Frage der Woche

Höcke bricht Interview ab – Journalismus an der Grenze?

18. September 2019 - 15:40
von SPIESSER-Redakteurin Onlineredaktion.
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Beigetreten: 25.04.2009

Vergangene Woche brannte nach einem Unfall, bei dem vier Menschen ums Leben kamen, eine hitzige Diskussion über SUVs in der Innenstadt auf. 
Wir haben euch gefragt was ihr von SUVs haltet und ob sie eurer Meinung nach aus der Innenstadt verbannt gehören. Ganze 32% von euch sind der Ansicht, SUVs hätten in der Innenstadt nichts verloren, da sie eine schlechte Umweltbilanz haben, Parkplätze wegnehmen und Passanten gefährden. Weitere 22% stellen sich dem entgegen und argumentieren, dass nicht gleich alle SUVs gefährlich sind nur weil es einen Unfall gab. 20% von euch sehen das ganze noch etwas drastischer und argumentieren, dass die Grünen mit ihren Forderungen wieder einmal maßlos übertreiben, wer SUV fahren will, solle das überall machen können. Weitere 17% sehen die Forderung nach einer Obergrenze als zu drastisch an, würden aber eine City-Maut oder teure Parkplätze für SUVs befürworten. Der Rest von euch gab an, sich nicht sonderlich für dieses Thema zu interessieren, da sie noch keinen Führerschein besitzen.

Von einem polarisierendem Thema kommen wir heute zum nächsten. Dieses mal geht es wieder um die AfD oder besser gesagt Björn Höcke. Dieser hat vor wenigen Tagen sein Interview mit dem ZDF abgebrochen und weckte damit Erinnerungen an Alice Weidel, welche im Wahlkampf 2017 vor lauter Zorn eine Talksendung verließ. Höcke hingegen brach das Gespräch ab, da es ihn angeblich zu sehr emotionalisierte. Vorausgegangen war die wiederholte Forderung, die Fragen erneut beantworten zu können. Als der Journalist ihm diese verweigerte, drohte er mit massiven Konsequenzen. Immerhin könnte er eines Tages eine interessante politische Persönlichkeit in diesem Land sein, so der Thüringer. Während des Interviews wurde der AfD-Spitzenpolitiker u. a. mit Videos seiner Parteikollegen konfrontiert, die entscheiden sollten, ob vorgelesene Zitate von Höcke oder aus "Mein Kampf" stammten. Die Thematisierung seiner Wortwahl hat ihm demnach wohl verstört. 

Was denkt ihr? Hat der Journalist mit seinen Fragen die Grenze überschritten? Oder war es doch Höcke, der durch seine Drohungen den Bogen überspannt?

Icon: angry by Margaret Hagan from the Noun Project

Ich finde die Fragen absolut berechtigt. Immerhin wird Höcke hierbei mit der Wirkung seiner eigenen Sprache konfrontiert.
Da sieht man wieder, dass die öffentlich-rechtlichen Sender voreingenommen berichten!
Die Interviewfragen versuchen eine bestimmte Reaktion aus Höcke herauszulocken, also kein Wunder das er so reagiert.
Lügenpresse halt die Fresse!!1!!elf!!
Ich finde, man sollte die Fragen neutraler stellen, aber eine Wiederholung und die Drohungen verletzen das Presserecht.
Politik ist langweilig!

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