Frage der Woche

Steuern: zu viel, zu wenig oder gerade richtig?

15. Juli 2019 - 17:23
von SPIESSER-Redakteurin Onlineredaktion.
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Beigetreten: 25.04.2009

In der letzten Woche haben wir euch zur Bezahlung im (Frauen-)Fußball befragt. Konkret ging es um das kürzlich zur Weltmeisterin gekürte Team der USA. Die Spielerinnen verklagen aktuell ihren eigenen Verband und fordern eine gleiche Bezahlung und gleiche Trainingsbedingungen wie ihre männlichen Kollegen. Der Großteil von euch (61%) steht voll hinter dem Team, Gleichberechtigung soll es schließlich auch im Sport geben. Ein reichliches Viertel (27%) meint hingegen, dass die Frauen eher an ihrer Vermarktung arbeiten sollen, als den Verband zu verklagen. Bei geringeren TV-Quoten im Vergleich zu den Herren sei ein geringeres Gehalt bedingt durch fehlende Werbeeinnahmen schließlich gerechtfertigt. Weitere 5% von euch schließen sich dem an und sagen, dass das Frauen-Team rein körperlich nicht dasselbe liefern könne wie die Herren und daher eine geringere Bezahlung in diesem Fall in Ordnung ginge. 5% von euch fordern im Gegensatz dazu gar mehr Gehalt für die weibliche Auswahl als die männliche: Schließlich sind die Damen deutlich erfolgreicher als die Herren – da stünde ihnen eurer Meinung nach mehr Gehalt zu.

Vom Fußball soll es diese Woche zurück zu politischen Themen gehen – und zum nächsten Eigentor von Christian Lindner. In einem Tweet wies der FDP-Politiker darauf hin, dass wir Steuerzahlenden bis zum 15. Juli rein rechnerisch nur für den Staat arbeiten würden und erst das nach diesem Stichtag erarbeitete Geld in die eigene Tasche fließen würde. Womit er rechnete: Zustimmung und Proteste, die Entlastungen für die Steuerzahlenden und einen schlankeren Staat fordern. Was er (vor allem) bekam: (prominente) Gegenwehr, unter anderem vom Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert. Der Staat sei schließlich nicht kein wesensloses Konstrukt, da die Steuergelder eben auch in Schulen und Kindergärten, Krankenhäuser, Sozialeinrichtungen, Infrastruktur … und damit unsere Zukunft fließen – für die man zugegeben auch gern zahlt.

Was ist mit euch, steht ihr auf der Seite von Christian Lindner oder stimmt ihr Kevin Kühnert zu?

Icon: tax by Tomas Knopp from the Noun Project

BER, PKW-Maut und Subventionen: Steuergelder werden nicht immer sinnvoll eingesetzt – eine Entlastung für die Bürger könnte also möglich sein.
GoKevin: Der Staat – das sind wir alle. Geld für Kitas, Straßen und Klimaschutz sind einfach nötig und schlecht von jedem einzelnen realisierbar.
Die FDP hätte in Regierungsverantwortung zwischen 2009 und 2013 für Steuersenkungen sorgen können – die bekamen aber nur Hoteliers. Lindner soll also mal nicht so scheinheilig sein.
Klar könnte man die Steuerzahlenden entlasten – und dann wieder mehr beanspruchen. Ist schon okay so, wie es jetzt ist.

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