Frage der Woche

CO2-Steuer - Bevormundung für den Klimaschutz?

29. April 2019 - 15:14
von SPIESSER-Redakteurin Onlineredaktion.
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Beigetreten: 25.04.2009

Vergangene Woche wollten wir von euch wissen, wie ihr den Protest von Pariser Obdachlosen gegen die enorme Spendensumme für die Renovierung der Notre Dame Kathedrale findet. Eine Woche hattet ihr Zeit eure Stimme abzugeben und das Ergebnis sieht folgendermaßen aus: ein Viertel aller Befragten konnten den Protest der Obdachlosen nachvollziehen. Darüber hinaus hielten es 46% zwar für legitim Geld für den Wiederaufbau zu spenden, fragten sich aber auch warum vor allem reiche Familien nicht für andere Belange so viel Geld spenden. Nur 11% fanden den Protest unangebracht. Ihnen schließen sich weitere 9% an, welche die Belange der Obdachlosen nachvollziehen können, aber finden, dass Protest an der französischen Regierung eher angebracht ist. Lediglich 6% von euch haben von der Protestaktion gar nichts mitbekommen und konnten sich daher noch keine Meinung zu dem Thema bilden.

Der Brand in der Pariser Kathedrale hat ebenfalls eine große Menge Kohlenstoffdioxid freigesetzt, denn unter Zufuhr von ausreichend Sauerstoff entsteht bei der Verbrennung von organischen Materialen CO2. So zumindest habt ihr es im Chemieunterricht gelernt, oder? Abgesehen davon dreht sich auch in der dieswöchigen Frage der Woche alles um die Verbindung von Kohlenstoff und Sauerstoff. Momentan wird nämlich vehement über die Einführung einer CO2-Steuer diskutiert. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Es geht um die Förderung des Klimaschutzes. So könnten Emissionen gesenkt und das eingenommene Geld in alternative Technologien investiert werden. Während sich die große Koalition um CDU und SPD bereit zeigt, eine Besteuerung von CO2 in irgendeiner Art einzuführen, spricht sich die CSU dagegen aus. Beispielsweise meint Alexander Dobrindt, dass der Umweltschutz nicht über Bevormundung zu erreichen sei, sondern durch Anreize. Dabei hatte Umweltministerin Schulze bereits angekündigt, die Einnahmen aus einer möglichen CO2-Steuer auch zurück in die Bevölkerung fließen zu lassen.

Jetzt seid ihr gefragt! Findet ihr, dass eine Steuer auf CO2 sinnvoll für den Klimaschutz wäre oder handelt es sich dabei um eine Bevormundung der Bürger?

Icon: co2 by Alfonso López-Sanz from the Noun Project

Die großen Umweltverschmutzer sind Länder wie China, Indien oder die USA. Sollen die doch erstmal was machen, bevor wir hier so eine Steuer einführen! Es kann doch nicht sein, dass Deutschland alles alleine macht.
Die Einführung einer CO2 Steuer würde ich voll und ganz begrüßen. Damit würde viel mehr auf den Verbrauch geachtet werden, um kein Geld zu verschwenden. Letztlich führt dies zu einer Reduzierung der Emission und zum Erreichen unserer Klimaziele.
Es bringt nichts auf nationaler Ebene eine solche Steuer einzuführen, stattdessen müssen wir hier auf europäischer Ebene arbeiten. Nur so können wir was ändern.
An sich finde ich die Idee gar nicht schlecht, aber es gibt viele Faktoren die nicht beachtet werden. So gibt es dann Menschen, die überflüssig bestraft werden, z. B. Pendler, die jeden Tag viele Kilometer fahren müssen. Sie müssen ja weiterhin irgendwie zur Arbeit kommen!
Es kann doch nicht sein, dass auf alles Steuern erhoben wird. In Deutschland zahlen wir sowieso schon zu viele Steuern. In anderen Ländern wird doch auch keine CO2-Steuer verlangt!
Ist mir eigentlich relativ egal.

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