlers selbst! Wenn das alles jetzt jemand anderes macht, ist es kein "echtes" Werk des Künstlers mehr. Das sind dann nicht die Dinge, die er sich dabei gedacht hat.

  • Ich glaub die Erinnerung an die alten Hits ist genug. Wenn der Künstler tot ist hat er nichts mehr von seinem Ruhm. Außerdem sollten junge neue Künstler auch die Chance bekommen berühmt zu werden. So ist es nunmal altes vergeht und neues kommt.

  • Der wollte, dass man sein gesamtes Werk verbrennt. Wer wars? Genau- Kafka. Andere Wirrköpfe fallen mir gerade nicht ein.
    Und wen hats interessiert? Niemanden! Allerdings macht auch damit keiner Profit. Hat ja auch keiner mehr Rechte daran.

  • Es gibt- wie fast immer- zwei Seiten,denn es gibt Künstler, die während der Produktion des Albums von uns gehen und denen man mit der Veröffentlichung einen Gefallen tun würde!
    Allerdings gibt es auch Künstler die während ihrer Karriere viele Titel geschrieben haben, von denen sie denken sie seien zum Beispiel zu persönlich!
    Diese Titel werden nach dem Ableben des Künstlers mit Vorliebe von Plattenfirmen auf Plastik gebannt um den Profit des Unternehmens zu vergrößern und um auch noch aus dem Tod einen möglichst profitabelen Vorgang zu machen!

  • Meiner Meinung nach kommt es darauf an, ob der Künstler selbst zu Lebzeiten noch vorhatte, das Album zu veröffentlichen oder nicht. Jeder Künstler, da spreche ich aus Erfahrung, hat Werke, von denen er nicht möchte, dass die Nachwelt sie kennt - weil sie ihm zu persönlich sind, oder weil er sie einfach für misslungen hält oder sie unfertig waren. Keiner denkt darüber nach, dass er bald sterben könnte - und bestimmte Dinge dann einfach von anderen gefunden und veröffentlicht werden können. Zudem entstehen oft ganz hässliche Missverständnisse, wenn man die eigentliche Intension des Künstlers inter dem Werk nicht kennt - erzählen können sie uns ja jetzt nichts mehr.Wenn es veröffentlicht werden SOLLTE, ist es kein Problem - im Rest sehe ich nur Kommerz und den Beweis, dass die menschliche Moral in unserer Gesellschaft ganz unten auf dem Treppchen zu stehen scheint.

  • Es gibt Künstler, die während der Arbeit an ihrem letzten Album sterben, aber wollen, dass das, was sie bisher geschafft haben auch veröffentlicht wird. J.R. Cash, um nur mal ein Beispiel zu geben. Er hat die Veröffentlichung seines letzten Albums, wenn ich richtig gerechnet habe, nicht mehr miterleben dürfen. Auch die Verfilung seiner Biographie hat er nicht mehr gesehen. Aber er wollte, dass das Album veröffentlicht wird und hat auch den Schauspieler, der ihn spielen sollte, Joaquin Pheonix, selbst ausgewählt.

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